Im „ZeppLab“ des Zeppelin-Museums (Friedrichshafen) geht es noch bis Sonntag um unterschiedliche Erfahrungen des Hörens.

„Zumutungen des Hörens“ im Zeppelin-Museum

Projekt des Fachbereichs Medienwissenschaft der Universität Konstanz mit dem Zeppelin Museum, Friedrichshafen

Im so genannten „ZeppLab“ des Zeppelin Museums ist noch bis Sonntag, 26. Juni 2016, das Ausstellungsprojekt „Zumutungen des Hörens“ zu erleben, das aus der Zusammenarbeit von Konstanzer Medienwissenschaftlerinnen und Medienwissenschaftlern mit dem Zeppelin Museum entstand. Besucherinnen und Besuchern soll anhand von Film- und Tonmaterial, sowie von Comics oder Kinderbüchern ein Eindruck unterschiedlicher Praktiken des Hörens vermittelt werden. Dabei werden so unterschiedliche Gesichtspunkte thematisiert wie Darstellungen von Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit, Hören mit dem Cochlea-Implantat oder (Normal-)Hören in verschiedenen Medien. In diesem Rahmen gibt es autobiographische Schilderungen von Hörerfahrungen, und es werden Superhelden in Comics mit übermenschlichen Hörfähigkeiten vorgestellt, aber auch Ton-Simulationen des Hörens mit einem Cochlea-Implantat.Daneben geben Ausschnitte aus Dokumentarfilmen Aufschluss über Praktiken des Nicht-Hörens, des Verstehens und von Momenten, in denen Hören bzw. der Zwang zum Hören zur Belastung werden kann. Und es werden kulturelle Techniken der Kommunikation wie etwa die Gebärdensprache thematisiert.

Das Projekt ist eine Kooperation des Konstanzer Forschungsprojektes „Recht auf Mitsprache. Das Cochlea-Implantat und die Zumutung des Hörens“ (Leitung Prof. Dr. Beate Ochsner, Dr. Markus Spöhrer und Robert Stock) mit dem Zeppelin Museum. Es ist Teil der DFG-Forschergruppe „Mediale Teilhabe. Partizipation zwischen Anspruch und Inanspruchnahme“ an der Universität Konstanz. Die Gestaltung des Ausstellungsraumes mit zwei Multimedia-Stationen, einer Filmprojektion, Büchervitrinen und einer Wortwolke zum Thema Hören wurde im Rahmen eines studentischen Praxisseminars am Fachbereich Medienwissenschaft der Universität Konstanz erarbeitet. Die Zusammenarbeit mit dem Zeppelin Museum steht im Kontext der Sonderausstellung „Möglichkeit Mensch. Körper | Sphären | Apparaturen (29. April bis 09. Oktober 2016).

Der Ausstellungsraum „ZeppLab“ ist bis Sonntag, 26. Juni 2016, täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Am Freitag wird er von Studierenden der Universität Konstanz von 14.00 bis 17.00 Uhr betreut.

Finissage Sonntag, 26. Juni 2016, 11.00 Uhr, mit Enno Park (Cyborgs e.V.) und Laura Schwengber (Gebärdensprachdolmetscherin).