Gender in der Lehre

Projekt Gender in der Lehre

Es ist das erklärte Ziel der Universität Konstanz, Studium und Lehre zukünftig auch in qualitativer Hinsicht genderkompetent zu gestalten (siehe auch im Gender Kodex). Dies bedeutet:

  • Vermittlung von Genderkompetenzen für Studierende
  • Anwendung einer geschlechtergerechten Didaktik in der Lehre
  • Berücksichtigung von Genderaspekten in der Lehre

Im Rahmen des Professorinnenprogramm II konnte ein Projekt zu Gender in der Lehre auf den Weg gebracht werden.

Die Projektgruppe setzt sich zusammen aus dem Referat für Gleichstellung,  Familienförderung und Diversity (RGF), der Hochschuldidaktik (im Academic Staff Development) sowie der Forschungsebene (Gender Studies).

Sie kooperiert mit verschiedenen Abteilungen sowie externen Netzwerken.

Fördermöglichkeiten Gender und Lehre

Ausschreibung: Gender in der Lehre

Im Rahmen des Professorinnenprogramms können Studierende und Lehrende mit Zustimmung des Fachbereichs Mittel für Initiativen zu Gender in der Lehre beantragen. Die Förderung ist im WS 2017/18, SoSe 2018, WS 2018/19 und SS 2019 möglich.

Die aktuelle Einreichungsfrist ist verlängert bis 21.5.2018!

Bei Fragen zur Ausschreibung können Sie sich an Michaela David oder Susanne Brüggen wenden. Wir freuen uns auf Ihre Initiativen!

F. A. Q. zur Ausschreibung/Antragsstellung

Bitte beachten Sie die grundsätzlich die Angaben der Forschungsverwaltung für die Verwendung von Drittmitteln und die Formulare unter "Reisekosten" und "Repräsentations- und Bewirtungsausgaben".

Antragsberechtigt

Antragsberechtigt sind alle Studierenden und Lehrenden der Universität.

Antragsfrist

Die Fristen der Ausschreibung zu Gender in der Lehre werden als Regel beibehalten. Aufgrund verschiedener zeitlicher Planungsanforderungen bspw. in den Fachbereichen ist aber eine frühzeitige oder spätere Einreichung von Anträgen mit Begründung als Ausnahme möglich.

Beratung

Zu einer Antragstellung oder der Verwendung der Summen sowie der Mittelverwaltung können Sie sich beraten lassen von Michaela David (RGFD) oder Susanne Brüggen (HD), siehe Kontaktboxen.

Bewirtung
Bei einer Veranstaltung können bis zu 40,-€/Person an Bewirtung (Essen und Trinken) veranschlagt werden, sofern externe Gäste teilnehmen. Sofern nur interne Gäste dabei sind, beachten Sie bitte die Regelungen. Zu führen ist in beiden Fällen eine Teilnahmeliste mit Unterschrift. Ausgabenbelege müssen miteingereicht werden. Weitere Informationen...

Formlose Zusage des Fachbereiches
Der Fachbereich muss Ihrem Vorhaben zustimmen. Die Zusage kann formlos bspw. von den Fachbereichssreferent*innen oder Fachbereichssprecher*innen per Mail erfolgen.

Hotels/Unterkunft für Gäste
Die Universität hat verschiedene Hotelkooperationen, bei denen es Vergünstigungen gibt. Liste der Hotels in Konstanz...

Reisekostenabrechnung
In diesem Formular ist es möglich, Reisekosten und Unterkunft einzutragen sowie ein Honorar.
Eine Tagegeld kann bei Reisekosten nur für Personen aus Baden-Württemberg beantragt werden. Hierzu ist eine gesonderte Reisekostenabrechnung mit weiterem Formular notwendig. Bitte reichen Sie zusammen mit der Reisekostenabrechnung auch die Originalbelege bei Michaela David (siehe Kontaktbox) ein.

Mittel ausgeben/ändern
Die beantragten Mittel geben Sie möglichst konkret an. Es muss erkennbar sein, wofür die Mittel aufgewendet werden sollen. Die bewilligte Summe ist nicht zu überschreiten. Änderungen für die Ausgaben sind aber in Absprache möglich, falls bspw. eine Expertin oder ein Experte absagt, die zu einem Vortrag eingeladen war.

