Maßnahmen im Bereich Forschung

1) Psychologische Unterstützung für Menschen auf der Flucht

Kompetenzzentrum Psychotraumatologie
(gefördert vom Europäischen Flüchtlingsfonds)
Das Kompetenzzentrum Psychotraumatologie widmet sich intensiv der Problematik der angemessenen Erkennung und Behandlung psychischer Störungen und deren Zusammenhang mit körperlichen Krankheiten und Symptomen bei Flüchtlingen und vertriebenen Personen. Die Professur für Klinische Psychologie mit der angeschlossenen Forschungsstation am Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Reichenau sowie die Professur für Klinische und Neuropsychologie an der Universität Konstanz haben in Zusammenarbeit mit vivo e.V. (victim's voice) konkrete psychodiagnostische und therapeutische Hilfestellungen für Flüchtlinge und Überlebende von organisierter Gewalt entwickelt. Diese sind geeignet, unmittelbar die Situation der Aufnahme (und mittelbar die Situation der Integration und der humanitären Reintegration) von Flüchtlingen zu verbessern und die damit verbundenen Folgen nachhaltig positiv zu beeinflussen.

Weitere Informationen unter:
www.psychologie.uni.kn/forschung/clinicalpsychology/einrichtungen/trauma
www.vivo.org


2) Forschungszentrum Asyl- und Ausländerrecht (FZAA)

Das Forschungszentrum Asyl- und Ausländerrecht befasst sich mit der wissenschaftlichen Forschung auf dem Gebiet des deutschen, europäischen und internationalen Ausländer- und Asylrechts unter Einbeziehung der interdisziplinären Migrationsforschung. Kennzeichen des FZAA ist die vernetzte Forschung aufgrund einer engen Zusammenarbeit mit der politischen und rechtlichen Praxis sowie internationalen Partnern.

Forschungsschwerpunkte sind die Europäisierung des Migrationsrechts in den Bereichen Einwanderung, Asyl, Visa und Grenzschutz, die innereuropäische Freizügigkeit der Unionsbürger, das Staatsangehörigkeitsrecht sowie die gesellschaftliche Integration von Migranten. Ein besonderes Augenmerk dient der Gestaltung und Umsetzung von EU-Richtlinien sowie das Verhältnis zum Völkerrecht, speziell den Menschenrechten. Die Tätigkeiten des FZAA umfassen Veranstaltungen, Forschungsprojekte und Publikationen.

Das FZAA ist ein wissenschaftliches Forschungszentrum, das keine Einzelfallberatung zu Themen wie Asyl, Visa etc. anbieten kann – diese findet an den dafür zuständigen Stellen statt.

Weitere Informationen unter:
migration.uni-konstanz.de/fzaa

3) Zentrum für Mehrsprachigkeit

Das interdisziplinär ausgerichtete Zentrum für Mehrsprachigkeit der Universität Konstanz hat zum Ziel, Mehrsprachigkeit in Forschung, Lehre und Praxis zu fördern. Auch in der aktuellen Flüchtlingssituation fungiert das Zentrum als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Expertinnen und Experten des Zentrums werden zu Beratungen der Stadt, des Schulamtes und weiterer Institutionen herangezogen.

Ein von der Universität Konstanz gefördertes Transferprojekt untersucht die sprachliche Situation mehrsprachiger Schülerinnen und Schüler in Konstanz und Umgebung. Hierbei wird der besonderen Situation der Flüchtlingskinder Rechnung getragen. Die Ergebnisse werden in einen Fortbildungszyklus für Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer einfließen.

Weitere Informationen unter:
www.mehrsprachigkeit.uni-konstanz.de