MiK-Café im Wintersemester 2022/2023

Die Mittelbauinitiative lädt ein zum Austausch in lockerer Kaffeerunde!

Das MiK-Café findet während des Semesters alle drei Wochen (im Wechsel mittwochs oder donnerstags) statt und dient dem Austausch im Mittelbau.

Das letzte MiK-Café im Wintersemester 2022/2023 ist am 02.02.2023 von 15.15 bis 16.15 Uhr in M1001.

Eine online-Zuschaltung ist grundsätzlich möglich.

Alle sind herzlich willkommen!

#ICHBINHANNA - PREKÄRE WISSENSCHAFT IN DEUTSCHLAND

Kooperationsveranstaltung der vhs und der Mittelbauinitiative der Universität Konstanz

Referentin: Kristin Eichhorn

Datum: Di, 14.02.2023, 17.00-18.30 Uhr

Veranstaltungsort: Universität Konstanz, Raum A702

Seit 2007 prekarisiert das Wissenschaftszeitvertragsgesetz Arbeitsbedingungen und Berufsaussichten des akademischen Mittelbaus: Das Gros der Wissenschaftler:innen hangelt sich von einem befristeten Job zum nächsten, und wer nach zwölf Jahren keine feste Stelle hat, fällt endgültig aus dem System heraus.

Als 2021 ein Video des Forschungsministeriums in den Fokus gerät, in dem am Beispiel der fiktiven Biologin »Hanna« die vermeintlichen Vorzüge des Gesetzes gepriesen werden, lancieren Amrei Bahr, Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon den Hashtag #IchBinHanna. Binnen weniger Stunden machen zahllose Wissenschaftler:innen ihrem Ärger Luft. Sie schildern die Auswirkungen der Prekarität auf ihr Leben, berichten von Überlastung und Depressionen. Die Medien greifen das Thema auf, und »Hanna« schafft es wenig später sogar in den Bundestag. 2022 erscheint die Streitschrift "#IchBinHanna. Prekäre Wissenschaft in Deutschland" von Amrei Bahr, Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon.

Kristin Eichhorn legt im Gespräch mit dem Konstanzer Philosophen Stefan Fischer dar, welche Folgen das »WissZeitVG« für Forschende und Studierende, aber auch für den Wissenschaftsstandort Deutschland und unsere Gesellschaft insgesamt hat. Sie resümiert die Erfahrungsberichte unter #IchBinHanna und präsentiert die Forderungen für bessere Arbeitsbedingungen in Forschung und Lehre.

Qualifizierungsbefristung: Rahmenbedingungen und Möglichkeiten

Mittwoch, 18. Januar 2023 von 15.00 bis 17.00 Uhr, Online

Wer kennt das nicht: befristete Verträge; eine Karriereplanung ist schwer möglich; ständig muss man sich die eigene Stelle schaffen, obwohl man doch gerade erst mit einem Projekt angefangen hat. Qualifizierungstätigkeiten, für die man eigentlich angestellt wurde, bleiben häufig auf der Strecke. Der Alltag des Mittelbaus an deutschen Hochschulen sieht so aus: 81 Prozent aller wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Hochschulen sind befristet beschäftigt – mit einer durchschnittlichen Vertragslaufzeit von 18 Monaten! Das 2007 in Kraft getretene und 2016 novellierte Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) legitimiert diese hemmungslose Befristungspraxis an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die auch die eigene Arbeit an der Qualifizierung vor erhebliche Probleme stellt.

Doch wie sieht die Realität aus? Finden gesetzlich verankerte Qualifizierungen - grundsätzlich ja etwas Positives - auch tatsächlich statt? Wie steht es um unsere Rechte?

Konstanze Hügel, langjähriges HPR Mitglied und der Hochschulrechtsexperte Simon Pschorr geben euch einen Einblick in die Rahmenbedingungen von Befristungen und Möglichkeiten zur Entfristung und stehen euch auch für Fragen zur Verfügung.

Wir freuen uns auf euer Kommen! Die Zugangsdaten erhaltet ihr auf Anfrage bei Kathrin Leipold (kathrin.leipold@uni-konstanz.de).

Moderation: Dr. Kathrin Leipold, Mitglied der Fachgruppe Hochschule und Forschung der GEW Baden-Württemberg sowie der Mittelbauinitiative Konstanz

Stammtisch der ver.di Betriebsgruppe

Donnerstag, 24. November 2022 um 18:30 Uhr

Die verdi.Betriebsgruppe lädt am 24.11.2022 um 18:30 Uhr zu einem Stammtisch in das Constanzer Wirtshaus ein!

Endlich entfristet?! – Diskussion über die Möglichkeiten eines Wissenschaftsentfristungsgesetzes

Mittwoch, 23. November von 17.00 bis 18.45 Uhr, Online

Wer kennt das nicht: befristete Verträge, eine Karriereplanung ist schwer möglich, ständig muss man sich die eigene Stelle schaffen, obwohl man doch gerade erst mit einem Projekt angefangen hat. Die Realität des Mittelbaus an deutschen Universitäten sieht so aus: 84 Prozent aller wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten sind befristet beschäftigt – mit einer durchschnittlichen Vertragslaufzeit von 18 Monaten! Das 2007 in Kraft getretene Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) legitimiert diese hemmungslose Befristungspraxis an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Doch nun hat sich die Koalition aus SPD, Grünen und FDP in ihrem Koalitionsvertrag vorgenommen, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) zu reformieren. Wie steht es derzeit um die Möglichkeiten eines Wissenschaftsentfristungsgesetzes?! Und wie kann dies die Arbeitsrealitäten an Hochschulen in Baden-Württemberg verbessern?

Wir laden euch herzlich ein, mit uns zu diskutieren: Dr. Andreas Keller / Stefani Sonntag von der GEW Bundesgeschäftsstelle und Dr. Lina Seitzl (MdB, SPD), Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Bundes stehen euch Rede und Antwort! Vorgestellt wird der aktuelle Stand der Dinge zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) sowie der GEW-Gesetzentwurf für ein Wissenschaftsentfristungsgesetz (WissEntfristG).

Wir freuen uns auf euer Kommen! Die Zugangsdaten erhaltet ihr auf Anfrage bei Kathrin Leipold (kathrin.leipold@uni-konstanz.de).

Host: Dr. Kathrin Leipold, Mitglied der Fachgruppe Hochschule und Forschung der GEW Baden- Württemberg sowie der Mittelbauinitiative Konstanz
Moderation: Marco Unger, Mitglied der Fachgruppe Hochschule und Forschung der GEW Baden- Württemberg

Petition "Dauerstellen für Daueraufgaben" der GEW

Wir möchten euch auf die Petition "Dauerstellen für Daueraufgaben" der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aufmerksam machen, die aktuell noch unterzeichnet werden kann: https://www.gew.de/dauerstellen/petition-unterzeichnen/

Diskussionspapier "Personalmodelle für Universitäten in Deutschland" des NGAWiss

Das Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) hat ein Diskussionspapier zum Thema "Personalmodelle für Universitäten in Deutschland. Alternativen zur prekären Beschäftigung" verfasst: https://mittelbau.net/diskussionspapier-personalmodelle/.

Dieses wollen wir u.a. beim MiK-Café am 13.01.2021 diskutieren - herzliche Einladung! Für mehr Informationen zum MiK-Café siehe oben.

Mehr Informationen zum Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) gibt es hier: https://mittelbau.net/