Universitätsangehörige sitzen in Reihen im Konzilsaal und hören Herrn Wiarda auf der Bühne zu.
Foto: Paulina Helmecke

Zukunft Lehre 2022

Der Tag der Lehre der Universität Konstanz - am 23. Juni 2022 im Konzil

Zukunft Lehre

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Lehrende und Studierende der Universität Konstanz,
sehr geehrte Damen und Herren,

durch die Corona-Pandemie sind wir alle in kürzester Zeit mit verschiedenen Aspekten der digitalen Lehre in Berührung gekommen. Gleichzeitig wurde uns der Stellenwert der Präsenzlehre deutlich. Wie soll im Lichte dieser Erfahrungen die Zukunft der Lehre an unserer Universität aussehen? Dieser Frage möchten wir an einem Tag der Lehre nachgehen.

Am 23. Juni 2022 möchten wir im Konstanzer Konzil über die Zukunft der Hochschullehre an unserer Universität sprechen. Themen wie Digitalisierung, Internationalisierung und Transferorientierung der Lehre, aber auch Individualisierung von Lernwegen und didaktische Aspekte stehen auf dem Programm. Neben einer Keynote sind Arbeitsgruppen und Postersessions geplant. Der Tag wird mit einem gemeinsamen Imbiss ausklingen.

Herzlich grüßt

Ihr Michael Stürner

Die Poster, die beim Tag der Lehre ausgestellt waren, sind hier in der Postergalerie zu finden. Die Aufzeichnung der Keynote und der abschließenden Podiumsdiskussion können Sie unter dem Link hier auf der Seite abrufen.

Agenda

VormittagFeedback in der Lehre: Die Lehrveranstaltungsevaluation als Feedback-Instrument“ für die Mitglieder der Studienkommissionen

ab 13.00 Uhr Ankunft; Mittagsimbiss; Postersession

14.00 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Katharina Holzinger, Prof. Dr. Michael Stürner

14.15 Uhr Keynote
Prof. Dr. Hanne Leth Andersen, Roskilde University, Dänemark

14.45 Uhr Plenumsdiskussion

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Workshops

17.15 Uhr Kaffeepause

17.30 Uhr Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Hanne Leth Andersen (Rektorin der Roskilde University, Dänemark)
Dr. Henrike Hartmann (Vorsitzende des Universitätsrates, Stellvertr. Generalsekretärin der VolkswagenStiftung und Leiterin der Förderabteilung)
Dr. Imke Buß (Referentin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)
Prof. Dr. Andreas Marx (Fachbereich Chemie)
Frederick Fritzsche (student. Senator und ALW-Mitglied)

18.30 Uhr Ausklang mit Snacks und Getränken

20.00 Uhr Ende der Tagung

Moderation: Jan-Martin Wiarda

Workshops

Workshop A: Miteinander reden. Wie kann der Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden gelingen?

Seit ihrer Gründung ist das Credo der Universität Konstanz kurze Wege und offene Türen. Wie gut gelingt der Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden? Was wünschen Sie sich gegenseitig in der Kommunikation? Welche Kanäle sind am effektivsten, um einen konstruktiven und wertschätzenden Austausch zu fördern? Darüber wollen wir mit Studierenden und Lehrenden sprechen. Es soll auch darum gehen, Missverständnisse offenzulegen und sich zu überlegen, wie die Kommunikation für beide Seiten gelingen kann.

Moderation: Berit Bethke (ZSB), Miriam Schwarzmaier (Lehrende FB Politik- und Verwaltungswissenschaft), Mirkan Alpaslan (Studierendenvertretung)

Workshop B: Lernräume und -umgebungen der Zukunft

In diesem Workshop diskutieren wir die Zukunft von Lernräumen und -umgebungen. Einleitend geben drei Lehrende mit kurzen Impulsreferaten Einblicke in zukunftsweisende und spannende Lehrformate, die sie umsetzen, und zeigen auf, welche Anforderungen daraus an Lernräume und -umgebungen entstehen. Anschließend wollen wir in die gemeinsame Diskussion mit den Teilnehmer*innen einsteigen.

