Fachbereich Philosophie


Das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium (EPG)

Das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium (EPG) ist Teil der Ausbildung für das höhere Lehramt. Es soll die späteren Lehrpersonen befähigen, ethische Fragen, die sich im Zusammenhang mit ihren Fächern stellen, aufzugreifen, zu reflektieren und in ihre spätere Unterrichtspraxis zu integrieren.
Mit dieser Ausrichtung ist das EPG innovativ und trifft bei Lehramtsstudierenden auf großes Interesse. Es setzt innerhalb der Lehrerbildung neue Impulse, strahlt aber auch auf andere Studiengänge, die Hochschulausbildung insgesamt und die Forschung aus.

Profil und Organisation

Das ethisch-philosophisches Grundlagenstudium besteht aus zwei Teilen:

Eine EPG 1 Veranstaltung, die mit grundlegenden Begriffen, Fragestellungen und Theorien der philosophischen Ethik vertraut macht; EPG 1 Veranstaltungen werden in der Regel vom FB Philosophie angeboten.

Eine EPG 2-Veranstaltung, die fachethisch und interdisziplinär ausgerichtet ist. EPG 2 Veranstaltungen werden von den Lehramtfächern angeboten. Studierende, die EPG 2 Veranstaltungen besuchen, haben in der Regel bereits EPG 1 absolviert.

Für jedes Semester wird ein EPG Programm zusammengestellt, das eine ausreichende Zahl thematisch geeigneter Lehrveranstaltungen in den Bereichen EPG 1 und EPG 2 umfasst. Das EPG Programm wird von der EPG Koordinatorin erstellt; sie berät Studierende in allen Fragen, die das EPG betreffen.

Kontakt: Dr. Anna Kusser
Raum: F 546
Tel.: 4824
anna.kusser@uni-konstanz.de


Die Inhalte

EPG 1 Seminare vermitteln ethische Basiskompetenz. Ethik, verstanden als Reflexion der Moral, ist ein kognitives Unternehmen. Dementsprechend werden elementare Begriffe und Theorien ethischen Urteilens vermittelt und Zusammenhänge zwischen Grundkonzepten ethischen Argumentierens und Handelns aufgezeigt. Anhand konkreter ethischer Problemstellungen wird die Anwendung des ethischen Grundinstrumentariums erprobt und geübt.

EPG 2 Seminare sind fachethisch ausgerichtet. Diese Ausrichtung meint keineswegs „Moralinstruktion“, sondern die Thematisierung der Tatsache, dass die Fächer an  Wissensbeständen arbeiten,  die für die individuelle und gesellschaftliche Handlungsorientierung bedeutsam sind. So eröffnet etwa Fachwissen häufig neue Handlungsoptionen und wirft damit ethische Fragen auf; es stellt Erkenntnisse bereit, die für die Reflexion, Kritik und Fortentwicklung individueller Zielsetzungen und gesellschaftlicher Normen relevant sind; schließlich gilt es auch die Praxis das Wissenserwerbs selber zu reflektieren - Stichwort „Forschungsethik“.
                                                                                                                     
EPG 2 Seminare  zielen darauf, normative Fragestellungen explizit zu thematisieren und bei der Erarbeitung von Fachwissen kontinuierlich mitzuführen; es geht darum, die angesprochene Ebene ethischer Reflexion immer wieder bewusst zu betreten und sich methodisch aufgeklärt auf ihr zu bewegen.  
Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung von EPG können Studierende EPG 2-Leistungsnachweise auch in Seminaren erwerben, die außerhalb der Fachbereiche ihrer Lehramtsfächer angeboten werden.

Doppelverwertung

Die nach der alten Prüfungsordnung (WPO, §8, Absatz (3)) mögliche Doppelverwertung wird von der neuen GympPO ausgeschlossen. Für Studierende nach alter Prüfungsordung ist sie in Ausnahmefällen möglich.


Scheine und Noten

Seit Aug. 2010 ist für LA Studierende eine neue Prüfungsordnung in Kraft.

Dass bedingt, dass Studierende und Lehrende eine Zeit lang unter dem Regime zweier Prüfungsordnungen stehen:

der alten WPO, geltend für Studierende, die vor Aug. 2010 ihr LA Studium aufgenommen haben;

der neuen GymPo, geltend für Studierende, die nach Aug. 2010 das LA Studium aufgenommen haben.  Ein Wechsel ist möglich. EPG betreffend, verbindet sich mit den Prüfungsordnungen folgender Unterschied:

Für Studierende nach der alten WPO gilt: EPG Studierende melden sich nicht über Studis an. Die EPG Leistungsnachweise werden auf Papier, i.e. ein spezielles Scheinformular, ausgestellt. Die Benotung erfolgt in halben Notenschritten. Doppelverwertung (Erwerb sowohl eines EPG Scheines wie auch eines Fachscheines) ist in Ausnahmefällen möglich.

Für Studierende nach der neuen GymPO  gilt: Studierend melden sich über Studis an; die Leistungen und Noten werden über Hispos bescheinigt. Die Benotung erfolgt in Drittelschritten (x, 0; x, 3; x,7; ). Doppelverwertung ist nicht möglich.