Geförderte Projekte 2023/24

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eine Person tippt in einem Laptop, das Erstellen von Dateien und Ordnern wird grafisch dargestellt
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Projekt: Digitale Aufzeichnung gentechnischer Arbeiten

Als Betreiber der auf dem Campus angesiedelten gentechnischen Anlagen steht die Universität Konstanz nach dem Gentechnikgesetz in der Pflicht, Aufzeichnungen über die gentechnischen Arbeiten zu führen und aufzubewahren. Die Aufzeichnungsführung selbst ist an der Universität Konstanz an den/die Projektleiter*in der jeweiligen gentechnischen Anlage delegiert. Bis dato werden die Aufzeichnungen noch überwiegend analog, d.h. in Papierform, geführt.

Eine standardisierte digitale Aufzeichnungsführung ist heute schon unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Neben handfesten Vorteilen, wie beispielsweise der Vereinheitlichung der Aufzeichnungen und einer leichteren und sichereren Archivierung dieser, gehen jedoch auch konkrete Gefahren mit einer digitalen Aufzeichnungsführung einher (z.B. Hackerangriff).

Ziel des Projekts ist es zu evaluieren, ob ein Umstieg auf eine digitale Aufzeichnungsführung zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist. Dazu sollen einerseits verschiedene Programme zur digitalen Aufzeichnungsführung evaluiert werden und andererseits bereits gemachte Erfahrungen anderer Universitäten und Forschungseinrichtungen hinsichtlich der Einführung einer digitalen Aufzeichnungsführung eingeholt werden. Für den Fall, dass ein Umstieg angezeigt sein sollte, soll ein Fahrplan für die Einführung einer digitalen Aufzeichnungsführung der gentechnischen Arbeiten an der Universität erstellt werden.

Das Projekt wird durchgeführt von Dr. Stefan Kreft (Stabsstelle Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Umweltschutz).


Ein Wissenschaftler steigt mit einer Leiter im Nervensystem herum
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Projekt: Exzellentes Kommunikationsdesign für exzellente Wissenschaft

Die Universität Konstanz steht für Spitzenforschung und exzellente Wissenschaft. Um diese Forschungsleistungen einem breiten Publikum zugänglich zu machen, ist eine qualitativ hochwertige Wissenschaftskommunikation unerlässlich. Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten für die Wissenschaftskommunikation und hat die Art und Weise verändert, wie Wissenschaftler*innen ihre Forschungsergebnisse visualisieren, teilen und mit der Öffentlichkeit interagieren.

Das Projekt umfasst die Ausarbeitung eines Konzepts, das in den Antrag für die nächste Exzellenzstrategie einfließen soll. Darüber sollen Ressourcen gewonnen werden, um die Dienstleistung der Visualisierung an der Universität über das Sachgebiet Audiovisuelle Medien etablieren zu können.

Die Nachfrage und der Bedarf an professionell erstellten Visualisierungen von Forschungsergebnissen an der Universität Konstanz ist hoch, denn sie können die Komplexität der Forschungsaussagen aufbrechen. So können professionell erstellte 3D-Grafiken gerade in den naturwissenschaftlichen Bereichen Zusammenhänge sichtbar und greifbar machen. Dadurch wird der Wissenstransfer über sämtlichen Medien unterstützt und erheblich gesteigert. Dies wird der Universität Konstanz ermöglichen, nicht nur die zukünftige Entwicklung in verschiedenen Forschungsgebieten, sondern auch die der visuellen Wissenschaftskommunikation exzellent zu prägen.

Das Projekt wird geleitet von Nadia Haji (Audio-Visuelle Medien, Wissenschaftliche Werkstätten).


ein Gefüge aus acht Würfeln mit Figuren darauf, in dem ein Platz leer ist, für den eine weitere Figur gesucht wird
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Projekt: Nachhaltiges Employer Branding

Um das Employer Branding der Universität Konstanz als attraktive Arbeitgeberin zu stärken und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, werden im Rahmen des Projekts die aktuellen Bewerbungsprozesse eruiert. Die sogenannte Candidate Experience (welches Bild bei Bewerbenden von der Universität erzeugt wird) wird ab dem Zeitpunkt des Bewerbungseingangs bis zur Vorbereitung vor dem Arbeitsantritt analysiert.

Die wichtigsten Berührungspunkte, die Bewerbende mit der Universität haben, sollen identifiziert werden. Hierzu werden die momentanen Vorgehensweisen und die Kommunikation während der Stellenbesetzung für wissenschaftsunterstützende Dienste an den verschiedenen Bereichen der Universität erkundet. Durch die Kontaktaufnahme zu verschiedenen Bewerbenden, sollen Kenntnisse darüber gewonnen werden, welche Erfahrungen sie während des Bewerbungsprozesses gemacht haben. Es werden nicht nur Bewerbende gefragt, die Stellenangebote annahmen, sondern auch Personen, die abgelehnt wurden oder ein Angebot ausschlugen. Dies soll bei der Ermittlung, wie die Universität als Arbeitgeberin wahrgenommen wird, helfen.

