Veranstaltungshinweise

Aktuelle Veranstaltungen

Veranstaltungsreihe "100 Jahre Frauenwahlrecht - Haben Frauen die Wahl?" vom 8.3. bis 30.11. 2018

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Veranstaltungsarchiv

Tania Witte (Foto: Reinhard Simon)
Tania Witte (Foto: Reinhard Simon)

Tania Witte auf einer IBH-Lesereise

Die Autorin und Spoken Word-Performerin Tania Witte liest im Rahmen einer Lesereise der IBH-AG Gender & Diversity aus dem dritten Teil ihrer Romantrilogie, die von der Presse gerne mit Amistead Maupins „Stadtgeschichten“ verglichen wurde.

Die Trilogie lebt von ihren queeren Charakteren und deren Suche nach einem Platz in der Gesellschaft und den Wurzeln ihrer Identität. Dabei führt bestenfalls alles zwei Protagonist*innen auf einen turbulenten Roadtrip von Berlin nach Friedrichshafen und Zürich, wo sie erkennen müssen, dass Suchen zwar spannend, Finden aber nicht immer erstrebenswert ist.

Ergänzt wird die Lesung durch Erzählsequenzen, eine Spoken-Word-Performance und eine Diskussion mit dem Publikum.

A gallery of portraits hosted in the library

Opening of the exhibition on 19th October 2017 in the Library of the University of Konstanz (level B4) with special contributions by the curator of the exhibition Dr. Sara Azzali from the University of Potsdam, the vice-rector for Internationalisation and Equal Opportunities of University of Konstanz, Prof. Nicole Dehé, and Prof. Aljosa Volcic from the University of Calabria.

Following the talks at 18:30 (6:30 p.m.) there was a concert by the pianist and mathematician Dr. Ingrid Carbone in the Audimax A600.

The exhibition is travelling all over the world offering a glimpse into the world of mathematics through 13 portraits of women mathematicians, honouring their achievements, their lives and their very own way of doing mathematics.

The exhibition has been hosted in the Library from the 19th of October until the 16th of November 2017.

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Leistungsbeurteilung und Karriereförderung in Wissenschaft und Forschung

Öffentlicher Vortrag von Prof.'in em. Dr. Andrea Abele-Brehm, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Die Ausgangsfrage wird sein: Was hat der Gender-Bias mit einer Leistungsbeurteilung und Karriereförderung in Wissenschaft und Forschung zu tun?

Prof.´in em. Dr. Andrea Abele-Brehm wird anhand theoretischer Ansätze (Kategorien, Agency, Stereotype) erläutern, was häufig immer noch unbewusst oder bewusst hinsichtlich von Zuschreibungen in Beurteilungsprozessen passiert und wie Begutachtende und Führungspersonen bei ihren Entscheidungen über Leistung implizite oder auch explizite Geschlechterstereotype reproduzieren.

Gibt es auch bei uns asymmetrische Eigenschafts- oder Statuszuschreibungen qua Geschlecht? Welche alternativen Handlungsoptionen praktizieren wir bereits, um der Zuschreibungsfalle zu entgehen? Welche weiteren Möglichkeiten sind realistisch, um einem Gender-Bias bei der Leistungsbeurteilung von Wissenschaftler_innen entgegenzuwirken? Wie gehen wir mit Beharrungskräften hinsichtlich der Grundhaltung und Einstellung zu Geschlecht und Gleichstellung um?

Gerne möchten wir mit Ihnen diskutieren, ob und wie diese Mechanismen in Ihrem Wissenschaftsalltag eine Rolle spielen und wie Veränderungen umsetzbar sind.

Prof.'in em. Dr. Andrea Abele-Brehm ist Sozialpsychologin und war bis 2016 als Professorin für den Lehrstuhl Sozialpsychologie an der FAU in Erlangen-Nürnberg tätig. Sie ist eine der führenden Sozialpsychologin mit dem Schwerpunkt Geschlechterforschung und ist/war in vielen Gremien der DFG und der Deutschen Gesellschaft für Psychologie aktiv. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die Frage, wie sich ein sogenannter „gender-bias“ in der Wissenschaft auswirkt.

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portrait theater "Curie_Meitner_Lamarr_indivisible"
portrait theater "Curie_Meitner_Lamarr_indivisible"

"Curie_Meitner_Lamarr_indivisible"

Drei herausragende Pionierinnen stehen für bedeutende Leistungen von Frauen in Wissenschaft und Technologie: Marie Curie (1867-1934), die zweimal mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde und die Radioaktivität entdeckte; die österreichisch-schwedische Kernphysikerin Lise Meitner (1878-1968), die die Kernspaltung theoretisch begründete, sowie die aus Wien stammende Hollywood-Schauspielerin Hedy Lamarr (1914-2000), die das sogenannte Frequenzsprungverfahren („frequency-hopping“) erfand, das bis heute in der Kommunikationstechnik angewendet wird (Bluetooth-Verbindungen und GSM-Technik).

