Transferfrühstück

Wann
Dienstag, 19. Dezember 2017
09.00 – 10.00 Uhr

Wo
K7, Universität Konstanz

Veranstalter
Projekt "Transfer Lehre"

Bei Kaffee und Croissants stellen sich an vier Terminen im Wintersemester, jeweils 9 bis 10 Uhr, auf K7 Transferprojekte vor. Dabei werden stets VertreterInnen aller beteiligten Akteursgruppen anwesend sein: Lehrende, Studierende und externe Partner.

Transferprojekt „szenisches Lernen“

Das Seminar „szenisches Lernen“ für Lehramtsstudierende ist ein Lehr-Lernangebot in Kooperation zwischen der Binational School of Education / Fachdidaktik Deutsch, dem SQ-Zentrum und Gymnasien in Konstanz. Ein zentraler Bestandteil ist zudem die Zusammenarbeit mit Ina Annett Keppel, einer theaterpraktisch- und pädagogisch erfahrenen Regisseurin aus dem professionellen Theaterbetrieb. Die zentrale Ausgangsfrage der Veranstaltung lautet: Wie können Methoden aus dem Bereich des Theaters dazu beitragen, Lernprozesse so zu gestalten, dass sie für Schülerinnen und Schüler zugleich motivierend und erkenntnisfördernd sind? Die Beantwortung dieser Frage soll zukünftige Lehrerinnen und Lehrer für einen Unterricht begeistern, der neben die unerlässliche analytisch-kognitive Ausrichtung eine multisensorische Erfassung von Lerngegenständen treten lässt. Das methodische Repertoire im Bereich des „szenischen Lernens“ umfasst u.a. das Entwickeln von Szenen und szenischen Collagen (auch mit chorischen Elementen und dem Einsatz von Musik), die produktive Gestaltung und Aneignung von (theatral inspirierten) Räumen, aber auch die Erprobung neuerer Formate, wie etwa die „Lecture Performance“, bei der Schülerinnen und Schüler – nach dem Prinzip „Lernen durch Lehren“ – erlerntes Wissen in einer Mischung aus Präsentation und szenischer Darstellung zur Aufführung bringen. Die Lehrveranstaltung besteht aus einem zweitägigen Workshop (Erarbeitung theoretischer Grundlagen und Erprobung von Methoden) und einer Praxisphase an einer BISE-Partnerschule (Durchführung selbständiger konzipierter Unterrichtseinheiten in studentischen Tandems), bevor die Erfahrungen in einer abschließenden Runde gemeinsam – ebenfalls in szenischer Form – evaluiert werden.

Christian Heigel, Jg. 1979, ist Gymnasiallehrer für Deutsch, Englisch und Darstellendes Spiel und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Fachdidaktik Deutsch an der Universität Konstanz. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Wechselbeziehungen zwischen Literatur, bildender Kunst und Musik, Theaterästhetik- und -didaktik, szenisches Lernen. Neben die theoretische tritt die praktische Beschäftigung mit dem Theater: als freiberuflicher Mitarbeiter in der theaterpädagogischen Sparte des Theaters Freiburg sowie als Spielleiter und Performer in verschiedenen Theaterproduktionen mit Menschen unterschiedlicher Altersklassen.