Sozial- und Kognitionswissenschaften mit Schwerpunkt Ungleichheitsforschung

Die Konstanzer Sozial- und Kognitionswissenschaften sind stark interdisziplinär ausgelegt. Sie erforschen die sozialen und kognitiven Aspekte menschlichen Verhaltens sowie allgemeine Entscheidungsprozesse in der Politik und Gesellschaft. Der Forschungsschwerpunkt wird seit 2012 durch die aus Mitteln der Exzellenzinitiative finanzierten Graduiertenschule Entscheidungswissenschaften verstärkt, die im Rahmen des neuen Exzellenzclusters „Die politische Dimension von Ungleichheit: Wahrnehmungen, Partizipation und Policies“ (EXC 2035) weiterentwickelt wird.

Im Cluster arbeiten PolitikwissenschaftlerInnen, WirtschaftswissenschaftlerInnen, SoziologInnen, empirische BildungsforscherInnen, PhilosophInnen, InformatikerInnen, SprachwissenschaftlerInnen und PsychologInnen gemeinsam daran, die politische Dimension von Ungleichheit noch besser zu verstehen. Dabei gehen sie unter anderem den folgenden Fragen nach: Unter welchen Bedingungen wird Ungleichheit als soziales Problem wahrgenommen? Wann führen solche Wahrnehmungen zu politischer Mobilisierung und Teilhabe? Und in welchem Ausmaß haben öffentliche Forderungen und Präferenzen Einfluss auf die Gestaltung von politischen Prozessen? Zu den großen empirischen Forschungsgebieten des Clusters gehören die Wahrnehmung von Ungleichheit im Bildungswesen und auf dem Arbeitsmarkt, Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen, der Einfluss von Institutionen auf sozioökonomische Ungleichheit sowie die Integration und Mobilisierung von ethnischen Minderheiten in demokratischen und nicht-demokratischen Ländern.