Weitere Möglichkeiten und Alternativen für Auslandsaufenthalte

Neben den Klassikern wie Studium oder Praktikum sind auch andere Kurz- oder Langzeitaufenthalte im Ausland interessant.

Free Mover Studium

Wem die existierenden Angebote nicht zusagen, der kann als sog. "Free Mover" selbst die Initiative ergreifen und sich direkt bei der ausländischen Gasthochschule um die Zulassung bewerben. Studierende haben hierbei oft einen größeren zeitlichen, organisatorischen und meist auch finanziellen Aufwand als wenn man über ein bestehendes Partnerprogramm ausreist. Insbesondere durch die selbstaufzubringenden Studiengebühren. Dafür ist die Wahl des Studienorts völlig frei.  Doch auch wer seinen Auslandsaufenthalt individuell plant, kann eine finanzielle Förderung erhalten. Allen voran unterstützt das Auslands-BAföG. In vielen Ländern sind damit auch Free Mover-Aufenthalte gut finanzierbar. Zudem können sich Studierende für ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) bewerben. 

Abschlussarbeiten

Die Förderung einer Abschlussarbeit ist grundsätzliche möglich. Allerdings ist ein hohes Maß an Eigeninitiative gefragt. So muss zum Beispiel der Platz an der ausländischen Universität selber organisiert werden. Hierzu ist es oft hilfreich, die Kontakte der betreuenden ProfessorIn in Konstanz zu nutzen. Sobald der Kontakt zwischen dem ausländischen Fachbereich ggf. sogar einem spezifischen Lehrstuhl und der verantwortlichen ProfessorIn in Konstanz hergestellt ist, können ggf. Fördermittel über PROMOS beantragt werden.

Der Fachbereich Physik hat für seine Studierenden hilfreichen Informationen über bestehende Kontakte zu internationalen Laboren auf seiner Webseite zusammengestellt.

Master-Studierende der Informatik können sich außerdem beim DAAD für ein Kurzstipendium zum Verfassen der Master-Arbeit im Ausland innerhalb des sogenannten FITweltweit-Programms bewerben.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) bietet Stipendien und Fahrtkostenzuschüsse für "Materialsammlungen in Frankreich" an. Die Förderung richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen sowie junge Doktoranden, die in Frankreich Recherchen oder Interviews bei Institutionen und Personen im Rahmen ihrer Bachelor-/ Master- oder Doktorarbeit durchführen. Nähere Informationen finden Sie  auf der Seite des DFJW.

Bitte beachten Sie, dass an der ausländischen Universität eventuell Studiengebühren anfallen oder spezifische Versicherungen vorgeschrieben sein können, sollte in einem ausländischen Labor geforscht werden. 

Sprachkurse

Studierende, die über das Erasmus+ Programm ins Ausland gehen, haben die Möglichkeit sich anhand von Online-Sprachkursen in den "großen" Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch, Niederländisch, Dänisch, Portugiesisch, Griechisch, Polnisch, Schwedisch undTschechisch) auf den Auslandsaufenthalt vorzubereiten. Die Ergänzung dieses Angebots um weitere Sprachen ist in den nächsten Jahren geplant. Genauere Informationen erhalten Sie auf den Erasmus+ Seiten des International Office.

Bei Auslandsaufenthalten über unsere Partnerschaften in Russland und der Ukraine, können Studierende im Rahmen von "Go East" zusätzliche Mittel für einen Sprachkurs im jeweiligen Land beantragen. Spezielle Sprachkursangebote an mittel- und osteuropäischen Partneruniversitäten (Polonicum), teilweise verbunden mit Stipendien, erfahren Sie im International Office/ Fr.Vojta (A622).
Das "Polonicum" bezeichnet eine jährlich stattfindende Sommerschule an der Universität Warschau meist im August. Diese verbindet einen Intensiv-Polnischkurs mit Workshops, Vorträgen und Exkursionen. Für Konstanzer Studierende stehen i.d.R. sechs vollfinanzierte Plätze zur Verfügung. Alle Details zum Polonicum finden Sie auf der Webseite der Uniwersytet Warszawski.

Das Sprachlehrinstitut an der Universität Konstanz bietet eine Vielzahl an Sprachkursen sowohl während des Semesters als auch z.T. während der Semesterferien an.