Moderation: Prof. Dr. Bent Gebert, FB LKM; Dr. Anja Oberländer, KIM

Impulsreferate: Prof. Dr. Isabel Otto, FB LKM; Dr. Gillian Kiliani, FB Physik; Dr. Matthias Conrad, FB Wirtschaftswissenschaften

Workshop C: Studierende erfolgreich (digital unterstützt) aktivieren!

Studierenden wie Lehrenden fehlte in den digitalen Semestern vor allem die Interaktion und der Austausch in den Veranstaltungen, das spiegeln die Befragungen „Sag’s uns“ und die Lehrendenbefragung wider. Die online Semester haben ein Brennglas auf das gerichtet, was schon immer galt: Gute Lehre lebt vom Austausch und der Aktivität der Studierenden.

Im Workshop werden ausgewählte Methoden für die Aktivierung der Lernenden sowie Good-Practice-Beispiele aus verschiedenen Fachbereichen vorgestellt. Anschließend wollen wir uns gemeinsam über die bisherigen Erfahrungen in der Präsenzlehre als auch der digital gestützten Lehre austauschen und diskutieren, was wir für die kommenden Semester und die zukünftige Lehre an der Universität Konstanz mitnehmen können.

Moderation: Jessica Zipf und Sabrina Syskowski (Multiplikatorinnen im Projekt edu 4.0 – Digitalisierung in der Lehrerbildung)

Beiträge: Prof. Dr. Miriam Unterlass (FB Chemie), PD Dr. Jörg Noller (FB Philosophie), Dr. Johannes Fuchs (FB Informatik)

Workshop D: Microdegrees und Zertifikate als Werkzeuge zur Flexibilisierung und Individualisierung im universitären Studium

Microdegrees – Leistungsfeststellungsverfahren für modulare und individuelle; meist aus digitalen Lerneinheiten zusammengestellte oder durch digitale Lernangebote ergänzte Lernpfade, die zusätzlich zum oder in höherer Auflösung als das Studiengangs- und ECT-System angeboten werden - sind ein relativ neues Phänomen im Hochschulstudium in Deutschland. Von der EU Kommission als wichtiger Bestandteil der „European Universities Initiative“ im Rahmen der digitalen Transformation bezeichnet, werden Microdegrees im berufsbildenden Kontext international bereits intensiv erprobt und für die übergreifende Darstellung unterschiedlicher Phasen individueller Bildungswege weiterentwickelt. Einige Bundesländer haben mit Blick auf Microdegrees bereits Anpassungen im LHG vorgenommen, so etwa Bayern, das studienbegleitende universitäre Zertifikatsprogramme im Hochschulgesetz als „Zusatzstudien“ abbildet. In Baden-Württemberg steht ein solcher Schritt noch aus, wird aber konzeptionell nicht zuletzt mit der Einführung des Advanced Data and Information Literacy Track (ADILT), einem fachübergreifenden, studienbegleitenden Zertifikatsprogramm zur Daten- und Informationskompetenz an der Universität Konstanz seit 2020 vorangetrieben.

