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Interview mit Dr. Brigitte Späth

Coach und Fachberaterin in der Entwicklungszusammenarbeit, Mentorin an der Universität Konstanz, seit dem Jahr 2001 Rollstuhlfahrerin

Die Entwicklungszusammenarbeit als berufliche Heimat

R.S.: Ich möchte Sie bitten, erst einmal zu erzählen, wie Ihr beruflicher Werdegang bis zum heutigen Zeitpunkt ausgesehen hat.

B.S.: Ich habe 1976 mit dem sozialwissenschaftlichen Grundstudium an der Uni Konstanz begonnen. […] Ich […] habe dann […] Verwaltungswissenschaften gewählt, weil ich die Interdisziplinarität, insbesondere die Kombination von Politik, Wirtschaft und Sozialem, spannend fand. Vor allem aber interessierte mich das Thema „Internationale Beziehungen“, da ich gerne etwas von der Welt sehen wollte. Damit hatte ich meine „Heimat“ gefunden. Im Rahmen eines Praktikums ging ich auch gleich ins Ausland. […]

Nach meinem Diplom in Verwaltungswissenschaften […] arbeitete ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsprojekt […]. Zur Feldforschung ging es für ein halbes Jahr in den Senegal. Ende 1988 nahm ich am Forschungsinstitut für Arbeits- und Sozialfragen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf eine Stelle an. Meine Tätigkeit dort führte mich u.a. mehrfach nach Brasilien […]. Um meine Doktorarbeit fertigzustellen, kehrte ich 1991 nach Konstanz zurück. In dieser Zeit […] arbeitete [ich] freiberuflich als Beraterin für Entwicklungszusammenarbeit. So kam ich in Kontakt mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). […] ich [habe] mich letztlich für eine Stelle bei der GTZ, heute Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), in Eschborn entschieden […].

Nach gut vier Jahren wollte ich beruflich nochmals eine Veränderung und wurde hier am Bodensee freiberuflich als entwicklungspolitische Beraterin tätig. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten hatte ich mich als internationale Gutachterin in Sachen Entwicklungszusammenarbeit recht gut etabliert. […] Als ich gerade einige neue Aufträge, verbunden mit Reisen nach Kirgistan und Russland, akquiriert hatte, stürzte ich bei Gartenarbeiten. Das war am Pfingstsamstag 2001. Seitdem bin ich querschnittsgelähmt und Rollstuhlfahrerin.

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