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Pressemitteilung Nr. 107 vom 19.6.2002

 

Prorektoren neu

 

 

Der Senat der Universität Konstanz hat die drei Prorektoren neu gewählt. Wiedergewählt wurden der Informatiker Prof. Marc Scholl als Prorektor für Allgemeine Vertretung und der Biologe Prof. Albrecht Wendel als Prorektor für Forschung. Für den Wirtschaftswissenschaftler Prof. Oliver Fabel, der nicht mehr antrat, wurde die Juristin Prof. Astrid Stadler von den Senatsmitgliedern zur Prorektorin für Lehre bestimmt. Damit bekleidet ab Wintersemester 2002/2003 erstmals eine Frau ein Prorektorenamt an der Universität Konstanz. Rektor Prof. Gerhart von Graevenitz zeigte Verständnis für die Entscheidung des Wirtschaftswissenschaftlers Fabel und dankte ihm "für enormen Einsatz".


Es sei kein Zufall, sagte von Graevenitz, dass gerade der Prorektor für Lehre an Grenzen des Leistbaren gestoßen sei. Diesem obliegt die Entwicklung der neuen Studiengänge, die alle vor Ort erarbeitet werden müssen. So konnte Astrid Stadler bei ihrer Vorstellung als Nachfolgerin Fabels auch auf ein "gut bestelltes Feld" verweisen, das sie im Oktober übernimmt. Die Juristin hat seit 1993 den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht an der Universität Konstanz inne. Sie war u.a. Studiendekanin, Dekanin der ehedem Juristischen Fakultät, Wahlmitglied des Senats und ist aktuell Mitglied des Fachbereichsrats und der Studiengangkommission des Fachbereichs Rechtswissenschaft. Ihre vornehmste Aufgabe als Prorektorin für Lehre sieht sie in der "Fortsetzung des in die Wege Geleiteten". Soll heißen: Schaffung von BA/MA-Studiengängen sowie von Promotionsstudiengängen. Zu letzteren stellte sie fest, dass die Wege zur Promotion je nach Fach sehr unterschiedlich seien. Es gehe nun darum, die "Promotionskultur" unter ein Dach zu bringen. Als weitere große Aufgabe nannte die künftige Prorektorin die Reglementierung eines Auswahlverfahrens für Studierende.


Rektor von Graevenitz, der die Juristin Stadler als "glänzende Ergänzung" des Rektoratsteams begrüßte, sprach sich auch für eine gewisse Kontinuität in der Besetzung der Ämter aus. Angesichts der hier inzwischen notwendigen Professionalisierung sei ein öfterer Amtswechsel eine Verschwendung von Ressourcen. Für die Umsetzung des Struktur- und Entwicklungsplans, die er als wichtigste Aufgabe in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit nannte, sei ein erfahrenes Team beste Voraussetzung. So dankte er den Prorektoren Scholl und Wendel, die sich für weitere zwei Jahre zur Verfügung stellen. Marc Scholl wird weiterhin als Stellvertreter des Rektors fungieren. Die besonderen Aufgabengebiete des Informatikers sind nach wie vor die elektronische Infrastruktur an der Universität und die Öffentlichkeitsarbeit. Die Schwerpunkte des Biologen Wendel, des alten und neuen Prorektors für Forschung, lauten: Drittmittelförderung, Bewertung von Forschungsleistungen, Bemühen um Stiftungslehrstühle und Technologietransfer.


Die Prorektoren werden jeweils nach der Hälfte der Amtszeit des Rektors vom Senat neu bestimmt. Da Rektor von Graevenitz noch nach der alten Grundordnung der Universität Konstanz gewählt wurde, dauert seine Amtszeit vier Jahre. Die der Prorektoren somit zwei Jahre. Ab 1. Oktober 2004 wird eine Wahlperiode für den Rektor gemäß neuer Grundordnung sechs Jahre betragen.


 

   

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