Wer in den Semesterferien vor Ort die Sprache erlernen will, kann in der Datenbank des DAAD nach Sprachkursen an Hochschulen weltweit suchen.

Informationen zu Sprachkursen in Kombination mit Sommerschulen an Partnerhochschulen der Universität Konstanz finden Sie in unserem SSZ-Sommerschulkasten.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) vergibt Stipendien für Intensivsprachkurse in Frankreich. Der Sprachkurs sollte unmittelbar vor dem geplanten Aufenthalt (Studium, Forschungsprojekt, berufliches Vorhaben) absolviert werden und muss in einem vom DFJW anerkannten Sprachzentrum in Frankreich stattfinden. Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des DFJW.

Pädagogischer Austauschdienst

Als angehende FremdsprachenlehrerIn haben Sie die Möglichkeit, mit dem Pädagogischen Austauschdienst einen praxisbezogenen Auslandsaufenthalt zu absolvieren. Als Assistenzen im Deutschunterricht an ausländischen Schulen und z.T. auch Hochschulen, haben Sie die Möglichkeit, Lehrpraxis zu sammeln. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf der Vermittlung von sprachpraktischen Fähigkeiten. In der Regel werden die FremdsprachenassistenInnen dabei im Sekundarbereich eingesetzt. Der Umfang der Unterrichtsverpflichtung ist ebenso wie die Vergütung abhängig vom Gastland (bewegt sich aber zwischen ca. 700 -1.600 Euro/Monat). Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Kultusministerkonferenz. Über die Anerkennung dieser Tätigkeit als Schulpraxissemester informiert das Landeslehrerprüfungsamt in Freiburg. Bitte beachten Sie, dass die derzeitigen Regelungen zunächst für die GymPO gelten. Für die neuen BA-Studiengänge gibt es derzeit noch keine verbindlichen Informationen.

Außerdem hält folgende Webseite zu Schulpraxissemester und Schulpraktika im Ausland ausführliche Informationen zu Schulpraxissemester und Schulpraktika im Ausland bereit. Neben dem PAD werden auf dieser Internetseite weitere Möglichkeiten dargestellt. Zudem können Erfahrungsberichte von Konstanzer Studierenden, die über den PAD in England und Frankreich waren bzw. an einer Deutschen Schule in Australien, Kenia oder Spanien ein Praktikum gemacht haben, eingesehen werden. 

Sommerschulen

Angebote und Informationen zu Sommerschulen finden Sie auf der Seite: summerschoolsineurope.eu

Die Kosten solcher Programme sind in der Regel von den Teilnehmern selbst zu tragen. Eine Ausnahme stellt das Go East Programm des DAAD dar. Um deutsche Studierende zu motivieren, die Regionen Ostmittel-, Südost- oder Osteuropa kennen zu lernen, bietet der DAAD im Rahmen der Initiative "Go East" aus BMBF-Mitteln Stipendien zur Teilnahme an einer Sommerschule. Entnehmen Sie die Details bitte der Ausschreibung.
Vereinzelt besteht die Möglichkeit Reisekostenzuschüsse für Sommerschulen an unseren Partnerhochschulen in Osteuropa zu beantragen. Aktuelle Informationen dazu finden Sie unter Aktuelles oder auf unserer Facebookseite.

Lektorenprogramme

Studierende, die ihr Studium in Germanistik oder mit der Zusatzausbildung „Deutsch als Fremdsprache“ bereits abgeschlossen haben, können sich auf das DAAD-Lektorenprogramm bewerben. Die LektorInnen unterrichten an ausländischen Hochschulen und erhalten ein reguläres Ortsgehalt.

Das Lektorenprogramm der Robert-Bosch-Stiftung fördert deutschsprachige HochschulabsolventInnen der Fächer Deutsch als Fremdsprache, Germanistik, einer Fremdsprachenphilologie, der Geistes-, Sozial-, Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften. Die Lektorinnen und Lektoren unterrichten in deutscher Sprache und initiieren Projekte im Sinne der Völkerverständigung an Hochschulen in Osteuropa, Zentralasien sowie China. Gleichzeitig nehmen die Lektorinnen und Lektoren an dem Ausbildungsgang "Bildungsamanagement an Hochschulen in Osteuropa und China" teil. Bewerbungsschluss ist in der Regel der 28. Februar. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Robert Bosch Stiftung.