Wir laden Sie herzlich ein, bei diesem Workshop die Grundlagen zu diskutieren, um der HRK-Empfehlung an die Hochschulen zu folgen, sich proaktiv mit der Entwicklung von Microdegrees auseinanderzusetzen und ihr Potential für die Hochschullehre zu prüfen. Unser Fokus liegt dabei auf der Flexibilisierung von Studienverläufen und der Individualisierung von Studienschwerpunkten, auch mit Blick auf Bildungsgerechtigkeit und Inklusivität des Hochschulstudiums. Gemeinsam werden wir mögliche konkrete Anwendungsfelder für Microdegrees erarbeiten, wie etwa ihren Einsatz als Mittel zur Studiengangsbewerbung, als Brückenkurse und Gestaltung von Vorstudiumsphasen, Ressourcen für Selbstlernphasen, individualisierte Studieneingangsphasen und thematische Vertiefungen. Daneben wollen wir aber auch Schwierigkeiten bei der Umsetzung identifizieren. Eröffnet wird der Workshop mit einer Kurzdarstellung der Struktur und Zielsetzung des ADILT und weiterer Zertifikats-und Microdegreeprogramme sowie technischer und strategischer Fragen bereits in Entwicklung und Erprobung befindlicher Strukturen im universitären Studium, der wissenschaftlichen und der beruflichen Weiterbildung.

Gesprächspartner und Moderation: Prof. Dr. Michael Grossniklaus (Initiator IMP-Kontaktstudium und ADILT, Studiendekan während der Einführung der individualisierten Studieneingangsphase (ISE) in der Informatik); Veronika Pöhnl (Koordination ADILT und Modulare Lehrangebote) und Ulrich Wacker (Referat für Lebenslanges Lernen)

Workshop E: Wikis, Videos, Teamwork oder doch nur Multiple-Choice? - Prüfungen an der Universität Konstanz und ihre Entwicklungsmöglichkeiten

Prüfungsformen beeinflussen massiv, wie gelernt wird. Sie sollten daher ebenso hinterfragt und evaluiert werden, wie das Unterrichten während des Semesters. 
Einleitend stellen wir Ihnen in diesem Workshop den "state of the art" angewandter Prüfungsformen an der Universität Konstanz vor und geben einen Einlick in die "harten" Rahmenbedingungen für das Prüfen sowie die mit Prüfungen verbundenen didaktischen Ziele.
Wir wollen dann in unserem Workshop mit Ihnen über Fragen, wie " Was sollen Prüfungen leisten? Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es? Wie sieht eine gute Multiple-Choice-Klausur aus? Was kann von sehr alternativen Prüfungsformen gelernt oder (teil)-integriert werden?" diskutieren.
Vor dem Hintergrund der Pandemie bzw. allgemein hoher psychischer Belastung bei Studierenden möchten wir zudem darüber sprechen, welche Prüfungsformen Studierende in akuten Belastungssituationen dabei unterstützen könnten mit ihrem Studium fortzufahren.
Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und Ihre Erfahrungen.

Moderation: Prof. Dr. Christina Zuber (Studiendekanin am Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft) und Gioia Caruso (Studierende)

Referentinnen: Dr. Anna Vollert (Lehrentwicklung FB Politik- und Verwaltungswissenschaft), Anke Waldau (Academic Staff Development)

Workshop F: Lehre international: Mit digitalen Formaten zu internationalen Lehr- und Lernerfahrungen

Digitale Medien machen Lernen und Lehren orts- und zeitunabhängig und eröffnen der Internationalisierung in der Hochschullehre neue Perspektiven.

Durch den gezielten Einsatz digitaler Medien lassen sich virtuelle Mobilitätsformen und grenzüberschreitende Hochschulzusammenarbeit auch über das Ende der Pandemie hinaus realisieren. Digitale Formate ermöglichen es Studierenden wie Lehrenden, über den Tellerrand der eigenen Wissenschaftskultur zu schauen und internationale Lehr- und Lernerfahrungen zu sammeln.

Welche Potenziale bieten digitale Formate für die internationale Hochschulkooperation im Bereich der Lehre? Auf welchem Wege finde ich geeignete internationale Partner für mein Vorhaben? Und wer unterstützt mich an der Universität Konstanz?

Dies gemeinsam herauszuarbeiten wird Ziel dieses Workshops sein, der Impulsvorträge und Best practice Beispiele zusammenführt und Gelegenheit zum Austausch gibt.

