Bild: Frank Ramspott
Bild: Frank Ramspott

Populistische Überzeugungen

Öffentliche Podiumsdiskussion an der Universität Konstanz im Rahmen der Konferenz „Das Ende der Aushandlungen“

Wie gelingt es populistischer Rhetorik, Menschen zu vereinnahmen? Die öffentliche Plenarveranstaltung und Diskussion „Populistische Überzeugungen“ wird sich mit dem Populismus als rhetorischem Phänomen befassen, eine Einschätzung des Populismus aus ethnologischer Sicht geben und mit dem Publikum diskutieren. Die Veranstaltung wird am Mittwoch, 2. Oktober 2019, ab 11.30 Uhr im Audimax der Universität Konstanz stattfinden; der Eintritt ist kostenlos. Die Plenarveranstaltung ist Teil der Konferenz „Das Ende der Aushandlungen“, der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA), die in diesem Jahr an der Universität Konstanz stattfindet.

„Der Populismus weist Dialektik zurück, reduziert Komplexität, lehnt wissenschaftlich begründete Fakten ab und stilisiert den Pluralismus zum Feindbild, indem er klare Linien zwischen ‚uns‘ und ‚denen‘ zieht“, schildert Dr. Felix Girke, Organisator der Plenarveranstaltung. „Unsere Plenarveranstaltung hat zum Ziel, die Mechanismen des Populismus aufzudecken. Wir werden ethnologisch fundiert aufzeigen und diskutieren, auf welche Weise es dem Populismus gelingt, Menschen in Europa und auf der ganzen Welt durch diese Art der Kommunikation zu vereinnahmen“, so Girke. Referentinnen und Referenten auf dem Podium sind Prof. Dr. Chris Hann (Direktor des Max-Planck-Instituts für Ethnologische Forschung in Halle/Saale), Dr. Insa Koch (London School of Economics) und PD Dr. Mario Krämer (Universität Siegen). Ihre Plenarreden werden auf Englisch gehalten. Im Rahmen der anschließenden öffentlichen Diskussion können Fragen auf Englisch sowie auf Deutsch gestellt werden.

„Das Ende der Aushandlungen“
Die öffentliche Plenarveranstaltung ist Teil der Konferenz „Das Ende der Aushandlungen“, der dieses Jahr in Konstanz stattfindenden Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie. „Die Tagung befasst sich mit jenen Momenten, in denen soziale Akteure sagen: Bis hierhin und nicht weiter“, schildert Prof. Dr. Thomas Kirsch, Professor für Ethnologie und Kulturanthropologie an der Universität Konstanz sowie Ausrichter der Konferenz. Die Konferenz thematisiert somit jene Momente, in denen gesellschaftliche Diskussionen verweigert und Gespräche abgebrochen werden. Beispiele hierfür sind rote Linien bei politischen Verhandlungen, Grenzen, die durch weltanschauliche Überzeugungen gesetzt werden, und Prozesse der gesellschaftlichen Schließung, wenn Konflikte nicht mehr kommunikativ bewältigt, sondern zur Eskalation geführt werden. Die Fachtagung wird vom 29. September bis 2. Oktober 2019 an der Universität Konstanz stattfinden; rund 500 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Ethnologie, Soziologie und Kulturanthropologie werden hierfür in Konstanz zusammenkommen.

Weitere Informationen unter: tagung2019.dgska.de

Faktenübersicht:

  • Öffentliche Plenarveranstaltung „Populistische Überzeugungen“ mit Diskussion am Mittwoch, 2. Oktober 2019, ab 11.30 Uhr im Audimax der Universität Konstanz.
  • Referentinnen und Referenten:

    • Prof. Dr. Chris Hann, Direktor des Max-Planck-Instituts für Ethnologische Forschung in Halle/Saale
    • Dr. Insa Koch, London School of Economics
    • PD Dr. Mario Krämer, Universität Siegen
    • Organisation: Felix Girke, Universität Konstanz

  • Die drei Plenarreden werden auf Englisch gehalten. Im Rahmen der anschließenden öffentlichen Diskussion können Fragen auf Englisch sowie auf Deutsch gestellt werden.
  • Veranstaltung im Rahmen der Konferenz „Das Ende der Aushandlungen“, der dieses Jahr in Konstanz stattfindenden Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA).
Im Video: Prof. Dr. Thomas Kirsch über Versicherheitlichung, einer der Themenschwerpunkte der Tagung „Das Ende der Aushandlungen“