FAQ

Wer war am Bebauungsplanverfahren beteiligt?

Das Bebauungsplanverfahren lag in den Händen der Stadt Konstanz. Die Planung erfolgte durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Konstanz, sowie das Planungsbüro Die LandschaftsArchitekten Bittkau-Bartfelder + Ingenieure GbR (Wiesbaden) in enger Abstimmung mit der Universität Konstanz. Von Anfang an wurden die Naturschutzverbände, die städtischen Einrichtungen und weitere Träger öffentlicher Belange in das Bebauungsplanverfahren einbezogen. Das öffentliche Beteiligungsverfahren ermöglichte allen Bürgerinnen und Bürgern, sich in den Bebauungsplanentwurf einzubringen.

Zu den beteiligten Verbänden, Einrichtungen und weiteren Trägern öffentlicher Belange zählten unter anderem:

  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
  • Naturschutzbund Deutschland (NABU)
  • Regierungspräsidium Freiburg (Naturschutz, Forstdirektion, Raumordnung)
  • Landratsamt Konstanz (Forstverwaltung, Naturschutz, Wasserrecht, Gewerbeaufsicht, Kreisarchäologie)
  • Landesdenkmalpflege
  • Stadtwerke Konstanz (Energienetze, Busbetriebe)
  • Entsorgungsbetriebe Konstanz
  • Polizeidirektion Konstanz
  • Feuerwehr Konstanz
  • Handwerkskammer Konstanz
  • Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee (IHK)
  • Wirtschaftsförderung Konstanz

Wie wurde der Umweltschutz berücksichtigt?

Umweltschutzrichtlinien hatten bei dem Bebauungsplanverfahren der Universität Konstanz einen zentralen Stellenwert. Bei der Umsetzung der Baumaßnahmen orientierte sich der Landesbetrieb Vermögen und Bau, Amt Konstanz, am Energie- und Klimaschutzkonzept für landeseigene Liegenschaften der Landesregierung Baden-Württemberg.

Die Naturschutzverbände wurden von Anfang an in das Bebauungsplanverfahren einbezogen. Eine besondere Rolle spielte das Naturschutzgebiet, in dessen Nachbarschaft die Universität Konstanz und die vorgesehenen neuen Bauflächen liegen. Der Campus ist eingebettet in den Grünzug Lorettowald, Hockgraben und Universitätswald. Diese Umgebung unterliegt unterschiedlichen Schutzkategorien, die die Rahmenbedingungen des Bebauungsplanverfahrens vorgeben. Bereits frühzeitig wurde eine umfangreiche Bestandserhebung und Bewertung der Flora und Fauna durchgeführt. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurde eine Raumwiderstandskarte erstellt, welche die möglichen Entwicklungsräume in Bezug auf Umwelt- und Artenschutz aufzeigt.

Primäres Ziel ist, Eingriffe in den hochwertigen Naturraum so gering wie möglich zu halten. So ist die bauliche Entwicklung vorwiegend auf bereits asphaltierten bzw. bebauten Flächen (darunter die Parkflächen Nord und Süd) vorgesehen. Ein Großteil der neuen Baufläche wird somit auf bereits versiegelter Fläche entstehen.

Die Universität Konstanz ist ein grüner Campus und es ist ihr ein wichtiges Anliegen, auch bei ihrer künftigen baulichen Entwicklung ihre nachhaltige und grüne Raumgestaltung fortzuführen.

Welche Parkkonzepte sind in Planung?

Der neue Bebauungsplan schließt die Flächen des Parkplatzes Nord und des Parkhauses Süd mit ein. Der Masterplan und die ihm vorausgehenden Umweltprüfungen identifizierten diese Areale als maßgebliche bauliche Erweiterungsflächen für die Universität. Nach dem ersten Bauabschnitt im Bereich des Werkstattgebäudes W ist der zweite Bauabschnitt auf den Flächen des Parkplatzes Nord vorgesehen. Der dritte Bauabschnitt ist für den Bereich des Parkhauses Süd geplant.

Selbstverständlich wird ein ausreichender Ersatz für die bebauten Parkflächen geschaffen werden. Im Zuge des Mobilitätskonzeptes wird auch ein neues Parkkonzept erarbeitet. Mehrere Optionen werden gegenwärtig geprüft: Der Masterplan schlägt eine Überbauung der Parkflächen vor (Parkflächen in der untersten Etage der entstehenden Gebäude, was insbesondere durch die Hanglage begünstigt wird). Ebenso denkbar wären weitere Konzepte wie beispielsweise ein Park-and-Ride-Konzept. Das zukünftige Parkkonzept wird gemeinsam mit dem konkreten Bebauungskonzept der Parkplatzflächen vorgestellt werden; wir werden Sie frühzeitig über diese und alle weiteren Planungen informieren.

Hinweis: Die Universität Konstanz möchte generell Anreize für eine umweltfreundliche, autofreie Anreise setzen und wird auch in Zukunft Konzepte für alternative Verkehrsmittel weiter ausbauen. Selbstverständlich werden in der baulichen Weiterentwicklung der Universität aber auch ausreichend Parkflächen für Pkw berücksichtigt.

Zahlen und Fakten

  • Neuer Bebauungsplan für die bauliche Weiterentwicklung der Universität Konstanz (Planungshorizont bis 2060). Am 27. Januar 2022 vom Gemeinderat der Stadt Konstanz beschlossen.
  • Änderung des bisherigen Bebauungsplans aus dem Jahr 1969
  • Zusätzlicher Flächenbedarf bis 2060 in Höhe von rund 55.000 Quadratmetern (bei einer bestehenden Nutzfläche von rund 120.000 Quadratmetern)
  • Drei geplante Bauabschnitte nach Masterplan: Erster Abschnitt im Bereich um das Werkstattgebäude W. Zweiter Bauabschnitt auf der Fläche des Parkplatzes Nord. Dritter Bauabschnitt im Areal des Parkhauses Süd.