Geschlechtergerechte Berufungsverfahren

Für die Universität Konstanz ist es ein wichtiges Qualitätsmerkmal, Wissenschaftlerinnen die gleichen Chancen auf den Zugang zu Professuren und Juniorprofessuren zu ermöglichen.  

Um den Anteil von Wissenschaftlerinnen bei Professuren an den Anteil potenzieller Bewerberinnen in den jeweiligen Fachbereichen anzunähern, ist Chancengleichheit in den Verfahrensschritten im Prozess integriert.

Verschiedene Instrumente sollen dazu beitragen,  geschlechtergerechte und genderkompetent Berufungsverfahren durchzuführen.

Die Zahlen zu Neueinstellungen von Professorinnen sind vielversprechend: Der Anteil an Wissenschaftlerinnen konnte in den vergangenen sechs Jahren kontinuierlich gesteigert werden.

Aktive Rekrutierung

Die Fachbereiche der Universität Konstanz und ihre wissenschaftlichen Einrichtungen der Exzellenzinitiative haben sich die aktive Rekrutierung von Wissenschaftlerinnen zu eigen gemacht.

Ziel ist, vielversprechende Wissenschaftlerinnen für die Universität Konstanz zu gewinnen und den Frauenanteil im jeweiligen Fach entsprechend dem Kaskadenmodell zu erhöhen. Verschiedene Regelungen dazu wurden in der aktualisierten Richtlinie 2016 aufgenommen.      

Die Empfehlungen zur aktiven Rekrutierung von Wissenschaftlerinnen ergänzen die Richtlinie „Berufungspolitik und wertschätzendes Berufungsverfahren für die Besetzung einer W3-Professur an der Universität Konstanz”  um anwendungsorientierte Aktivitäten zur Gewinnung von Wissenschaftlerinnen.

Sie enthalten zudem Datenbanken und Portale zur Recherche geeigneter Wissenschaftlerinnen - sowohl solche für potenzielle Kandidatinnen als auch solche für Gutachterinnen oder externe Wissenschaftlerinnen im Rahmen der Kommissionsarbeit.

Zur Dokumentation der aktiven Rekrutierung steht dem/der Vorsitzenden der Berufungskommissions- bzw. dem/der Beauftragten für aktive Rekrutierung ein Formular zur Verfügung.

Flankiert werden die Empfehlungen und die Richtlinie zur Berufungspolitik durch eine Checkliste für den Vorsitz der Berufungskommission als Orientierungshilfe zur Umsetzung eines geschlechtergerechten und genderkompetenten Berufungsverfahrens. Die Quellenangaben zur Checkliste enthalten die internen und externen gleichstellungspolitischen Vorgaben.

Material zur aktiven Rekrutierung

Gleichstellungsvertretung in Berufungsverfahren

In jeder Berufungskommission an der Universität Konstanz ist entweder die zentrale Gleichstellungsbeauftragte, eine der Sektionsgleichstellungsbeauftragten oder eine Gleichstellungsvertretung der Gleichstellungsbeauftragten Mitglied.

Die jeweilige Gleichstellungsvertretung in den Berufungsverfahren ist zuständig dafür, dass die Standards der Universität eingehalten werden und Wissenschaftlerinnen dieselben Chancen wie Wissenschaftler erhalten. 

Seit der Novellierung des Landeshochschulgesetzes im April 2014 hat die Gleichstellungsbeauftragte bzw. ihre Vertretung in den Berufungsverfahren ein Stimmrecht.

Die Gleichstellungsvertretungen treffen sich regelmäßig unter dem Vorsitz der Gleichstellungsbeauftragten und werden von der Referentin für Gender Mainstreaming unterstützt.

AG Wertschätzendes Berufungsmanagement

In der AG Wertschätzendes Berufungsmanagement kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Rektorat, Dekanaten, Verwaltung und Gleichstellung zusammen. Sie arbeiten daran, die Berufungsverfahren für die Bewerbenden transparent und wertschätzend zu gestalten.