FAQ

Wer ist am Bebauungsplanverfahren beteiligt?

Das Bebauungsplanverfahren liegt in den Händen der Stadt Konstanz. Die Planung erfolgt durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Konstanz, sowie das Planungsbüro Die LandschaftsArchitekten Bittkau-Bartfelder + Ingenieure GbR (Wiesbaden) in enger Abstimmung mit der Universität Konstanz. Von Anfang an wurden die Naturschutzverbände, die städtischen Einrichtungen und weitere Träger öffentlicher Belange in das Bebauungsplanverfahren einbezogen. Das öffentliche Beteiligungsverfahren ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern, sich in den Bebauungsplanentwurf einzubringen.

Zu den beteiligten Verbänden, Einrichtungen und weiteren Trägern öffentlicher Belange zählen unter anderem:

  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
  • Naturschutzbund Deutschland (NABU)
  • Regierungspräsidium Freiburg (Naturschutz, Forstdirektion, Raumordnung)
  • Landratsamt Konstanz (Forstverwaltung, Naturschutz, Wasserrecht, Gewerbeaufsicht, Kreisarchäologie)
  • Landesdenkmalpflege
  • Stadtwerke Konstanz (Energienetze, Busbetriebe)
  • Entsorgungsbetriebe Konstanz
  • Polizeidirektion Konstanz
  • Feuerwehr Konstanz
  • Handwerkskammer Konstanz
  • Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee (IHK)
  • Wirtschaftsförderung Konstanz

Was sind die kommenden Schritte?

  • Vom 20. Mai 2019 bis zum 21. Juni 2019 führte die Stadt Konstanz die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit durch (siehe unten). In diesem Rahmen wurde unter anderem eine öffentliche Informationsveranstaltung am Mittwoch, 5. Juni 2019, im Audimax der Universität Konstanz durchgeführt.
  • Aktuell wird ein Mobilitätskonzept für die Universität erarbeitet. Bereits im Herbst 2018 wurde hierfür eine Befragung der Universitätsmitglieder zu ihrem Mobilitätsverhalten durchgeführt. Auf Grundlage der Ergebnisse werden Empfehlungen erarbeitet, die im Herbst 2019 präsentiert werden.
  • Der Billigungs- und Auslegungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan ist für Oktober 2019 vorgesehen. In diesem Rahmen wird ein weiteres öffentliches Beteiligungsverfahren stattfinden.
  • Rechtswirksam wird der Bebauungsplan mit dem Satzungsbeschluss, der im Februar/März 2020 erfolgen soll.

Welche Möglichkeiten gibt es zur Beteiligung?

Das Bebauungsplanverfahren der Stadt Konstanz für die Universität ist ein öffentliches Verfahren. Alle Bürgerinnen und Bürger können ihre Fragen, Anregungen und Stellungnahmen bei der Stadt Konstanz einbringen.

  • Vom 20. Mai 2019 bis zum 21. Juni 2019 führte die Stadt Konstanz die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit durch. Die Pläne und Unterlagen konnten in diesem Zeitraum beim Amt für Stadtplanung und Umwelt (Untere Laube 24, 5. OG, vor den Räumen 5.04/05) oder online eingesehen werden. Stellungnahmen zum laufenden Verfahren konnten bis zum 21. Juni 2019 bei der Stadt Konstanz abgegeben werden.
  • Eine öffentliche Informationsveranstaltung mit umfangreichen Beteiligungsmöglichkeiten wurde am Mittwoch, 5. Juni 2019, im Audimax der Universität Konstanz durchgeführt.
  • Gegen Ende 2019 ist seitens der Stadt Konstanz mit der öffentlichen

    Auslegung

    des Bebauungsplanes

    ein weiteres Beteiligungsverfahren vorgesehen, in dem Vorschläge und

    Stellungnahmen

    von der Öffentlichkeit eingebracht werden können.

Wie wird der Umweltschutz berücksichtigt?