Moderation: Dr. Susanne Brüggen (Academic Staff Development), Kathrin Ebel (Studierende, Praktikantin ERUA)

Speaker: Prof. Dr. Axel Kind (FB Wirtschaftswissenschaften), Dr. Renata von Maydell (FB LKM), Jonas Bornemann (FB Rechtswissenschaft), Dr. Johannes Dingler (International Office)

Workshop G: Transfer in der Lehre. Vom Drinnen und Draußen und dem Raum dazwischen

Transferprojekte in der Lehre durchzuführen, bedeutet, sich auf unbekanntes Terrain zu bewegen und das auch noch von Mal zu Mal neu. Wer im Transferformat unterrichtet, kooperiert grundsätzlich mit einem nicht-akademischen Partner - einem Museum, einem Theater, einer NGO, einem Verein oder auch einer Firma. Das birgt große Chancen für alle Beteiligte. Lehrende kommen raus aus dem Alltagstrott, Studierende erleben die Praxisrelevanz von Wissenschaft und externe Partner erhalten die Möglichkeit mit praktisch geschulten Köpfen neue Ideen auszuprobieren. Gleichzeitig ist Transfer eine mühsame Aufgabe: Transferprojekte in der Lehre kosten Geld, Zeit und Energie. Offene Forschungsfragen können auch mit ergebnis- und gewinnorientiertem Denken kollidieren. Und weder Studierende noch Lehrende erhalten eine angemessene Vergütung dieses Mehraufwands - keine zusätzlichen Credits, keine Deputatsverringerungen o.ä. Es ist also ein Risiko, Transferformate in der Lehre zu unterrichten?

Sarah Seidel (Literaturwissenschaftlerin) und Steffen Bogen (Kunstwissenschaftler) sind dieses Risiko schon öfters in unterschiedlichen Formen eingegangen und haben vor, das immer wieder zu tun. Im Workshop erklären sie anhand eigener Beispiele und Erfahrungen, warum. Dabei kommen auch Störungen, Irritationen und Pattsituationen zur Sprache. Gemeinsam mit den Workshopteilnehmer:innen soll ein Blick auf die Entwicklungsmöglichkeiten von Transfer in der Lehre an der Universität Konstanz geworfen werden.

Moderation: Dr. Sarah Seidel, Prof. Dr. Steffen Bogen

Workshop H: Nachhaltigkeit in der Lehre – Ein Workshop zur strategischen Verankerung nachhaltiger Konzepte in der Hochschullehre

Das Thema Nachhaltigkeit ist heute in allen Lebensbereichen von herausragender Wichtigkeit. Auch im Bereich Bildung wird zunehmend ein stärkerer Fokus auf Lehrveranstaltungen mit Nachhaltigkeitsbezug gelegt. An der Universität Konstanz gibt es verschiedene Projekte im Bereich Nachhaltigkeit und Lehre. Der hier angebotene Workshop legt einen Fokus auf die Weiterentwicklung dieser Projekte, die sich thematisch alle mit dem großen Themenfeld Nachhaltigkeit befassen. Aufgeteilt in drei Phasen – Inputphase, Gruppenarbeitsphase und Diskussionsphase – verfolgt der Workshop das Ziel verschiedene Konzepte zu vergleichen, Lösungen für Themen wie Digitalisierung und Internationalisierung in der Lehre zu finden sowie allgemein das Thema Nachhaltigkeit noch mehr in der Hochschullehre zu verankern. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit in der Gruppenarbeitsphase, unterstützt von einem Moderatorenteam, neue Ideen und Konzepte zu diskutieren sowie bestehende Projekte weiterzuentwickeln und neue Anstöße im Bereich Lehre und Nachhaltigkeit zu geben.

Moderation: Luisa Hoffmann (Referentin für Lehrentwicklung „Nachhaltigkeit“), Alessa Schmitt (student. Sprecherin AG Nachhaltige Entwicklung; Koordination Green Office), Dr. Hilmar Hofmann (Leiter Stabsstelle Nachhaltigkeit)