Informationen für Outgoings

Kurswahl und Learning Agreement

Kurswahl und Learning Agreement

Umfang der zu belegenden Veranstaltungen im Ausland

Je nach Gastland innerhalb Europas oder außereuropäisch müssen Sie im Zuge eines Vollzeitstudiums entsprechende ECTS-Punkte erreichen.

Innerhalb Europas wird ein Vollzeitstudium mit 30 ECTS pro Semester definiert. Die Fachbereiche bestehen allerdings nicht auf exakt 30 ECTS, da Sie während Ihres Aufenthaltes vieles lernen, wofür keine ECTS vergeben werden. Die Fachbereiche erwarten deshalb von Ihnen ein Studium im Umfang von insgesamt 25 ECTS pro Semester (hierzu zählen alle Kurse, die Sie an der Partnerhochschule belegen und für die Sie ECTS erhalten, bspw. auch Landeskunde- und Sprachkurse). Diese 25 ECTS werden durch die Kurswahl im Learning Agreement festgehalten. Um über Erasmus+ gefördert zu werden und den Mobilitätszuschuss zu erhalten, müssen Sie pro Semester mindestens 18 ECTS bestehen.

Gehen Sie über Study Global an eine außereuropäische Partnerhochschule, erhalten Sie entsprechende Informationen zum Umfang der zu belegenden Veranstaltungen und benötigten ECTS-Anzahl von den jeweiligen Koordinierenden des International Office.

Welche Veranstaltungen sollten Sie belegen?

Welche Leistungen Sie im Ausland belegen sollten, hängt davon ab, ob und welche Leistungen Sie gerne in Konstanz auf Ihren Studiengang anerkennen lassen möchten (oder nicht) und welche Leistungen Sie bis zum Zeitpunkt Ihres Auslandsaufenthaltes noch nicht absolviert haben. Eine vorausschauende Planung bei der Belegung der Veranstaltungen vor Ihrem Auslandsaufenthalt ist also wichtig.

Sofern Ihr Studiengang ein Auslandsmodul vorsieht, wird in der Prüfungsordnung näher spezifiziert, welche Leistungen für das entsprechende Modul belegt werden können. Aber auch wenn Ihr Studiengang kein explizites Auslandsmodul beinhaltet, haben Sie natürlich die Möglichkeit gleichwertige Leistungen aus dem Ausland anerkennen zu lassen. Hierfür müssen Sie sich zunächst Ihre fachspezifische Prüfungsordnung ansehen und klären, welche Vorgaben die PO für eine bestimmte Leistung vorsieht – es gibt in jedem Studiengang Modul/Teilleistungen, die sich eher dazu anbieten aus dem Ausland anerkannt zu werden als andere. Zu einer allgemeinen Beratung hierzu können Sie gerne in die Sprechstunde kommen, sehr konkrete Fragen sollten Sie mit den Anerkennenden Ihres jeweiligen Faches in deren Sprechstunde besprechen.

Sofern die Anerkennung der belegten Leistungen für Sie nicht oberste Priorität hat, können Sie im Ausland Ihre Veranstaltungen frei – im Rahmen der Einschränkungen der Partnerhochschule – auswählen. Es besteht immer die Möglichkeit Leistungen, die nicht in eines Ihrer Studiengangsmodule "passen" als zusätzliche Leistung aufzuführen.

Um am Erasmus+ Programm teilnehmen zu können, müssen Sie in Vollzeit studieren. Ob alle belegten Leistungen auf Ihr Studium in Konstanz anerkannt werden, ist – sofern Ihr Studiengang dies nicht explizit erfordert – irrelevant. Diese Tatsache ist vor allem für diejenigen Studierenden relevant, die ggf. nur noch wenige Leistungen benötigen, um ihr Studium in Konstanz abzuschließen, aber ihre Sprachkenntnisse im Rahmen eines Auslandsstudiums noch verbessern möchten.

An den meisten Partneruniversitäten ist es möglich, studienbegleitende Sprachkurse der Landes-/ Regionssprache sowie landeskundliche Veranstaltungen zu besuchen, welche in der Regel empfehlenswert sind. Solche Veranstaltungen sowie solche aus Ihrem Fachstudium (Bereich, über den die Partnerschaft geschlossen wurde) ergeben gewöhnlich ein Vollzeitpensum, das Sie nicht überfordern sollte.

