Altchemikalien und Entsorgung kontaminierter Geräte

Altchemikalien

Die Abgabe von Altchemikalien erfolgt grundsätzlich nur nach vorheriger Absprache und Terminvereinbarung mit dem Bereich Sonderabfall.

Altchemikalien werden nur in intakten, gekennzeichneten Gebinden angenommen.

Vor der Abgabe sind folgende Punkte zu prüfen bzw. zu beachten:

  1. Befindet sich überhaupt noch Substanz in den Behältnissen?

  2. Handelt es sich wirklich um Altchemikalien? So kann z. B. Kieselgel u. ä. normal zu den Aufsaugmassen gegeben werden.

  3. Kann die Chemikalie problemlos einer der gängigen Abfallgruppen zugeordnet werden? Falls ja, dann sollte diese auch so entsorgt werden, z. B. als halogenfreies Lösemittel.

  4. Wenn möglich, sind Kleinmengen der Chemikalie gemäß der gängigen Vorschriften selbst zu vernichten oder zu deaktivieren (siehe „Organikum“ oder DGUV-Broschüre „Sicherheit im chemischen Hochschulpraktikum“,  Kap. 5)

  5. Die Behältnisse müssen ordnungsgemäß und lesbar beschriftet sein, andernfalls ist die Kennzeichnung zu erneuern. (siehe Gefahrstoffverordnung, Allg. Laborordnung der Universität Konstanz und Kreislaufwirtschaftsgesetz)

  6. a)  Die Chemikalien müssen in der Gefahrstoffdatenbank DaMaRIS eingepflegt sein.
    b)  Die zu entsorgenden Chemikalien verschieben Sie zunächst in den virtuellen Raum Ihrer Arbeitsgruppe in DaMaRIS.
    c)  Wenn Sie diesen Vorgang abgeschlossen haben, erstellen Sie einen Ausdruck der Liste mit folgendem Inhalt: Stoffname, CAS-Nummer, Summenformel, Lagerklasse, Menge und Gebindeart. Ab jetzt dürfen Sie keine Änderungen mehr an der Liste in DaMaRIS vornehmen, vor allem dürfen Sie diese nicht löschen (Sie müssen sonst alle zur Abgabe bestimmten Chemikalien neu eintragen). Die Liste in DaMaRIS wird jetzt nur noch vom Bereich Sonderabfall bearbeitet.
    d) Auf dem Ausdruck der Liste vermerken Sie das Datum, Ihre Labor- und Telefonnummer, sowie Name (lesbar) und Unterschrift. Den Ausdruck bringen Sie zur Abgabe mit. Bei Chemikalienmischungen und Zubereitungen ist das Sicherheitsdatenblatt des Herstellers erforderlich.

    e) In dem Maße, wie Ihre Chemikalien von uns gesichtet, sortiert und übernommen werden, wird sich dann Ihre Liste im virtuellen Raum wieder leeren (siehe Gefahrstoffverordnung, Allg. Laborordnung der Universität Konstanz)

  7. Größere Mengen Altchemikalien (mehr als 20 Gebinde) werden von uns aus organisatorischen Gründen nur in mehreren Schritten angenommen.

 Folgendes gehört nicht zu den Aufgaben des Bereichs Sonderabfall:

  • Das Aussortieren leerer Behältnisse.
  • Umfüllen von Chemikalien aufgrund beschädigter Verpackungen.
  • Das Einpflegen bisher nicht erfasster Chemikalien in das Gefahrstoffkataster DaMaRIS.
  • Das Feststellen des Inhaltes überlagerter und /oder nicht gekennzeichneter Behältnisse. Sollten solche vorhanden sein, ist dies ein Verstoß gegen die Gefahrstoffverordnung. Es ist Aufgabe der Abfallverursacher, den Inhalt durch geeignete Maßnahmen festzustellen und die Kennzeichnung umgehend nachzuholen bzw. zu erneuern.

Begleitdokument:DaMaRIS-Liste
Deklarierung:gemäß Sicherheitsdatenblatt *)

*) Chemikalien in Originalverpackungen mit lesbarer Aufschrift benötigen keine zusätzliche Deklarierung.

Entsorgung kontaminierter Geräte

Mit Gefahrstoffen kontaminierte Geräte und Apparaturen können bei der Sonderabfallsammelstelle abgegeben werden.

Begleitdokument:Kontaminierte Geräte
Deklarierung:nicht erforderlich

Enthalten die zu entsorgenden Altgeräte radioaktive Stoffe, wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Norbert Kunze (Raum M 603, +49 7531 88-2007).