Die Sammlung und Berücksichtigung dieser Aspekte sollen der Optimierung der bislang bestehenden Bewerbungsprozesse dienen und außerdem helfen`, einen Leitfaden für ein standardisiertes Onboarding für neue Mitarbeitende entwickeln zu können. Dies soll als Entlastungsangebot für alle Bereiche der Universität angeboten werden können.

Das Projekt wird von Annegrit Reuter (Personalabteilung) geleitet, die eng mit verschiedenen Projektbeteiligten aus der Personalabteilung zusammenarbeitet.


In Bildschirm hält eine Trophäe hoch
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Projekt: Open Science Award

Open Science bedeutet, alle Bestandteile des wissenschaftlichen Prozesses offen zugänglich und nachnutzbar zu gestalten. Zu den Bereichen von Open Science zählen

  • Open Access (offener Zugang zu wissenschaftlichem Output)
  • Open Data (offene Forschungsdaten) und
  • Open Educational Resources (offene Lehrmaterialien).

Open Science trägt nicht nur dazu bei, Forschung zügig voranzutreiben und die Qualität wissenschaftlicher Praxis zu erhöhen, es begünstigt auch den Wissenstransfer in die Gesellschaft.

Die Universität Konstanz hat Open Science zu ihrem Leitgedanken erklärt und Open Science als wissenschaftliches Leistungsmerkmal in ihrer Open-Science-Policy fest verankert. Ein Preis (Open Science Award) soll in Zukunft einen Anreiz für Forschende schaffen, diesen Leitgedanken zu leben.

Ziel des Projekts ist ein Konzept, welches die Kernaspekte des Open Science Award festlegt und als Grundlage für die Umsetzung dient. In Zusammenarbeit mit den Abteilungen Kommunikation und Marketing sowie Forschungssupport werden Faktoren wie Bewerbungs- und Auswahlprozess, Dotierung des Preises sowie Häufigkeit und Rahmen der Preisverleihung ausgearbeitet. Als Mehrwert der perspektivischen Einführung über das Projekt hinaus für die Universität Konstanz schafft der Open Science Award Aufmerksamkeit für ein zentrales Zukunftsthema nach innen und außen.

Das Projekt wird geleitet von Karin Stork und unterstützt von Dr. Martina Benz und Dr. Sonja Kralj (alle Team Open Science, KIM).


Figuren mit verschiedenen Diversity-Merkmalen: Familien, Person im Rollstuhl
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Projekt: Teilzeitstudienmodelle exemplarisch für Informatik-Studiengänge

Die Studienpläne an der Universität Konstanz gehen von einem Vollzeitstudium aus – de facto studieren aber viele Studierende nicht in Vollzeit, aus unterschiedlichsten Gründen: Dazu gehören Erwerbstätigkeiten, familiäre Verpflichtungen wie die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen, Belastungen durch chronische Krankheiten und Behinderungen oder auch ein besonderes gesellschaftliches Engagement. Die Universität Konstanz hat sich deshalb im aktuellen Struktur- und Entwicklungsplan das Ziel gesetzt, die Einrichtung formeller Teilzeitstudiengänge zu prüfen, um das Studienangebot diversitygerechter zu gestalten, den Studienerfolg zu erhöhen und mehr Studieninteressierte zu erreichen.

Der Fachbereich Informatik und Informationswissenschaft hat ein besonderes Interesse daran, Teilzeitvarianten zu prüfen, da der Anteil an Studierenden, die sich hauptsächlich durch eigene Arbeit finanzieren, überdurchschnittlich hoch ist. Ziel des Projektes ist es deshalb, die Ausgestaltung von Teilzeitvarianten für den Bachelorstudiengang Informatik sowie den Masterstudiengang Computer and Information Science zu klären und vorzubereiten und damit für die Universität erste Erfahrungen zu Teilzeitstudiengängen zu sammeln, die dann auch auf andere Fächer und Abschlüsse übertragen werden können.

Die Herausforderungen dabei sind vielfältig. Es muss geklärt werden, ob sich für die Umsetzung eher eigene Teilzeitstudiengänge oder Teilzeitoptionen in bestehenden Studiengängen eignen, wie solche Modelle im Zentralen Einschreibe- und Studierendenportal (ZEuS) umgesetzt werden können, welche universitären Prozesse angepasst werden müssen und welche Auswirkungen die Teilzeitoptionen auf die Prüfungsordnungsgestaltung und die Lehrplanung im Fachbereich hat. Darüber hinaus müssen rechtliche Fragen zu Bafög, Visa, Krankenversicherung usw. betrachtet werden.

Diesen Herausforderungen stellen sich Dr. Melanie Seiß (Fachbereich Informatik und Informationswissenschaft), Andrea Ruhland und Elisabeth Natus (Team Campus- und Prüfungsmanagement, KIM) sowie Ruth Eades (Abteilung Studium und Lehre).