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Amartya Sen: Die Idee der Gerechtigkeit*

"Es gibt eher eine Notwendigkeit für begründete Diskussionen, in der man mit sich selbst und mit anderen widerstreitende Ansprüche löst, als für eine, wie man es nennen könnte, teilnahmslose Tolerierung." (S. x)

"Es kann mehrere verschiedene Gerechtigkeitsargumente geben, von denen jede einer kritischen Prüfung stand hält, die aber zu entgegen gesetzten Schlussfolgerungen führen. Begründete Argumente in entgegengesetzter Richtung können in Leuten mit verschiedenen Erfahrungen und Traditionen entstehen, aber auch innerhalb einer bestimmten Gesellschaft, oder sogar innerhalb derselben Person." (S. x)

"Vernünftiges Diskutieren ist für das Verstehen von Gerechtigkeit zentral, sogar in einer Welt, die viel 'Unvernunft' enthält: in der Tat, gerade in so einer Welt kann das besonders wichtig sein." (S. xiv)

Notwendig ist eine "Beteiligung in Diskussionen über ein Thema, über das man sehr schwer sprechen kann." (S. 4)

Nachhaltigkeit bedeutet "die wirklichen Freiheiten und Fähigkeiten der Menschen heute zu bewahren und, wenn möglich, zu erweitern, ohne die Fähigkeiten zukünftiger Generationen einzuschränken, ähnliche oder mehr Freiheiten zu haben." (S. 251-252)

* Meine Übersetzung nach dem Original:
Amartya Sen (2009): The Idea of Justice. Cambridge, MA: Harvard University Press..

Amartya Sen (2010): Die Idee der Gerechtigkeit. München: Beck-Verlag.

Amartya K. Sen (2010). La idea de la justicia. Taurus.

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