Kulturwissenschaften

Die Konstanzer Kulturwissenschaften bauen auf interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Geschichte, Kultur- und Sozialanthroplogie, Soziologie, Philosophie, Literatur, Rechtswissenschaft, sowie aus der Politik- und Verwaltungswissenschaft auf. Im Rahmen des ehemaligen Exzellenzclusters “Kulturelle Grundlagen von Integration” (EXC 16, 2006-2019) widmeten sich die Konstanzer Forschung auf diesem Gebiet einer der vordringlichen sozialen, politischen und kulturellen Herausforderungen unserer Zeit: der Integrationsfähigkeit von Gesellschaften und den Mechanismen, die sozialer Integration und Desintegration auf allen Ebenen zugrunde liegen – von der Zusammenarbeit in Familien und Nachbarschaften bis hin zu global-politischen Gefügen. Als wichtiger Bestandteil des Exzellenzclusters und als Forum für nationale und internationale Zusammenarbeit hatte das Kulturwissenschaftliche Kolleg maßgeblich dazu beigetragen, die Forschung auf diesem Gebiet voranzubringen. Es hat mehr als einhundert Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus mehr als einem Dutzend Ländern beherbergt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ehemaligen Clusters nehmen aktiv an öffentlichen Diskussionen teil und beraten die Politik zu gesellschaftlich und politisch relevanten Themen und Diskussionen.


Das Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung (ZKF) bündelt die kulturwissenschaftlich ausgerichteten Konstanzer Forschungsaktivitäten. Forschugnsthemen werden neben Phänomenen gesellschaftlicher Integration und Desintegration, auch Migration und Mobilität, sein. Das Zentrum hat den ehemaligen Exzellenzcluster “Kulturelle Grundlagen von Integration” abgelöst.

Konstanzer Kulturwissenschaftlerinnen und Kulturwissenschaftler forschen im Rahmen des Forschungszentrums “European Cultures in a Multipolar World” zu politischen Entwürfen jenseits des Eurozentrismus. Professorinnen und Professoren sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus der Rechtswissenschaft, Geschichte, Literatur sowie der Kultur- und Sozialanthropologie sind derzeit am Aufbau eines bundesweiten “Instituts für sozialen Zusammenhalt” beteiligt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Sie untersuchen, ob und wie kulturelle Faktoren, die Massenmedien und die sozialen Medien soziale und politische Teilhabe ermöglichen und öffentliche Debatten mitbestimmen. Das Institut als Ganzes wird neben der Frage nach sozialem Zusammenhalt auch Möglichkeiten ausloten, diesen zu stärken.