Vernetzung
Um alle Aktiven der Universität zu Gender in der Lehre besser sichtbar zu machen und die interne sowie die externe Vernetzung zu fördern, führen wir alle bewilligten Anträge auf der GiL-Homepage auf. Bitte geben Sie uns dafür alle relevanten Informationen zu Ihrer Veranstaltung und Ihrer Person weiter (ggf. auch Flyer, Plakate, Fotos etc.)

Werbung für Ihre Veranstaltung
Gerne tragen wir ihre Veranstaltung auf den Uniseiten ein. Dafür benötigen wir im Vorfeld von Ihnen Infos, wie z. B. Flyer, Ort/Termine etc.

Freiräume Lehre

Gefördert wird über b3 Projekte zur Weiterentwicklung von Studiengängen, Lehrangeboten und Lehrveranstaltungen. Eine der Zielsetzungen dabei ist, Gender und Diversity in z. B. Lehrkonzepte, Lehrinhalte, Module oder der Anwendung in Lehrformaten und Lehrformen zu integrieren.

Stichtage in den Folgejahren sind jeweils der 31. Mai und der 30. November.

Mehr Informationen...

Gleichstellungsmittel

Für Aktivitäten zur Umsetzung einer genderkompetenten Lehre werden im Rahmen der Fachbereichsgespräche Fördermittel vergeben. Mittelfristig wird dazu eine hausinterne Ausschreibung auf den Weg gebracht.

Gastprofessur für GenderStudies/Frauenförderung

Die Universität Konstanz hat eine Gastprofessur eingerichtet. Mit ihr soll die intersektionale Perspektive aus den Diversity Studies mit dem Fokus auf Gender in der Lehre integriert und in den Disziplinen verankert sowie Impulse für die Forschung gesetzt werden.

Ziel dieser Gastprofessur ist auch, Studierenden Genderkompetenz zu vermitteln und die wissenschaftlich geleitete Reflexion über Geschlechterverhältnisse anzuregen sowie die Lehre um Inhalte der Gender Studies im jeweiligen Fach oder interdisziplinär anzureichern (Schwerpunkt A).

In Fachbereichen mit einem geringen Anteil an Wissenschaftlerinnen können Wissenschaftlerinnen auch als Vorbilder für Studentinnen fungieren, um sie zu motivieren, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen (Schwerpunkt B).

Die Finanzierung erfolgt über die Gleichstellungsmittel aus dem Professorinnenprogramm II des Bundes und der Länder.

Antragsberechtigt
Schwerpunkt A: Fachbereiche der Geisteswissenschaftlichen Sektion und der Sektion Politik-Recht-Wirtschaft, der Fachbereich Psychologie.
Schwerpunkt B: Fachbereiche der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Sektion, vorzugsweise Mathematik, Biologie und Informatik sowie die Philosophie
Für externe Interessierte: Bitte nehmen Sie Kontakt mit dem jeweils für Sie relevanten Fachbereich auf, da dieser den Antrag für die Gastprofessur über das Dekanat beim Gleichstellungsrat einreicht.
Abgabefrist Antrag
03.04.2018 für das Wintersemester 2018/2019
Förderzeitraum
i.d.R. drei bis vier Monate
Umfang
bis zu 6 LVS

Für weitere Abklärungen z.B. hinsichtlich der Vergütung kontaktieren Sie bitte das Referat für Gleichstellung, Familienförderung und Diversity, Marion Woelki.

Die Vergabekommission des Gleichstellungsrats unter Vorsitz der Prorektorin für Gleich­stellung entscheidet über die Vergabe.

 

Für mehr Gender an unserer Universität

Um Gender besser in die Lehre zu integrieren, sind zahlreiche Projekte von Lehrenden und Studierenden initiiert worden.

Im Rahmen der Gastprofessur für Gender Studies / Frauenförderung  bietet Fr. Dr. Kea Wienand für das aktuelle Semester mehrere Seminare im Fachbereich der Literaturwissenschaften mit Kunst- und Medienwissenschaften an.

