Universitätsrat

Die Entwicklung der Universität im Blick

Der Universitätsrat begleitet die Universität, nimmt Verantwortung in strategischer Hinsicht wahr und entscheidet über die Struktur- und Entwicklungsplanung.  Zudem schlägt er Maßnahmen vor, die der Profilbildung und der Erhöhung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit dienen, und beaufsichtigt die Geschäftsführung des Rektorats.

Mitglieder

Dr. Hansjörg Brem – Stellv. Vorsitzender

Hansjörg Brem ist seit 2008 Leiter des Amtes für Archäologie des Kanton Thurgau in Frauenfeld und seit 1996 im Thurgau tätig. In seiner Funktion ist er in verschiedenen grenzüberschreitenden Projekten und Institutionen tätig, so war er Co-Leiter eines großen Interreg-IV Projektes zu Erosion und Denkmalpflege sowie Leiter einer Arbeitsgruppe der internationalen Bodenseekonferenz (IBK) zum UNESCO-Welterbe der Pfahlbauten. Die Zusammenarbeit insbesondere mit Baden-Württemberg im Bereich Kulturgütererhaltung am und im See hat ein besonderes Gewicht.

1960 geboren absolvierte Hansjörg Brem seine Studien in klassischer Archäologie, Ur- und Frühgeschichte sowie mittelalterlicher Geschichte bis zur Promotion in Zürich und war anschließend bei der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie verschiedenen archäologischen Projekten im In- und Ausland tätig, so von 1987 bis 1993 auch in Konstanz; weiter verbrachte er ein Studienjahr am Istituto Svizzero di Roma und absolvierte eine Weiterbildung in Public Management an der HSG St. Gallen. Lehraufträge an den Universitäten Zürich und Bern für Numismatik ergänzten eine langjährige Forschungstätigkeit in diesem Bereich.

Von 2003 bis 2012 war Hansjörg Brem Vorstandsmitglied der Gesellschaft Archäologie Schweiz, die er von 2006 bis 2009 präsidierte. Im Weiteren beschäftigt er sich mit dem Bildungsbereich, so als Mitglied der Schulbehörde Frauenfeld und ist Fachexperte für den Bereich Heimatschutz und Denkmalpflege des Bundesamtes für Kultur.


Prof. Dr. Ute Frevert

Ute Frevert lehrte Neuere Geschichte in Berlin, Konstanz und Bielefeld. Von 2003 bis 2007 war sie Professorin an der Yale University, USA. Seit Januar 2008 ist sie Direktorin am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, wo sie den Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle” leitet.

Ihre Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Gefühle, Sozial- und Kulturgeschichte der Moderne, Geschlechtergeschichte, Neue Politikgeschichte. 1998 erhielt sie den Leibniz-Preis der                                                               Deutschen Forschungsgemeinschaft.


Dr. Henrike Hartmann – Vorsitzende

Frau Hartmann ist seit 2015 Stellvertretende Generalsekretärin der VolkswagenStiftung und Leiterin der Förderabteilung. Frau Hartmann studierte Pharmazie an der Universität Freiburg gefolgt von einer Promotion im Bereich Pharmakologie an der Universität Heidelberg und am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin forschte sie zur Alzheimer Krankheit 1993 an der University of Florida, Gainsville, von 1995-1997 am Children’s Hospital, Harvard Medical School, Boston, und wechselte anschließend an die Universität Frankfurt/Main.

Sie gehört der Stiftung seit 1998 an, zunächst als Förderreferentin im Bereich Biomedizin und Lebenswissenschaften mit Zuständigkeit für zahlreiche Förderinitiativen, seit 2010 als Teamleiterin im Bereich der Personenförderung sowie der strukturellen Hochschulentwicklung. Neben Ihrer Tätigkeit im Universitätsrat der Universität Konstanz ist Henrike Hartmann Mitglied im Kuratorium verschiedener Max-Planck-Institute sowie Mitglied im Kuratorium der Universität Frankfurt.


Prof. Dr. Lorenz Hilty

Lorenz Hilty ist seit 2010 Professor am Institut für Informatik der Universität Zürich und Leiter der Gruppe „Informatik und Nachhaltigkeit“, eine interinstitutionelle Forschungsgruppe der Universität Zürich und der Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt). 2000-2010 leitete er an der Empa das Forschungsprogramm des ETH-Rates „Nachhaltigkeit in der Informationsgesellschaft“ und danach die neu gegründete Abteilung „Technologie und Gesellschaft“. Er forschte und lehrte u.a. an den Universitäten Hamburg und Ulm sowie an der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm.