Möchten Sie die ausgewählten Kurse innerhalb Ihrer PO an der Universität Konstanz anrechnen lassen?

Sollten Sie Veranstaltungen, die Sie belegen, auch für Ihren Studiengang in Konstanz anerkennen lassen wollen, müssen Sie vorab die Anrechenbarkeit mit den Fachstudienberaterinnen und -beratern des jeweiligen Studiengangs/Fachbereichs klären (Näheres hierzu unter Anerkennung). Die Veranstaltungen müssen dann in Umfang und Inhalt bzw. zu erlernenden Kompetenzen den Veranstaltungen laut Prüfungsordnung Ihres Studiengangs entsprechen.

Das Learning Agreement

In Ihrem Learning Agreement werden die Kurse mit ECTS-Anzahl verzeichnet, die Sie während Ihres Studienaufenthaltes an Ihrer Gastuniversität belegen.

Das Learning Agreement I benötigen Sie in der Regel für die Bewerbung an Ihrer Gastuniversität, um die gewünschten Formalitäten der Gastuniversität zu erfüllen und die Bewerbung dort abzuschließen. Dabei kann es sein, dass Sie das Learning Agreement I nur auf Basis des alten Vorlesungsverzeichnisses ausfüllen können. Wenn dies bei Ihnen der Fall sein sollte, treffen Sie die tatsächliche Kurswahl teils auch erst vor Ort im Learning Agreement II.

Das Learning Agreement II (during the mobility) muss bis zum 15.11. (WiSe) und 15.04. (SoSe) abgegeben werden. In diesem nehmen Sie Änderungen an Ihrer Kurswahl vor, die Sie für Ihr LA I getroffen haben. Das Learning Agreement II stellt die finale Kurswahl dar.

WICHTIG: Das Learning Agreement II muss auch dann ausgefüllt und von allen Parteien unterschrieben werden, wenn keine Änderungen an Ihrer Kurswahl vorgenommen wurden, aber die Anerkennung im Learning Agreement I noch nicht (oder nicht vollständig) enthalten war. Anhand der Angaben im LA II muss nachvollziehbar sein, welche Veranstaltungen Sie belegen (alle, auch diejenigen, für die Sie ggf. keine ECTS-Punkte erhalten) und wie diese in Konstanz anerkannt werden.

Eine genaue Beschreibung und Ausfüllhilfe des Learning Agreements finden Sie im Outgoing Student Guide. Das Formular können Sie sich über Mobility Online herunterladen und elektronisch ausfüllen.

Falls Sie Ihre Kurswahl innerhalb der Prüfungsordnung Ihres Studiengangs an der Universität Konstanz anrechnen lassen wollen, informieren Sie sich bitte über den Ablauf unter dem Link Anerkennung.

Wer muss Ihr Learning Agreement unterschreiben?

Von Seiten der Universität Konstanz müssen Sie je nach Fachbereich die Unterschrift folgender Personen für das Feld "The sending institution" einholen:

  •  Outgoings der Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft, Linguistik und Philosophie: Melanie Hochstätter
  •  Outgoings Geschichte: Agata Nörenberg
  •  Outgoings Soziologie: Andreas Romer
  •  Outgoings der Sportwissenschaft: Dr. Christiana Rosenberg-Ahlhaus

Regelungen einzelner B.A.-Studiengänge (falls vorhanden)

B.A. Linguistik

Studierende des B. A. Linguistik müssen während Ihres Auslandsaufenthalts die Anforderungen für Modul 6, "Praktikum/Ausland", erfüllen, damit Ihr Auslandsaufenthalt formal als bestanden gilt. Sie müssen also mindestens 12 ECTS-Punkte im Bereich Sprachwissenschaft und/oder Sprachpraxis nachweisen können. Über diese 12 ECTS hinaus sollen Sie weitere Veranstaltungen besuchen, um ebenfalls mindestens 25-30 ECTS-Punkte insgesamt zu absolvieren. Diese weiteren Leistungen können nach Absprache mit Ihrer Studienberaterin Frau Dr. Kelling in anderen Modulen Ihres Studiengangs ebenfalls anerkannt werden.