Auch die aktuelle Ausschreibung Gender in der Lehre trägt zum Angebot der Universität bei.

Veranstaltungen

BA-HAUPTSEMINAR - FB PHILOSOPHIE - WINTERSEMESTER 2018/19

Im angloamerikanischen Raum machten bereits in den frühen Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts feministische Philosophinnen und Wissenschaftstheoretikerinnen darauf aufmerksam, dass das verbreitete Verständnis von Wissen verbesserungswürdig ist. In diesen ersten kritischen Arbeiten zeigten sie, dass dieses Verständnis nicht nur androzentrisch ist, sondern zudem hauptsächlich männliche Philosophen anspricht. Dies führten sie auf die überwiegend männliche Beteiligung an den Wissensproduktionsprozessen zurück. Doch wie kann die einseitige Beteiligung an diesen Prozessen behoben und wie können die Prozesse an sich verbessert werden? Eine ihrer Antworten lautete, indem man mit philosophischen Mitteln die soziale Natur der Wissensgenerierungsprozesse herausarbeitet. Im Zuge dieser Debatten entstand die sogenannte „feministische soziale Erkenntnistheorie“. Ziel dieser Strömung war es, herkömmliche Wissensgenerierungsprozesse in der Philosophie zu untersuchen, zu kritisieren und zu verbessern.

Organisiert von: apl. Prof.'in Dr. Kirloskar-Steinbach, Monika

MA-VERTIEFUNGSSEMINAR - FB POLITIK UND VERWALTUNGSWISSENSCHAFTEN

Gender, sex, violence and power have received increasing attention in academia, media and politics over the last decade. These recent debates include issues such as gender inequality, conflict-related sexual violence and the role of women in politics and development.

Our views—but also those of scholars and policy-makers—on these issues are often informed by powerful—and unfortunately unquestioned—assumptions about gender, violence and power. For instance, we hold certain beliefs about who is a perpetrator and who is a victim. We also tend to belief that victims are passive instead of active agents.

Recent empirical studies have challenged several of these ideas and uncovered new patterns by making use of rigorous, empirical methods. In this seminar, we will discuss a host of questions including the causes and consequences of gender (in)equality, peacetime violence against women, the determinants of and response to conflict-related sexual violence and methodologies on how to do research on gender, sex and violence. We will also examine policy interventions and responses aimed at mitigating problems associated with gender and violence.

We will discuss a variety of materials in this seminar including academic articles, policy studies and media reports. In addition, we will host several invited guest speakers from academic research and advocacy.

Guest speakers were

Dr. Gudrun Østby (PRIO - Peace Research Institute Oslo) on "Armed Conflict and Maternal Health" (08.06.2018)

and

Dr. Angela Langemkamp (GIZ – Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) on " GIZ‘s gender-related programs in developing countries" (11.07.2018)

Organisiert von: Dr. Koos, Carlo

Antike Frauen und Männer unterwegs.

WORKSHOP - FB LITERATURWISSENSCHAFTEN (LATINISTIK) - SOMMERSEMESTER 2018

Am 12. und 13. Juli 2018 veranstaltet der Lehrstuhl für Latinistik eine  altertumswissenschaftliche Gender-Tagung zum Thema „Reisen“.

Die wohlbekannten und berühmten großen Reisenden in Mythos und Geschichte der Antike sind meist Männer (Argonauten, Odysseus, Aeneas, Soldaten, Händler, Entdecker, etc.);  die Antike kennt auch weibliche Reisende aus Mythos und Historie: Helena, Medea, Kleopatra, (christliche) Kaiserinnen, Sklavinnen, Pilgerinnen etc., doch oft sind sie nur als „Mitreisende“ deklariert und kaum thematisiert. Tatsächlich ist in der Antike von einer nicht geringen Mobilität von Frauen auszugehen, welche in Quellen aber (nahezu) vollständig unterschlagen wird: Soldatenfrauen, Trossbegleitung, Kolonistinnen, religiös oder gesundheitlich motivierte Reisends, Flüchtlinge – diesen hidden figures soll besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden.