Seine Forschung befasst sich überwiegend mit der Analyse von Chancen und Risiken digitaler Technologien für eine nachhaltige Entwicklung und mit der Weiterentwicklung computergestützter Methoden in der Nachhaltigkeitsforschung. Er ist Mitglied der Ethik-Plattform der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW), Mitglied im Leitungsausschuss der Schweizerischen Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung (TA-Swiss), Mitglied im Steuerungsausschuss der Klimaplattform der Wirtschaft Zürich und Delegierter für Nachhaltigkeit der Universität Zürich.


Prof. Dr. Claudia Kemfert

Bild: Reiner Zensen

Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet seit 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist Professorin für Energiewirtschaft und Energiepolitik an der Leuphana Universität Lüneburg. Bis 2009 war sie Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance. Von 2004 bis 2009 hatte sie die Professur für Umweltökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin inne.

Als Gutachterin und Politikberaterin ist Claudia Kemfert in Beiräten verschiedener Forschungsinstitutionen sowie Bundes- und Landesministerien sowie der EU Kommission tätig. 2016 wurde sie in den Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit berufen, dessen Co-Vorsitzende sie derzeit ist. Im Rahmen der High Level Group on Energy and Climate beriet sie den EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso, war Mitglied der Advisory Group on Energy der Europäischen Kommission (Directorate-General for Research) und ist seit 2011 Präsidiumsmitglied der deutschen Gesellschaft des Club of Rome.

Claudia Kemfert wurde im Jahr 2006 als Spitzenforscherin im Rahmen der Elf der Wissenschaft von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Helmholtz- und der Leibniz-Gemeinschaft ausgezeichnet. 2011 erhielt sie die Urania Medaille und den B.A.U.M Umweltpreis in der Kategorie Wissenschaft sowie 2016 den Deutschen Solarpreis und den Adam-Smith-Preis für Marktwirtschaftliche Umweltpolitik. Kemfert gehört zu den Renommiertesten ihres Faches, weltweit zu den Top 10 der Umweltökonomen und zu den Top 5 aller weiblicher Ökonominnen. Sie hat bereits mehrere Bücher zu Themen wie Klimawandel, Energiepolitik und Energiewende publiziert (Website: www.claudiakemfert.de).


 Prof. Dr. Wolfram Münch

Wolfram Münch studierte Physik, Astronomie und Mathematik in Heidelberg und Cambridge (GB), wo er 1990 promovierte. Von 1990 bis 2001 arbeitete er in verschiedenen Funktionen im Ressort „Forschung und Technologie“ der Daimler AG. Zwischen 1991 und 2001 war er nebenberuflich am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart, auch wissenschaftlich tätig und arbeitete über Ionenleitungsmechanismen in Festkörpern. Nach der Habilitation im Jahr 2000 folgte die  Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Ulm im Jahr 2009.

Seit 2001 ist er Leiter „Forschung und Entwicklung“ der EnBW Energie Baden-Württemberg AG („Chief Science Officer“) und Vorstand der Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg. Er arbeitet im Bereich der Energieforschung in zahlreichen Beiräten und Gremien von Stiftungen, Verbänden, Forschungsinstituten und Einrichtungen der akademischen Ausbildung mit.


Prof. Dr. Michael Zürn

Michael Zürn ist seit 2004 Direktor der Abteilung „Global Governance” am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor für Internationale Beziehungen an der Freien Universität Berlin. Von 2004­–2009 war er Gründungsrektor der Hertie School of Governance in Berlin. Zuvor war er als Professor für Internationale Beziehungen sowie als Direktor des Instituts für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS) an der Universität Bremen tätig. Von 2002 bis 2004 war er Leiter des Sonderforschungsbereichs "Staatlichkeit im Wandel" an der Universität Bremen. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Academia Europaea.

Neben anderen Themen hat er ausgiebig zur Entstehung und Funktion von inter- und supranationalen Institutionen geforscht und veröffentlicht, sowie zu normativen Spannungen und politischen Konflikten, die diese Entwicklungen mit sich bringen. Bei Oxford University Press ist zuletzt 2018 seine Monographie A Theory of Global Governance. Authority, Legitimacy, and Contestation erschienen. 


Geschäftsführerin

Cornelia Oesterhaus 

Geschäftsstelle des Universitätsrates und Leiterin des Rektorbüros