Unspalsh: William Hook

Leitlinien für nachhaltiges Reisen

Flugreisen-Policy/Air Travel Policy (ATP) der Universität Konstanz

Wir streben langfristig eine möglichst klimaneutrale Mobilitätskultur an.
Prof. Dr. Christine Peter, Prorektorin für Nachhaltigkeit, Information und Kommunikation (CIO) der Universität Konstanz

Im Zuge ihrer Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung hat die Universität Konstanz eine Air Travel Policy auf den Weg gebracht. Darin verpflichtet sich die Universität, die Treibhausgas-Emissionen aus Flugreisen ihrer Universitätsmitglieder dauerhaft zu reduzieren.Bereits im ersten Jahr nach Ende der Corona-Pandemie möchte die Universität die Emissionen aus ihren Flugreisen signifikant gegenüber den Jahren 2017 bis 2019 (den Vergleichswerten vor der Corona-Pandemie) verringern – ohne den wissenschaftlichen Austausch einzuschränken. In dem genannten Zeitraum verursachten dienstlich veranlasste Flugreisen aller Angehörigen der Universität Konstanz (wissenschaftlich und wissenschaftsunterstützende Beschäftigte) rund ein Drittel der THG-Emissionen aus dem Betrieb (Elektroenergie und Wärme) der Universität. Zusammen mit ihrer Air Travel Policy (ATP) leitet die Universität daher verbindliche Leitlinien und ein Maßnahmenpaket ein, um die Emissionen aus ihren Flugreisen zu verringern.

Leitlinien und Maßnahmen

In ihrer Air Travel Policy formuliert die Universität Konstanz Leitlinien, Ziele und Maßnahmen, um klimaschadliche Flugreisen deutlich zu reduzieren. Deren Anzahl ist gerade in den letzten Jahren vor der Pandemie stark angestiegen, und sie machen einen beachtlichen Teil der universitären Treibhausgas-Emissionen aus. Bereits im ersten Jahr nach Ende der Corona-Pandemie möchte die Universität die Emissionen aus Flugreisen um mindestens ein Drittel gegenüber den Jahren 2017 bis 2019 (den Vergleichswerten vor der Corona-Pandemie) verringern.

Um die Klimaziele ihrer Air Travel Policy zu erreichen, setzt die Universität Konstanz an mehreren Stellen an: Im Rahmen der E-Science-Strategie baut sie ihre Infrastrukturen für digitale Kommunikationsformate kontinuierlich aus, um den Universitätsmitgliedern gute Alternativen zu Präsenzveranstaltungen zu bieten. Die durch die Corona-Pandemie ausgeweiteten virtuellen Formate sollen beibehalten werden und einige Konferenzen künftig in hybrider Form veranstaltet werden: als Kombination aus Präsenzveranstaltung und digitaler Teilnahme. Flugreisen weden dann nicht mehr zwingend erforderlich sein. Wo Reisen erforderlich sind, berät und ermutigt die Universität ihre Mitglieder zu einer ökologischen Reiseplanung.

„Wissenschaftlicher Austausch ist heute nicht mehr an Reisen gebunden. Digitale und hybride Veranstaltungsformate machen es uns inzwischen möglich, an internationalen Forschungskonferenzen teilzunehmen, ohne ins Flugzeug steigen zu müssen. Dadurch werden nicht nur Emissionen reduziert, sondern auch Zeit und Kosten gespart. Zugleich werden auch Barrieren zur Teilnahme an weit entfernten Konferenzen abgebaut,“ so Prof. Dr. Christine Peter.

Begleitendes Projekt: „Umweltfreundliches Dienstreisemanagement an Hochschulen (Flying Less)“

Projektleitung: Dr. Susann Görlinger, ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg
Partnerinstitution: TdLab Geographie am Geographischen Institut der Universität Heidelberg

Durch die aktive Beteiligung der Universität Konstanz an dem Projekt erhoffen wir uns Impulse für die Weiterentwicklung der vom Senat der Universität Konstanz verabschiedeten und vom Rektorat zur Umsetzung beauftragten ATP, sowie Unterstützung bei der Implementierung (Prozessentwicklung und strukturelle Verankerung) in enger Absprache mit den entsprechenden Gremien und Statusgruppen der Universität.

MitarbeiterInnen, die mehr über die Umsetzungsplanung der ATP wissen oder im Team mitgestalten wollen, melden sich bitte oben rechts über das Personen-Icon mit Ihrem Universitätsaccount auf der Website an oder schreiben an nachhaltigkeit@uni.kn.