Viele Forscher – viele Sprachen – ein Netzwerk

Presseinformation Nr. 6 vom 17. Januar 2014

Eröffnung des neuen Zentrums für Mehrsprachigkeit an der Universität Konstanz

Am Freitag, 24. Januar 2014, wird um 18 Uhr im Ratssaal des Konstanzer Rathauses das neue Zentrum für Mehrsprachigkeit feierlich eröffnet. Die Bedeutung der Veranstaltung für die Universität und die Stadt Konstanz sowie für Baden-Württemberg wird durch zahlreiche namhafte Redner unterstrichen: Der Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten in Baden-Württemberg, Peter Friedrich, Kultur- und Sozial-Bürgermeister Dr. Andreas Osner, der Prorektor für Lehre der Universität Konstanz, Prof. Matthias Armgardt, und die Gründerin von ilingualism Matters – der Vorbild-Einrichtung für das neue Zentrum –, aus Edinburgh, Prof. Antonella Sorace, werden anwesend sein. Weitere Redebeiträge folgen durch die Integrationsbeauftragte der Stadt Konstanz, Elke Cybulla, den Abteilungsleiter Bildung der Baden-Württemberg Stiftung, Dr. Andreas Weber, den Direktor des Zukunftskollegs an der Universität Konstanz, Prof. Giovanni Galizia, sowie die Initiatorin des neuen Zentrums für Mehrsprachigkeit Prof. Janet Grijzenhout und die Direktorin Dr. Tanja Rinker.

Das neue Zentrum für Mehrsprachigkeit ist Teil des internationalen Netzwerkes Bilingualism Matters, in dem sich eine Gruppe von Forscherinnen und Forschern der Universität Edinburgh, Schottland, zusammengeschlossen hat, die sich mit Sprachentwicklung und Zweisprachigkeit von Kindern und Erwachsenen befassen. Ziel ist es, eine Brücke zu schlagen zwischen Forschung und Gesellschaft – zweisprachigen Familien, Erziehern und politischen Entscheidungsträgern –, damit immer mehr Kinder die Vorteile der Zweisprachigkeit erfahren können. Und das ist auch das Ziel, das Tanja Rinker, Sprachwissenschaftlerin und Fellow am Zukunftskolleg der Universität Konstanz, und Janet Grijzenhout, Professorin für Anglistische Sprachwissenschaft und Leiterin des Babysprachlabors an der Universität Konstanz, verfolgen. In einer interdisziplinären Zusammenarbeit soll einerseits ein universitätsweites Netzwerk zum Thema Mehrsprachigkeit aufgebaut werden, andererseits sollen durch Veranstaltungen und Workshops an Schulen und Kindergärten wissenschaftliche Ergebnisse in die Öffentlichkeit getragen werden. „Dabei verstehen wir uns aber nicht als ein reines Dienstleistungszentrum, sondern versprechen uns gerade durch den engen Kontakt mit der Praxis wichtige Impulse für unsere Forschungsarbeit, die im Idealfall zu Synergieeffekten zwischen verschiedenen Fachbereichen führen“, erläutert Janet Grijzenhout.

Laut Tanja Rinker gibt es an der Universität Konstanz unterschiedliche Forschungsvorhaben im Bereich Zwei- und Mehrsprachigkeit sowie Migration. Sie selbst ist beispielsweise Teil einer Arbeitsgruppe zum Thema „Diversity“, die sich mit der Vermittlung von Inhalten über Mehrsprachigkeit im Lehramtsstudium befasst. Janet Grijzenhout ist an einem EU-Projekt „Advancing the European Multilingual Experience“ (AThEME) zum Thema „Heritage languages and language users in the EU“ beteiligt. Die Idee, ein Zentrum für Mehrsprachigkeit zu gründen, kommt aus diesem Projekt. „Im Zentrum für Mehrsprachigkeit sollen idealerweise diese Fäden zusammenlaufen und Informationen gebündelt werden“, erklärt Tanja Rinker. „Zudem möchten wir deutlich machen, wer an der Universität zu Mehrsprachigkeit forscht und in welchem Bereich. Außerdem möchten wir nach außen ein Zeichen geben, dass die Uni sich mit diesen Inhalten befasst und eben nicht nur auf einer sehr speziellen und theoretischen Ebene, sondern so, dass auch Schulen, Eltern oder Studierende etwas davon haben.“ Die Sprachwissenschaftlerin freut sich auch über die neue Aufgabe, Direktorin des Konstanzer Zentrums zu werden: „Es ist wirklich eine schöne Aufgabe und alles, was ich bisher gemacht habe, passt gut da rein.“

Damit sich das neue Zentrum in Konstanz verorten kann und zudem an der Universität sichtbar ist, hat das Zukunftskolleg Tanja Rinker und dem Zentrum für Mehrsprachigkeit einen eigenen Raum zur Verfügung gestellt, der als Anlaufpunkt für Anfragen von Interessenten gilt und in dem sich die Wissenschaftler zum Austausch treffen können.

Eine eigene Webseite wird direkt nach der Eröffnung freigeschaltet werden unter: www.mehrsprachigkeit.uni-konstanz.de

Hinweis an die Redaktionen:
Die Eröffnungsveranstaltung wird am Freitag, 24. Januar 2014, ab 18 Uhr im Ratssaal des Konstanzer Rathauses stattfinden und ist öffentlich. Um eine Anmeldung wird gebeten unter mehrsprachigkeit@uni-konstanz.de