Umweltschutzrichtlinien haben bei dem Bebauungsplanverfahren der Universität Konstanz einen zentralen Stellenwert. Die Naturschutzverbände wurden daher von Anfang an in das Bebauungsplanverfahren einbezogen. Eine besondere Rolle spielt das Naturschutzgebiet, in dessen Nachbarschaft die Universität Konstanz und die vorgesehenen neuen Bauflächen liegen. Der Campus ist eingebettet in den Grünzug Lorettowald, Hockgraben und Universitätswald. Diese Umgebung unterliegt unterschiedlichen Schutzkategorien, die die Rahmenbedingungen des Bebauungsplanverfahrens vorgeben. Bereits frühzeitig wurde eine umfangreiche Bestandserhebung und Bewertung der Flora und Fauna durchgeführt. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurde eine Raumwiderstandskarte erstellt, welche die möglichen Entwicklungsräume in Bezug auf Umwelt- und Artenschutz aufzeigt.

Primäres Ziel ist, Eingriffe in den hochwertigen Naturraum so gering wie möglich zu halten. So ist die bauliche Entwicklung vorwiegend auf bereits asphaltierten bzw. bebauten Flächen (darunter die Parkflächen Nord und Süd) vorgesehen. Ein Großteil der neuen Baufläche wird somit auf bereits versiegelter Fläche entstehen. Die Universität Konstanz ist ein grüner Campus und es ist ihr ein wichtiges Anliegen, auch bei ihrer künftigen baulichen Entwicklung ihre nachhaltige und grüne Raumgestaltung fortzuführen.

Wie verhält sich der Bebauungsplan zur Wohnraumentwicklung in Konstanz?

Die im Masterplan vorgesehene bauliche Entwicklung der Universität erstreckt sich über einen Zeitraum von 40 Jahren und verläuft parallel zur Stadtentwicklung von Konstanz. Im selben Zeitraum wird durch das Handlungsprogramm Wohnen der Stadt Konstanz neuer Wohnraum entstehen, unter anderem im geplanten neuen Stadtgebiet Hafner.

Diese neuen Universitätsbauten werden zu einem leichten Zuwachs des wissenschaftlichen und wissenschaftsunterstützenden Personals der Universität Konstanz führen; dieser Zuwachs wird proportional zur Zahl der dadurch geschaffenen Arbeitsplätze sein. Die Studierendenzahl der Universität Konstanz hat sich aktuell bei 11.300 eingependelt. Dies ist eine für die Universität Konstanz stimmige Zahl.

Das Ziel des Bebauungsplanverfahrens für die Universität Konstanz ist, Entwicklungsraum für richtungsweisende Schwerpunktprojekte zu schaffen. Das Ziel ist in erster Linie nicht die Erhöhung der Personenzahl an der Universität Konstanz, sondern die Schaffung von Flächen und Infrastrukturen für wissenschaftliche Großvorhaben – zum Beispiel Einrichtungen und Projekte im Rahmen der Exzellenzstrategie, neue Sonderforschungsbereiche und weitere Verbundforschungsprojekte, Forschungsvorhaben mit spezialisierter Infrastruktur sowie auch infrastrukturelle Rahmenbedingungen für moderne Lehre.

Was bedeutet der Bebauungsplan für die Verkehrsanbindung der Universität und den Öffentlichen Personennahverkehr?

Aktuell wird ein Mobilitätskonzept erarbeitet, das sich sowohl mit der Verkehrsanbindung der Universität als auch mit der Verkehrsführung auf dem Campus befasst. Bereits im Herbst 2018 wurde eine umfangreiche Befragung zum Mobilitätsverhalten der Universitätsmitglieder durchgeführt. Auf Grundlage der Ergebnisse werden Empfehlungen erarbeitet, die im Herbst 2019 präsentiert werden. Eine entscheidende Rolle spielen dabei umweltfreundliche Verkehrsmittel (Öffentlicher Personennahverkehr, Radverkehr, Fußgänger), die die Universität Konstanz weiter fördern möchte.