Ein unterhaltsames Porträt dieser drei „unteilbaren“ Frauen wird im Theaterstück „Curie_Meitner_Lamarr_indivisible/unteilbar“ gezeichnet. Das Stück wurde am Donnerstag, 4. Mai 2017, im Wolkensteinsaal des Konstanzer Kulturzentrums am Münster vom „portrait theater“ in englischer Sprache aufgeführt. Veranstaltet wurde die Vorstellung vom Referat für Gleichstellung und Familienförderung der Universität Konstanz in  Kooperation mit den Sonderforschungsbereichen SFB 767 und SFB 1214.

Regie hat Sandra Schüddekopf, die Schauspielerin Anita Zieher ist in den Rollen von Marie Curie, Lise Meitner und Hedy Lamarr zu erleben. Die drei Frauen werden anhand von Anekdoten lebendig, aber auch über Erfolge und Hindernisse in ihrer Forschung, wobei stets die Leidenschaft für die jeweiligen Forschungsthemen mitschwingt. Eingeblendet in die Aufführung sind Videos mit Mädchen, die sich nicht davon abbringen lassen, immer wieder Fragen zu stellen – vielleicht die herausragenden Wissenschaftlerinnen der Zukunft.

Der Wiener Verein „portrait theater“ hat sich zum Ziel gesetzt, Personen, die eine herausragende Rolle in der Gesellschaft eingenommen haben, durch künstlerische Darstellung vorzustellen. Einen Schwerpunkt bildet die Porträtierung von herausragenden Frauen, um deren Wirkung oder Bedeutung in der Öffentlichkeit besser sichtbar zu machen. 

Dr. Senta Trömel-Plötz (Foto: Th. Petri)
Dr. Senta Trömel-Plötz (Foto: Th. Petri)

Sie arbeitet – er ist das Genie: Künstlerinnen und Mileva Einstein-Maric

Lesung mit Prof. Dr. Senta Trömel-Plötz (Begründerin der feministischen Linguistik an der Universität Konstanz, heute freie Autorin in den USA).

Ein Spannungsfeld wissenschaftlicher Disziplinen

Nature versus nurture: Gibt es diesen Gegensatz aus Ihrer Sicht noch? Haben Sie schon einmal biologistische Sichtweisen hinterfragt und auf den Kopf gestellt oder über den Mehrwert anderer Perspektiven nachgedacht? Wozu dienen eigentlich Genderperspektiven?

An der Fishbowl-Diskussionsrunde "Geschlecht - alles Bio? Ein Spannungsfeld wissenschaftlicher Disziplinen" haben sich Expert_innen verschiedener Fachdisziplinen beteiligt:

  • Prof.´in Dr. Nina Degele, Soziologie, Universität Freiburg
  • Prof.´in Dr. Kerstin Palm, Gender and Science, HU-Berlin
  • Prof. Dr. Clemens Wischermann, Geschichte und Soziologie, Universität Konstanz
  • Moderation: Dr. rer nat. Anja Vervoorts

Das Fishbowl-Format ermöglichte den unmittelbareren Austausch mit den Expert_innen aus unterschiedlichen Disziplinen.

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Akademie am See "Brain Gain - Vielfältige Potenziale für die Spitzenforschung"

Unter dem Titel „Brain Gain. Vielfältige Potenziale für die Spitzenforschung“ widmete sich die erste Akademie am See am 29. und 30. Juli 2010 den Rahmenbedingungen von Wissenschaftskarrieren.

Die sehr gut besuchte, öffentliche Auftaktveranstaltung fand am Donnerstag Abend im Festsaal des Steigenberger Inselhotels statt.

• Gesine Schwan reflektierte in ihrem Eröffnungsvortrag zum Thema „Bildungsgerechtigkeit und Exzellenz?“ mit klaren und provokanten Thesen die soziale Gerechtigkeit im Hochschulsystem. Diese wurden in der anschließenden Podiumsdiskussion, unter dem Titel „Wie viel Fairness verträgt die Exzellenz?, aufgegriffen und durch spannende Thesen der PodiumsteilnehmerInnen ergänzt.

• Martina Schraudner, Leiterin des Fachgebiets Gender und Diversity in Organisationen, Technische Universität Berlin/Fraunhofer Gesellschaft richtete ihren Blick dabei auf Strukturen für eine zu schaffende Chancengleichheit.

• Die Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Dorothea Wagner, diskutierte mit Maresi Nerad, Gründungsdirektorin Center for Innovation and Research in Graduate Education, die Ausdifferenzierung der Karrieremodelle im internationalen Vergleich.

• Edit Kirsch-Auwärter, Vorstandsmitglied der Bundeskonferenz der Frauenbeauftragten und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (BuKoF), und Thomas Hinz, Professor für Empirische Sozialforschung an der Universität Kostanz, sprachen über die Anforderungen des deutschen Wissenschaftssystems.

Im zweiten, nicht öffentlichen Teil der Tagung am 30. Juli reflektierten Nachwuchswissenschaftlerinnen diese Ergebnisse in Workshops zu verschiedenen Themen und entwickelten Ideen für strukturelle Veränderungen als auch für ihre eigenen Karrieren.

Mit diesen aus der ersten Akademie am See hervorgegangen Impulsen sollen Möglichkeiten für die Weiterentwicklung des deutschen Hochschulsystems sowie für individuelle Karrierewege aufgezeigt werden. Eine Publikation der Ergebnisse ist geplant.