Gleichstellungszukunftskonzept der Universität

Die Universität Konstanz hat ein Konzept mit ihrer Gleichstellungsstrategie und deren Umsetzung verabschiedet. Dieses Gleichstellungszukunftskonzept enthält eine Situations- und Defizit-Analyse der Beteiligung von Wissenschaftlerinnen sowie der bisher erfolgten Gleichstellungsmaßnahmen, Zielvorgaben bis 2025, zukünftige Maßnahmenschwerpunkte sowie Grundsätze für die Umsetzung des Konzepts. Das Konzept wurde am 16. Mai 2018 vom Senat verabschiedet und im Rahmen des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder eingereicht. Das Konzept ist nach Login rechts im blauen Kasten einsehbar.

Gleichstellungsplan

Das Gleichstellungszukunftskonzept bildet die Grundlage für den Gleichstellungsplan, der 2019/20 ausgearbeitet wird und Teil des Struktur- und Entwicklungsplans der Universität ist.  Der aktuell gültige Gleichstellungsplan erscheint nach Login rechts im blauen Kasten.  

Gleichstellungsziele

Für alle wissenschaftlichen Karrierestufen wurden Gleichstellungsziele für Frauenanteile bis 2025 erarbeitet. Die Zielfindung basiert auf der Analyse der bisherigen Entwicklungen und dem Kaskadenmodell. Bei Professuren wird ein weitergehendes Modell angewendet: Hier werden die Gleichstellungsziele anhand der freien Professuren und den bundesweiten Ist-Werten für Habilitationen und Juniorprofessuren festgelegt, aber sobald das Kaskadenmodell bereits erfüllt ist, an einem Geschlechterverhältnis von 50:50 bei Neuberufungen orientiert und somit nach oben korrigiert. Auf zentraler Ebene legt die Universität folgende Gleichstellungsziele für wissenschaftliche Karrierestufen sowie für Organe und Gremien fest:

Gleichstellungsziele für wissenschaftliche Karrierestufen (Frauenanteile bis 2025)

bei Professuren (W3/2, C4/3)                                                                                      

35%

bei Juniorprofessuren (W1)

50%

          darunter W1 mit Tenure Track

50%

bei Nachwuchsgruppenleitungen

50%

bei Postdocs

50%

bei Promovierenden

50%

Gleichstellungsziele für Organe und Gremien (Frauenanteile bis 2015)

im Universitätsrat

40%

im Senat

Mind. 35%

in den Senatsausschüssen

Mind. 25%

auf Leitungsebene zentral (Rektorat, Dekanate)

Mind. 25%

auf Leitungsebene dezentral (Gruppe der Fachbereichssprecher*innen)

Mind. 25%

 

Fachbereiche

Für die 13 Fachbereiche wurden jeweils Gleichstellungsziele für alle wissenschaftlichen Qualifizierungsstufen ausgearbeitet. Eine Übersicht der Ziele erscheint nach Login rechts im blauen Kasten.

 Aktuelle Frauenanteile

Das Controllingdatenportal der Universität liefert für Universitätsangehörige detaillierte Daten zu Personal und Frauenanteilen. Ab 2019 wird es möglich sein, Berichte über die Frauenanteile aller Qualifizierungsstufen für jeden Fachbereich abzurufen. 

Qualitative Gleichstellungsziele

Die Universität hat qualitative Gleichstellungsziele für eine geschlechtergerechte Organisations- und Wissenschaftskultur für den Zeitraum bis 2025 entwickelt:

  1. Die Universität baut ihre Gewinnungs- und Berufungsstrategie aus, um den Professorinnenanteil auf 35% zu erhöhen.
  2. Die Universität gestaltet ihre Personalentwicklung geschlechtergerecht, um den Frauenanteil über die wissenschaftlichen Qualifizierungsstufen hinweg stabil zu halten.
  3. Die Universität verankert Geschlechtergerechtigkeit durchgängig als Qualitätskriterium in der Organisation.
  4. Die Universität nutzt all ihre Gestaltungsspielräume, um die Vereinbarkeit von Wissenschaft, Studium und Beruf mit Familienaufgaben tatsächlich zu leben.

Ziele 1 und 3 werden mit einer geschlechtergerechten Personalstrategie verfolgt, Ziel 2 mit einer Personalentwicklung durch das Konstanzia Programm, und Ziel 4 mit Maßnahmen zur Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie.

Schwerpunkte der Gleichstellungsarbeit

Ein Schwerpunkt der Gleichstellungsarbeit ist eine geschlechtergerechte Personalstrategie. Sie beinhaltet geeignete Instrumente zur Gewinnung von Professorinnen, ein geschlechtergerechtes Berufungsmanagement sowie eine geschlechtergerechte Stellenbesetzung. Weiterhin wird über die Nachwuchsförderung und die Personalentwicklung darauf hingewirkt, die gewonnenen Wissenschaftlerinnen langfristig zu halten und einen Ausstieg des weiblichen Nachwuchses aus der Wissenschaft zu verhindern.

Als zweiten Schwerpunkt baut die Universität das Konstanzia Programm für eine geschlechtergerechte Karriere- und Personalentwicklung über alle Statusgruppen in der Wissenschaft auf. Dieses Programm richtet sich an die Wissenschaftlerinnen und Professorinnen aller Fachbereiche der Universität. Drei der Maßnahmen sind als one-to-one-Mentoring konzipiert: MEiN Konstanzia, Konstanzia Fellowship und Konstanzia Duo. Drei weitere Maßnahmen dienen der strategischen Personalentwicklung: Konstanzia Invitation, Konstanzia Transition, Konstanzia Club.

Der dritte Schwerpunkt liegt in der Vereinbarkeit von Studium/Wissenschaft/Beruf mit Familienaufgaben. Hier stehen neben den bisherigen stark ausgebauten Kinderbetreuungs- und Beratungsangeboten eine familienbewusste Personal- und Organisationsentwicklung sowie neue Formate zur Vereinbarkeit im Zentrum der Maßnahmen.