Freiräume für die vernetzte Lehrerinnen- und Lehrerbildung

für Tandems oder Gruppen aus Fachwissenschaftler/innen und Fachdidaktiker/innen und/oder Bildungswissenschaftler/innen

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Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts „edu4. Grenzen überwinden – Lernkulturen vernetzen“ vergibt die Universität Konstanz bis zum Ende des Förderzeitraums (2019) regelmäßig „Freiräume für die vernetzte Lehrerinnen- und Lehrerbildung“ zur Förderung der Kooperation von Fachwissenschaften, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften.

Förderfähig sind Projekte zur Weiterentwicklung von Studiengängen, Lehrangeboten und Lehrveranstaltungen in Studium aber auch in der Fortbildung. Für einen Zeitraum von maximal zwei Semestern können sich Lehrende im Umfang von bis zu 4 Lehrveranstaltungsstunden vertreten lassen. Ergänzend können bis zu sechs Lehraufträge beantragt werden.


Programmdetails

Zielsetzung

Ziel der Förderung ist es, die zeitlichen Ressourcen für die Weiterentwicklung der Leh-rerinnen- und Lehrerbildung (LLB), insbesondere für die Vernetzung von Fachwissen-schaften mit Fachdidaktik und/oder Bildungswissenschaft zur Verfügung zu stellen. Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler erhalten die Möglichkeit, gemeinsam mit Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikern und/oder Bildungswissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftlern neue Lehrkonzepte oder -inhalte zu erarbeiten, die Fachwissenschaft, Fachdidaktik und/oder Bildungswissenschaften erkennbar und nachhaltig vernetzen. Hierfür ist ein breites Spektrum von Maßnahmen denkbar, von einzelnen Lehrveranstaltungen bis hin zu ganzen Modulen.

Unterstützt werden Projekte mit folgenden Zielsetzungen

  • Entwicklung nachhaltiger Vernetzungsstrategien von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften
  • Weiterentwicklung innovativer didaktischer Methoden und Lehrkonzepte
  • Konzepte zur forschungsbasierten Lehre in der LLB
  • Stärkung des Praxisbezugs der LLB
  • Ausbau der Methodenkompetenz
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Medienkompetenz in der LLB
  • Implementierung von Inklusion und Heterogenität als Querschnittsthemen in der LLB
  • Entwicklung von Lehrprojekten in Kooperation mit Partnerschulen
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Begleitung in der Studieneingangsphase
  • Maßnahmen zur Unterstützung des Übergangs vom Bachelor zum Master
  • Maßnahmen zur Unterstützung des Übergangs von der ersten zur zweiten Ausbil-dungsphase
  • Maßnahmen zur Gestaltung vernetzter Fortbildungsangebote für die dritte Phase der LLB

Umfang der Förderung

Gefördert werden befristete Arbeitsprogramme, die entweder direkt mit der
Entwicklung, Konzeption oder Forschung zur vernetzten LLB befasst sind oder aber auf
dem Vertretungsweg Freistellungen für die Entwicklung in diesem Bereich ermöglichen.


Der Umfang einer beantragten Deputatsreduktion ist auf den Aufwand bei der
Umsetzung des Projekts abzustimmen. Die Einstellung oder Vertretung kann bei Erfüllen
der Voraussetzungen im Angestelltenverhältnis (bis zu E13) erfolgen und sich über einen
Zeitraum von max. 2 Semestern erstrecken. Begleitend können bis zu 3 Lehraufträge
pro Projekt beantragt werden, die bspw. die Umsetzung der neuen Lehrkonzepte
vornehmen oder evaluieren.


Anträge auf Freiräume können alleine oder gemeinschaftlich gestellt werden. Bei
Anträgen, die alleine gestellt werden, sollte deutlich werden, wie sich die Vernetzung
durch Kooperation konkret ausgestaltet. Anträge von Arbeitsgruppen, Fachbereichen
sowie fachbereichsübergreifenden Verbünden und Einrichtungen sind ausdrücklich
erwünscht.

Vergabemodalitäten

Bitte nutzen Sie zur Antragstellung das Antragsformular. Kern des Antrags ist eine max.
fünfseitige Projektskizze, die Angaben zu folgenden Punkten enthält:


1. Kurze Zusammenfassung des Vorhabens (max. 1.000 Z.)
2. Ausgangssituation
3. Ziele der Maßnahme
4. Eckpunkte und Meilensteine
5. Angaben zur Nachhaltigkeit
6. Zeit- und Finanzierungsplan
7. ggf. geplante Vertretung


Bitte stellen Sie im Antrag auch dar, inwieweit Aspekte zu Gender und Diversity im
Vorhaben berücksichtigt werden.

Bzgl. Fragen zum Thema gender- und diversitygerechte Lehre wenden Sie sich gerne an Michaela David (Gender) oder an Marion Woelki (Diversity).

Bitte stimmen Sie die Skizze im Fall einer Vertretungslösung mit dem Fachbereich und
der jeweiligen Studienkommission ab. Nehmen Sie dafür Kontakt mit Ihrer
Fachbereichsreferentin bzw. Ihrem Fachbereichsreferenten auf und reichen Sie den
Antrag anschließend über den Sektionsvorstand beim Ausschuss für Lehre und
Weiterbildung (ALW) ein. Die zu den jeweiligen Stichtagen eingereichten Anträge
werden durch die BiSE begutachtet und im ALW vergleichend beraten, dort wird auf
dieser Grundlage ein Beschlussvorschlag für das Rektorat erarbeitet.

Das Rektorat entscheidet abschließend über die Vergabe der Mittel.
Anträge können bis zum 08. Juni 2018 für das WS 18/19 und das SoSe 19 eingereicht
werden.


Bitte senden Sie Ihre Anträge als pdf-Datei an den ALW
Allen Antragstellern wird empfohlen, das geplante Vorhaben, die Vertretungsoptionen
sowie die benötigten Mittel vor Einreichung des Antrags mit dem Geschäftsführer der Binational School of Education (Fabio Crivellari) zu besprechen

Information und Beratung

Konzeptionelle und didaktische Beratung

Die Arbeitsstelle Hochschuldidaktik berät Interessierte gerne konzeptionell und didaktisch im Vorfeld der Antragstellung. Bitte wenden Sie sich an Melanie Moosbuchner, Tel: 5227.

Aspekte zu Gender und Diversity

Bezüglich Fragen zum Thema gender- und diversitygerechte Lehre wenden Sie sich gerne an Michaela David (Gender, Tel.: 5338) oder Anna Blank (Diversity, Tel.: 5313).