Exzellente Forschung mit Profil

Die Universität Konstanz betreibt Spitzenforschung auf höchstem internationalem Niveau. Zu unseren Stärken zählt, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit sich ergänzenden Forschungsinteressen seit Gründung der Universität als Forschungsuniversität im Jahr 1966 über Disziplingrenzen hinweg zusammenzubringen.

Die Universität Konstanz ist als eine von nur sechs Universitäten bundesweit von Beginn des Wettbewerbs an in allen drei Förderlinien der Exzellenzinitiative erfolgreich. Im Nachfolgewettbewerb, der Exzellenzstrategie, konnte die Universität aktuell zwei neue Exzellenzcluster einwerben. Auch durch diesen Erfolg sind wir in der Lage, unser Forschungsprofil maßgeblich zu schärfen und auszubauen.

Universität Konstanz
Forschungsschwerpunkte
Kurz und knapp
Woran wir forschen
Zahlen und Fakten

Die Kulturwissenschaften widmen sich vordringlichen sozialen, politischen und kulturellen Herausforderungen unserer Zeit. Mit dem Exzellenzcluster “Kulturelle Grundlagen von Integration” (EXC 16, 2006-2019) haben sie maßgeblich dazu beigetragen, die Forschung auf diesem Gebiet voranzubringen.

  • sozialer Zusammenhalt
  • soziale Integration und Desintegration
  • Migration
  • Mobilität
  • Geistes- und Sozialwissenschaften im DFG-Förderatlas 2018: Rang 1, personenrelativiert auf das gesamte wissenschaftliche Personal sowie auf ProfessorInnen
  • 9 strukturierte Promotionsprogramme
  • > 100 GastwissenschaftlerInnen aus mehr als zwölf Ländern im Kulturwissenschaftlichen Kolleg

In diesem Forschungsschwerpunkt werden die sozialen und kognitiven Aspekte menschlichen Verhaltens erforscht sowie allgemeine Entscheidungsprozesse in Politik und Gesellschaft. Der Forschungsschwerpunkt wird seit 2012 durch die aus Mitteln der Exzellenzinitiative finanzierte Graduiertenschule Entscheidungswissenschaften verstärkt, die im Rahmen des neuen Exzellenzclusters „Die politische Dimension von Ungleichheit: Wahrnehmungen, Partizipation und Policies“ (EXC 2035) weiterentwickelt wird.

  • politische Dimension von Ungleichheit
  • Entscheidungsprozesse
  • politische Mobilisierung und Teilhabe
  • Geistes- und Sozialwissenschaften im DFG-Förderatlas 2018: Rang 1, personenrelativiert auf das gesamte wissenschaftliche Personal sowie auf ProfessorInnen
  • Urs Fischbacher – Highly Cited Researcher 2018, Clarivate Analytics
  • 6 strukturierte Promotionsprogramme

Dieser Forschungsschwerpunkt nutzt interdisziplinäre Synergien, um tierische (und menschliche) Entscheidungsprozesse zu verstehen und Umweltfaktoren zu erforschen, die sie beeinflussen. Mit dem Exzellenzcluster „Forschungskolleg Kollektives Verhalten“ (EXC 2117) wird ein weltweit führendes Spitzenforschungszentrum aufgebaut, das die grundlegenden Prinzipien kollektiven Verhaltens erforscht.

  • Erforschung grundlegender Prinzipien kollektiven Verhaltens bei unterschiedlichen Organismen
  • Beobachtung aus dem Weltall von Tierwanderungen mit hochmoderner Tracking-Technologie (ICARUS-Projekt)
  • Ausbreitung invasiver Arten (Pflanzenökologie)
  • Erforschung von Binnengewässern und deren Ökosystemen
  • Iain Couzin – Highly Cited Researcher 2018, Clarivate Analytics
  • Movebank: 117 kuratierte, öffentlich archivierte Datensätze mit über 56 Millionen Standorten, in denen die Bewegung von 5.119 Tieren und 106 Arten beschrieben wird
  • Forschungsbau: Centre for Visual Computing of Collectives (VCC)
  • 5 strukturierte Promotionsprogramme

Die Chemische Biologie erforscht, wie physiologische Prozesse auf molekularer und atomarer Ebene gesteuert werden. Der Forschungsschwerpunkt pflegt enge Beziehungen zur Graduiertenschule Chemische Biologie (KoRS-CB, GSC 218), die von 2007 bis 2019 im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert wird, sowie zum von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten SFB 969 „Chemical and Biological Principles of Cellular Proteostasis“.

