Wo soll gebaut werden? Flächen des geplanten und des bestehenden Bebauungsplans

Im Bebauungsplanverfahren geht es in erster Linie um eine langfristige Flächenplanung. Die Stadt Konstanz teilt der Universität Flächen zu, die in den kommenden Jahrzehnten für Universitätsbauten zur Verfügung stehen werden. Das Bebauungsplanverfahren behandelt folglich die Frage, wo künftig gebaut werden kann. Die Grundlage hierfür bilden der Masterplan (städtebauliches Entwicklungskonzept) und die vorausgehenden Naturschutzprüfungen.

Die Flächen des geplanten und bestehenden Bebauungsplans im Vergleich (interaktive Grafik)

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Die neuen Flächen werden in den kommenden vier Jahrzenten genutzt, um zukunftsweisende wissenschaftliche Schwerpunktprojekte in Konstanz verwirklichen zu können – zum Beispiel profilbildende Großprojekte im Rahmen der Exzellenzstrategie, neue Sonderforschungsbereiche und weitere Verbundforschungsprojekte, Forschungsvorhaben mit spezialisierter Infrastruktur sowie auch infrastrukturelle Rahmenbedingungen für moderne Lehre. Diese inhaltliche und bauliche Weiterentwicklung der Universität wird in gleichen Maßen zur Standortentwicklungen der Stadt Konstanz beitragen und Arbeitsplätze schaffen.

Drei Bauabschnitte

Die neuen Bauten sollen gemäß Masterplan in drei Bauabschnitten im Westen des Campus entstehen. Der erste Bauabschnitt (voraussichtlich ab 2022) ist für den Bereich um das Werkstattgebäude W geplant. Der zweite Bauabschnitt (bis 2030) ist auf der Fläche des Parkplatzes Nord vorgesehen. Für den dritten Bauabschnitt (bis 2060) ist das Areal des Parkhauses Süd vorgesehen. Weiteres Entwicklungspotenzial besteht in Richtung des Heizwerkes. Diese baulichen Entwicklungsflächen wurden im Rahmen des Masterplanverfahrens in Einklang mit den vorausgehenden Umweltprüfungen identifiziert. Ein entscheidendes Kriterium war dabei, Eingriffe in den hochwertigen Naturraum auf dem Gießberg so gering wie möglich zu halten. So sind als Erweiterungsflächen vorwiegend Areale wie die erwähnten Parkflächen vorgesehen, die bereits asphaltiert bzw. bebaut sind, so dass ein Großteil der neuen Baufläche auf bereits versiegelter Fläche entstehen wird.

Verkehrsanbindung und autofreier zentraler Campusbereich

Darüber hinaus sieht der Masterplan eine neue Verkehrsführung der Busschleife vor, um die neuen Universitätsgebäude an den Öffentlichen Personennahverkehr anzubinden und im selben Zug den zentralen Campusbereich von Verkehr zu entlasten. Ein autofreier Campusbereich soll im Gebiet des derzeitigen Hauptzugangs der Universität entstehen (auf der Fläche zwischen den Gebäuden W, R, V und A). Bis Herbst 2019 wird ein Mobilitätskonzept für die verbesserte Verkehrsanbindung der Universität und Verkehrsführung auf dem Campus erarbeitet. Dieses Mobilitätskonzept wird auch die Grundlage für ein neues Parkkonzept bilden, das unter anderem Ersatzflächen für die in den Bauabschnitten 2 und 3 bebauten Parkflächen schaffen wird.