B.A. Soziologie (neue Prüfungsordnung, verpflichtender Auslands- oder Praktikumsaufenthalt)

Modul 6 Ihres Studiengangs regelt, dass Sie mindestens 18 ECTS-Punkte aus dem Bereich der Soziologie bestehen müssen, damit der Auslandsaufenthalt als bestanden gewertet wird. Es müssen mindestens zwei schriftliche Prüfungsleistungen für diese 18 ECTS-Punkte erbracht worden sein, damit diese anerkannt werden können.
Über die 18 ECTS-Punkte hinaus sollen auch Sie weitere Veranstaltungen belegen. Dies können entweder weitere soziologische Veranstaltungen (die dann in den anderen Modulen Ihres Studiengangs anerkannt werden können) oder auch bspw. sprachpraktische Kurse sein, die Ihnen dann im Bereich Schlüsselqualifikationen anerkannt werden können. 

Regelungen der sprachlichen Lehramtsstudiengänge

Bachelor of Education (B.Ed. seit 2015)

In den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch und Spanisch ist ein Modul im Umfang von 10 ECTS-Punkten für das Studium im Ausland vorgesehen (Modul 6, Deutsch Modul 5). Hier können einschlägige Veranstaltungen der entsprechenden Philologie anerkannt werden.
Für alle Fächer gilt, dass die im Ausland belegte Veranstaltung anhand des Veranstaltungskommentars eindeutig einem der Bereiche (Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Sprachpraxis, ggf. Didaktik) zuzuordnen und fachlich einschlägig sein muss.

Darüber hinaus gilt für sprachpraktische Veranstaltungen, die den Veranstaltungstypen der Studiengänge in Konstanz entsprechen, dass diese im Hinblick auf

  • die Inhalte/den Umfang,
  • die Summe der Kontaktstunden,
  • das Sprachniveau und
  • die erforderliche Prüfungsleistung (mündlich/schriftlich)

weitestgehend mit den Veranstaltungen in Konstanz vergleichbar sein sollten. So sollte z.B. eine Veranstaltung zur schriftlichen Kommunikation aus dem Ausland auch mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen werden etc.

Es können aber auch andere Veranstaltungsformate anerkannt werden, z.B. Lehrbuchkurse.

In der Regel werden die in Konstanz gängigen ECTS-Werte verbucht; sollte anhand der Veranstaltungsbeschreibung der Mehraufwand deutlich erkennbar sein, kann in Ausnahmefällen auch von dieser Regel abgewichen werden.

Gym PO 2009

In fast allen sprachlichen Lehramtsfächern gibt es die Möglichkeit, im Ausland erbrachte Leistungen im Modul zur individuellen Schwerpunktsetzung (fremdsprachliche Fächer in Modul 8, Deutsch Modul 6) anerkennen zu lassen. Darüber hinaus können in anderen Modulen weitere Leistungen anerkannt werden. Die Absprache darüber erfolgt natürlich auch mit den Fachstudienberaterinnen und -beratern der Fachbereiche (eine aktuelle Liste der Anerkennenden der Geisteswissenschaftlichen Sektion finden Sie unter Anerkennung). Beachten Sie bitte, dass in den Fächern Deutsch und Englisch die Vorgaben spezifischer formuliert sind als in den anderen Fächern. Das bedeutet für Deutsch- und Englischstudierende, dass Sie bei der Kurswahl darauf achten müssen, die Vorgaben zu berücksichtigen, damit die Kurse anerkannt werden können.

WPO 2001

Auch wenn in diesem Studiengang ECTS-Punkte keine Rolle spielen, sollen Sie ebenfalls Veranstaltungen im Wert von ungefähr 25-30 ECTS-Punkten belegen. Ob und als was die Veranstaltungen anerkannt werden können, müssen Sie mit den Fachstudienberaterinnen und -beratern absprechen, die Ihnen nach Ihrer Rückkehr eine Bescheinigung über die Anerkennung ausstellen. Diese sollten Sie, zusammen mit einer Kopie des Transcript of Records Ihrer Gastuniversität, an das Landeslehrerprüfungsamt Freiburg schicken, das die Anerkennung endgültig bestätigt, denn nach WPO 2001 ist das Landeslehrerprüfungsamt dasjenige, das über Anerkennungen entscheidet. In der Regel folgt es den Anerkennungsvorschlägen der Fachstudienberaterinnen und -berater.