Warum benötigt die Universität Konstanz einen neuen Bebauungsplan?

Die Universität Konstanz hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1966 kontinuierlich weiterentwickelt. Diese Weiterentwicklung ihres Profils in Forschung und Lehre erfolgte Seite an Seite mit einer baulichen Ausgestaltung ihres Campus. Seit ihrer Grundsteinlegung entstand auf dem Gießberg eine Vielzahl an Forschungsinfrastrukturen, an Hörsälen und Seminarräumen sowie an wissenschaftsunterstützenden Einrichtungen. Der Campus, der ursprünglich für 3.000 Personen vorgesehen war, wird aktuell von über 13.600 Personen (11.300 Studierende, 2.300 Beschäftigte sowie zahlreiche Gäste) genutzt.


Das räumliche Entwicklungspotenzial des ersten und noch gültigen Bebauungsplans aus dem Jahr 1969 wird mit den aktuellen Bauprojekten – dem „Centre for Visual Computing of Collectives“ und dem in Planung stehenden Hörsaal-, Seminar- und Bürogebäude – im Jahr 2019 nahezu vollständig ausgeschöpft. Damit die Entwicklung der Universität Konstanz nicht durch räumliche Begrenzung eingeschränkt wird, wurde frühzeitig mit der Planung der Änderung des Bebauungsplans begonnen.

Da Bebauungsplanverfahren und die dafür erforderlichen Prüfungen (unter anderem in den Bereichen Natur- und Denkmalschutz, Verkehrskonzepte etc.) sehr aufwändig sind, wurde das Verfahren zur Erweiterung des Bebauungsplans für die Universität Konstanz mit einem langfristigen Blick angelegt: Das bereits 2011 eröffnete Verfahren der Stadt Konstanz soll einen baulichen Entwicklungshorizont der Universität bis 2060 geben. Dies bedeutet nicht nur Entwicklungspotenzial für die Wissenschaft, sondern auch für einen zentralen Innovationsfaktor der Bodenseeregion und die zugleich größte Arbeitgeberin der Stadt Konstanz. Mit ihrer baulichen Erweiterung möchte die Universität Konstanz bereits heute die Rahmenbedingungen schaffen, um auch in den kommenden Jahrzehnten ihre international führende Rolle in der Wissenschaft weiter ausbauen zu können und den Standort Konstanz weiter zu stärken.