Professionelle Personalentwicklung gestalten

Netzwerk für Personalentwicklung an Universitäten feiert fünfjähriges Bestehen – Gründungsinitiative ging von der Universität Konstanz aus

Menschen in Wissenschaft und Verwaltung fit für die Herausforderungen ihrer Arbeit zu machen – das ist Aufgabe der Personalentwicklung an Universitäten. Mit UniNetzPE, dem Netzwerk für Personalentwicklung an Universitäten, haben die Personalentwicklerinnen und Personalentwickler eine Plattform für ihre Vernetzung, ein Sprachrohr für den hochschulpolitischen Diskurs und eine Servicestelle, die auch in weitere Bereiche des Wissenschaftssystems ausstrahlt. Das Netzwerk, das von Personalentwicklerinnen der Universität Konstanz initiiert und mitbegründet wurde, feierte bei der diesjährigen Jahrestagung in Würzburg sein fünfjähriges Bestehen.

Im Oktober 2014 durch die fünf Gründungsuniversitäten Konstanz, Mainz, Aachen, Darmstadt und Duisburg-Essen ins Leben gerufen, entwickelte sich UniNetzPE in den vergangenen Jahren dynamisch und vereint heute mit 43 Mitgliedern aus 14 Bundesländern die Hälfte aller staatlichen Universitäten in Deutschland. 2015 definierte das Netzwerk mit dem „Kodex für gute Personalentwicklung an Universitäten“ Qualitätsstandards für die personalentwicklerische Arbeit. „Wir waren mit der Gründung am Puls der hochschulpolitischen Entwicklung, kurz bevor Personalentwicklung in der Exzellenzinitiative und dem Tenure-Track-Programm zentrale Bedeutung entfaltete“, erklärt Mirjam Müller vom Academic Staff Development der Universität Konstanz, Initiatorin des Netzwerks und langjährige UniNetzPE-Sprecherin. „Dadurch konnte das Netzwerk bei der sprunghaften Entwicklung des Feldes einen Orientierungsrahmen setzen und der Personalentwicklung in der hochschulpolitischen Diskussion eine Stimme verleihen.“

Neben den inhaltlichen Standards für die Personalentwicklung legt das Netzwerk einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Professionalisierung des Berufsfelds. Zusätzlich zum fachlichen Austausch auf seinen bislang sechs Tagungen setzte UniNetzPE ein Weiterbildungsprogramm für seine Mitglieder auf, das neben Fortbildungen auch Hospitationen innerhalb des Netzwerks umfasst. „Unsere Mitglieder profitieren enorm vom inhaltlichen Austausch und dem methodischen Input zum Fachgebiet, den das Netzwerk bietet. Der Zugang zu hochwertigen Fachinformationen und der schnelle Kontakt zu erfahrenen Kolleginnen und Kollegen nützen nicht zuletzt denjenigen Universitäten, die ihre Personalentwicklung derzeit aufbauen“, betont Mitbegründerin und Co-Sprecherin Elke Karrenberg von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Damit leistet das Netzwerk auch einen Beitrag zur Professionalisierung des Wissenschaftsmanagements.

Über die Grenzen seiner Mitglieder hinaus wirkt das Netzwerk durch seine Stellenbörse zur Personalentwicklung und den Newsletter, mit dem seit 2017 wöchentlich einschlägige Informationen zu Publikationen, Stellen und hochschulpolitischen Entwicklungen an rund 450 Abonnentinnen und Abonnenten an Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie an weitere Stakeholder der Personalentwicklung versendet werden. Zudem konzipierte UniNetzPE die Fachzeitschrift „Personal in Hochschule und Wissenschaft entwickeln“, die den Fachdiskurs durch Praxisberichte und Forschungsergebnisse zur Personalentwicklung voranbringt.

Neben dem Rückblick auf die erfolgreiche Arbeit stand im Fokus der Jahrestagung am 23. und 24. September 2019 auch der Blick nach vorn: Nach einem Impuls von Speaker Philipp Riederle zur Zukunft der Arbeit an Universitäten entwarfen die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsuniversitäten Visionen und konkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung des Netzwerks. Auf der Mitgliederversammlung wurde ein neues Team gewählt, das die Arbeit von UniNetzPE künftig verantworten wird. Zur Steuerungsgruppe gehören nun neben Dagmar Grübler (RWTH Aachen), Rosa Horneff (TU Darmstadt), Christiane Leißner (Universität Duisburg-Essen) und Lilith Wanner-Mack (FU Berlin) auch Thomas Arndt (Universität Leipzig), Nicole Justen (Leuphana Universität Lüneburg) und Anna Klobuchowski (Leibniz-Universität Hannover).

Faktenübersicht:

  • Fünf Jahre Netzwerk UniNetzPE für Personalentwicklung an Universitäten
  • Gründungsinitiative ging von der Universität Konstanz aus
  • 43 Mitgliedern aus 14 Bundesländern
  • Schwerpunkt auf Professionalisierung des Berufsfelds Personalentwicklung
  • Kontakt: Mirjam Müller, Universität Konstanz, Telefon: 07531 88-5323, E-Mail: Mirjam.Mueller@uni-konstanz.de, sowie Elke Karrenberg, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Telefon: 06131 39-20634, E-Mail: personalentwicklung@uni-mainz.de