  • Anpassung biologischer Systeme an sich ändernde Bedingungen
  • Reaktion biologischer Systeme auf natürliche und synthetische Moleküle
  • Entwicklung hybrider Systeme mit maßgeschneiderten Eigenschaften
  • Lebenswissenschaften im DFG-Förderatlas 2018: Rang 1, personenrelativiert auf das gesamte wissenschaftliche Personal; Rang 2, personenrelativiert auf ProfessorInnen
  • 1 Sonderforschungsbereich (SFB)
  • Verleihung von fünf ERC-Grants an beteiligte WissenschaftlerInnen
  • Forschungsbau: Centre for Chemical Biology (CCB)
  • 4 strukturierte Promotionsprogramme

Die Nano- und Materialwissenschaften widmen sich Herausforderungen auf dem Gebiet der kondensierten Materie und Materialien. Die Forschung auf diesem Gebiet wird maßgeblich von den an den Sonderforschungsbereichen SFB 767 „Kontrollierte Nanosysteme: Wechselwirkung und Ankopplung an die Makrowelt“ und SFB 1214 „Anisotrope Partikel als Baueinheiten: Maßschneidern von Gestalt, Wechselwirkungen und Strukturen“ beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, in Kombination mit dem Centre for Applied Photonics (CAP), geprägt.

  • Quanteneigenschaften von Materie
  • Entwicklung neuartiger Materialien mit maßgeschneiderten mechanischen, optischen, elektronischen oder magnetischen Eigenschaften
  • Helmut Cölfen: Top 100 Chemists 2000-2010 (Thomson Reuters)
  • 2 Sonderforschungsbereiche (SFBs)
  • 6 strukturierte Promotionsprogramme
  • 9 Core Facilities
Potenzialbereiche
Kurz und knapp
Woran wir forschen
Zahlen und Fakten

Die Gesundheitswissenschaften beschäftigen sich mit Herausforderungen und Belastungen, die durch Alterungsprozesse, toxische Substanzen, Risikoverhalten, körperliche Inaktivität oder Stress verursacht werden. Die Forschung auf diesem Gebiet wird durch das 2018 auf dem Campus eröffnete Zentrum für Trainings- und Bewegungsforschung (Human Performance Research Centre, HPRC) unterstützt, das neueste Technologien für umfassend angelegte Gesundheitsstudien bereitstellt. Darunter sind auch vier sportwissenschaftliche Labore.

  • Gesundheitliche Herausforderungen und Belastungen (z. B. durch Alterung, toxische Substanzen, Risikoverhalten, Inaktivität, Stress)
  • Ernährungsverhalten
  • Bewegungsforschung (unter Einsatz mobiler Technologien)
  • körperliche Leistungsfähigkeit und Belastung
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), den Kliniken Schmieder, dem Lurija-Institut und dem Zentrum für Psychiatrie Reichenau
  • Durchführung der „Konstanzer Life-Studie“ mit jeweils ca. 1.000 TeilnehmerInnen pro Erhebungswelle
  • 2 strukturierte Promotionsprogramme

Entwicklung von Methoden und Systemen für die Visualisierung, Analyse, Erschließung und Verarbeitung großer Datenmengen, die in den Natur- und Sozialwissenschaften, aber auch in den Geisteswissenschaften generiert werden. Der SFB/TRR 161 „Quantitative Modelle für die Visuelle Abstraktion“ spielt seit 2015 eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung konzeptioneller Metriken und Quantifizierungsmodelle sowie neuer Methoden und Algorithmen im Bereich Visual Computing.

  • Visuelle Abstraktion
  • Data Mining/Big Data
  • Interaktive Systeme
  • Weiterbildungsprogramm für LehrerInnen: Kontaktstudium Informatik Mathematik Physik (IMP)
  • 1 Sonderforschungsbereich (SFB)
  • Studiengang Social and Economic Data Science

Forschungsschwerpunkte und Potenzialbereiche

Die Universität Konstanz hat aktuell fünf Forschungsschwerpunkte. Diese Schwerpunkte sind sämtlich interdisziplinär ausgerichtet und entwickeln sich durch enge Forschungszusammenarbeit an den Schnittstellen unserer Fachbereiche innerhalb und über unsere Sektionen hinweg. Damit bündeln sie gemeinsame Forschungsinteressen, führen herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, generieren dadurch Ideen und tragen mit innovativen Ansätzen zur Lösung globaler Herausforderungen in Wissenschaft und Gesellschaft bei.

Potenzialbereiche sind aktuelle Forschungsthemen, die – wie die Forschungsschwerpunkte – in einem besonders starken gemeinsamen Fokus unserer Fachbereiche stehen. Zur Bearbeitung dieser Themen bündeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fächerübergreifend Expertisen und bilden starke Forschungssynergien. Potenzialbereiche entwickeln das Forschungsprofil der Universität Konstanz weiter.