Parallel führten die Stadtwerke Konstanz seit Herbst 2018 eine Fahrgasterhebung in den städtischen Bussen durch. Die Ergebnisse beider Befragungen (Fahrgasterhebung der Stadtwerke und Befragung zum Mobilitätsverhalten der Universitätsmitglieder) werden genutzt werden, um die Busanbindung der Universität zu optimieren.

Mit ihrer geplanten baulichen Erweiterung wird der Mittelpunkt der Universität Konstanz in Richtung Nordwesten verlagert. Der Masterplan sieht daher eine neue Verkehrsführung der Busschleife (siehe Grafik) der Universität vor. Busse sollen künftig nicht mehr bis zum Haupteingang der Universität fahren. Stattdessen wird die Bushaltestelle nach Westen versetzt und Busse werden in Höhe des Werkstattgebäudes W nach Norden zur Eggerhaldestraße geführt. Dadurch werden einerseits die neuen Baugebiete an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Andererseits wird der zentrale Campusbereich vom Verkehr entlastet, wodurch ein autofreier Bereich im Gebiet des derzeitigen Hauptzugangs der Universität entsteht.

Welche Parkkonzepte sind in Planung?

Der neue Bebauungsplan schließt die Flächen des Parkplatzes Nord und des Parkhauses Süd mit ein. Der Masterplan und die ihm vorausgehenden Umweltprüfungen identifizierten diese Areale als maßgebliche bauliche Erweiterungsflächen für die Universität. Nach dem ersten Bauabschnitt im Bereich des Werkstattgebäudes W ist der zweite Bauabschnitt (bis 2030) auf den Flächen des Parkplatzes Nord vorgesehen. Der dritte Bauabschnitt (bis 2060) ist für den Bereich des Parkhauses Süd geplant.

Selbstverständlich wird ein ausreichender Ersatz für die bebauten Parkflächen geschaffen werden. Im Zuge des Mobilitätskonzeptes (siehe oben) wird aktuell auch ein neues Parkkonzept erarbeitet. Mehrere Optionen werden gegenwärtig geprüft: Der Masterplan schlägt eine Überbauung der Parkflächen vor (Parkflächen in der untersten Etage der entstehenden Gebäude, was insbesondere durch die Hanglage begünstigt wird). Ebenso denkbar wären weitere Konzepte wie beispielsweise ein Park-and-Ride-Konzept. Das zukünftige Parkkonzept wird gemeinsam mit dem konkreten Bebauungskonzept der Parkplatzflächen vorgestellt werden; wir werden Sie frühzeitig über diese und alle weiteren Planungen informieren.

Hinweis: Die Universität Konstanz möchte generell Anreize für eine umweltfreundliche, autofreie Anreise setzen und wird auch in Zukunft Konzepte für alternative Verkehrsmittel weiter ausbauen. Selbstverständlich werden in der baulichen Weiterentwicklung der Universität aber auch ausreichend Parkflächen für Pkw berücksichtigt.

Zahlen und Fakten

  • Neuer Bebauungsplan für die bauliche Weiterentwicklung der Universität Konstanz (Planungshorizont bis 2060)
  • Änderung des bestehenden Bebauungsplans aus dem Jahr 1969
  • Zusätzlicher Flächenbedarf bis 2060 in Höhe von rund 55.000 Quadratmetern (bei einer bestehenden Nutzfläche von rund 120.000 Quadratmetern)
  • Drei geplante Bauabschnitte nach Masterplan: Erster Abschnitt (voraussichtlich ab 2022) im Bereich um das Werkstattgebäude W. Zweiter Bauabschnitt (bis 2030) auf der Fläche des Parkplatzes Nord. Dritter Bauabschnitt (bis 2060) im Areal des Parkhauses Süd.
  • Satzungsbeschluss zum neuen Bebauungsplan durch den Gemeinderat und den Technischen und Umweltausschuss voraussichtlich im Zeitraum Februar/März 2020