Wie sind die Reisen (insb. die Erzählungen davon) der bekannten männlichen Reisenden gegendert? Der Mann reist; die Frau ist Anlass, Ziel, Unterstützung, Behinderung, Mitbringsel der Reise …

Organisiert von: Prof.'in Dr. Feichtinger-Zimmermann, Barbara

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Gender Ru/oles: Geschlechterrollen in Bildung und Gesellschaft

RINGVORLESUNG - SCHLÜSSELQUALIFIKATIONEN - SOMMERSEMESTER 2018 

Die gesellschaftlichen Kontroversen in Bezug auf Gender-Mainstreaming oder die vermeintliche Existenz einer "Homo-Lobby" zeigen, dass die Toleranz und Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt weder eine Selbstverständlichkeit noch Realität sind.
Dass Frauen* aufgrund ihres Geschlechts weiterhin benachteiligt und diskriminiert werden, zeigen zahlreiche Studien und Statistiken. Mit der Veranstaltungsreihe soll eine breite und vielseitige Perspektive auf gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse aufgezeigt werden.

Organisiert von: Heuer, Johanna; Jäger, Lisa & Kiesel, Max

gender ru(o)les: Geschlechterrollen in Bildung und Gesellschaft

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Expanding the Canon: Gender & Diversity in the Philosophical Curriculum

WORKSHOP - FB PHILOSOPHIE - SOMMERSEMESTER 2018

The workshop, to be held at Castle Neuhaus (Gais, IT) from July 1-6, 2018, aims to discuss ways of expanding and revising the historical philosophical canon and the way it is taught in the university. Scholars from other disciplines will also be called upon to discuss how various forms of interdisciplinary engagement may enrich the historical philosophical enterprise. Not only does the medieval ambience of Castle Neuhaus, one of South Tyrol’s oldest inhabited castles, present the perfect space for discussions in Medieval and Early Modern Philosophy, its unique history and intimate surroundings help create the atmosphere of both a scholarly conclave and a safe academic space. Daytime sessions will involve participant presentations on relevant topics, as well as interdisciplinary approaches, while the evenings will be organized into smaller roundtables and group brainstorming sessions, as well as dramatic readings and other activities.


Organisiert von: Dr.'in Griffioen, Amber Leigh

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Genderkompetenz für Jurist/-innen - Recht und Geschlecht

TAGESSEMINARE - SCHLÜSSELQUALIFIKATION - WINTERSEMESTER 2017/18

Die sog. Genderkompetenz spielt in der juristischen Berufspraxis in zunehmenden Maße eine wichtige Rolle. Anhand von Beispielen zu geschlechtergerechtem Sprechen und Schreiben sowie dem „Geschlecht“ als Analysekategorie des Rechts sollen verschiedene Facetten dieser Kompetenz beleuchtet und diskutiert werden.

Organisiert von: Klarmann, Tobias; Prof.'in Dr. Schönberger, Sophie & Luy, Mare

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Gastprofessur für Gender Studies / Frauenförderung

FB LITERATURWISSENSCHAFT MIT KUNST- UND MEDIENWISSENSCHAFTEN – SOMMERSEMESTER 2018

In ihrem eigenen Studium sowie vor allem seit dem Aufbaustudiengang  „Kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien“ (Universität Oldenburg) sowie als ehemalige Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Identität und Differenz. Geschlechterkonstruktionen und Interkulturalität“ (2004-2006) hat Frau Wienand sich bereits früh für eine intersektionale Perspektive entschieden, die – in diesem Fall – die Verschränkung interkulturelle mit Genderaspekten untersucht.

Seminare

FB PHILOSOPHIE - WINTERSEMESTER 2017/18

Frau apl. Prof. Friederike Kuster hat ihren Forschungsschwerpunkt in der Rechts- und Sozialphilosophie der Neuzeit und Gegenwart. Sie arbeitet insbesondere zu den Themen Geschlecht, Familie und zur Dichotomie des Öffentlichen und Privaten. Nach ihrer Habilitation über „Rousseau – Die Konstitution des Privaten. Zur Genese der bürgerlichen Familie“ (2005), hat sie mehrfach Professuren vertreten.

Seminare