Aktuelles

Prof. Dr. Nancy Eisenberg
(Arizona State University):
Self-Regulation: Concept­ualization and Relat­ions with Chil­dren’s Socio­emotional Function­ing

Donnerstag, 01.12.2011, 16.00 Uhr in G306

Prof. Dr. Gottfried Seebaß
(Universität Konstanz):
Was ist Determinismus?

Donnerstag, 08.12.2011, 18.00 Uhr in G307

Herzlich willkommen bei der DFG-Forschergruppe
Grenzen der Absichtlichkeit!

Die Forschergruppe, die seit Dezember 2005 besteht und zum 1. März 2009 in ihre zweite Förderphase getreten ist, hat sich das Ziel gesetzt, die begrifflich-theoretischen wie empirischen Grundlagen menschlicher »Absichtlichkeit« neu zu bedenken und die erkennbaren Grenzen sorgfältig auszuloten. Dies setzt angesichts der Fülle von relevanten Evidenzen und Fragestellungen interdisziplinäre Zusammenarbeit voraus – ein oft beklagtes, doch selten konkret in Angriff genommenes wissenschaftliches Desiderat. Insofern leistet die Gruppe Pionierarbeit.

Alle beteiligten Disziplinen (Philosophie, Rechtswissenschaft, Kognitionspsychologie, Motivationspsychologie, Entwicklungspsychologie und Neurowissenschaft) haben ihre je spezifische Perspektive auf den gemeinsamen Gegenstand, sind aber nicht nur thematisch, sondern auch begrifflich und methodisch vielfältig verzahnt und anschlussfähig. Untersucht werden unter anderem:

Grenzen absichtlicher Kon­trolle, die durch eine re­la­tive Auto­no­mie körperlicher Fähigkeiten und senso­mo­to­rischer Hand­lungs­sche­ma­ta gegenüber ra­tio­na­len Pro­zessen der Wil­lens­bil­dung ent­stehen (Philo­so­phie);
Mechanismen der Verknüpfung von Rei­zen und ein­fachen Re­aktio­nen auf mikro­be­ha­viou­ra­ler Ebene (Kog­ni­tions­psy­cho­lo­gie);
Zusammenhänge zwischen Verhaltens­steue­rung und Emo­tions­re­gu­la­tion im Ent­wick­lungs­ver­lauf und in kul­tu­rel­lem Kon­text (Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie);
Gren­zen bei der Hand­lungs­steue­rung durch Wenn-dann-Vor­sätze in Ab­hängig­keit von deren In­hal­ten (Mo­ti­va­tions­psy­cho­lo­gie);
Gren­zen der wil­lent­li­chen Be­ein­fluss­bar­keit auto­ma­ti­scher neu­ro­na­ler, kog­ni­ti­ver und affek­ti­ver Pro­zesse der so­zia­len Ein­drucks­bil­dung, ins­be­son­dere der Ak­ti­vie­rung von Stereo­ty­pen und Vor­ur­tei­len (Neuro­wis­sen­schaft);
Die Be­deu­tung der Ab­sicht­lich­keit für die Aus­le­gung des De­mo­kra­tie­prin­zips (Rechts­wis­sen­schaft).

Über den regelmäßigen Austausch in Kolloquien, Vortragsreihen und gemeinsamen Lehrveranstaltungen hinaus wurden sieben konkrete interdisziplinäre Kooperationen vereinbart. In drei internationalen Konferenzen hat die Gruppe ihre Arbeit vorgestellt und sich mit renommierten Experten im jeweiligen Feld ausgetauscht. Ein Workshop für fortgeschrittene Studenten und Doktoranden wurde bereits durchgeführt, ein weiterer ist geplant. Vortragsreihen mit nationalen und internationalen Gästen ergänzen das Programm. Alle Mitglieder der Gruppe pflegen und erweitern Kontakte zu anderen Forschern und Einrichtungen im In- und Ausland.

DFG Forschergruppe Nr. 582