Letzte Änderung: 1.11.2003 (c) Georg Lind
Kurs: Einführung in die Pädagogische Psychologie


Äquilibration: Assimilation und Akkommodation

nach Jean Piaget

  1. Beim Versuch, die Bedeutung eines Ereignisses zu verstehen, wird eine leichte Diskrepanz sprübar.

  2. Ein Gefühl der Verwirrung folgt: Neugierde, Unbehagen, affaktive Erregung.

  3. Weitere neue Informationen kommen dazu, die nicht in das bisherige Verständnis passen.

  4. Während einer Phase der entspannten Reflektion versucht man, die neuen Informationen in alte Schemata einzuordnen; man spricht mit sich selbst.

  5. Man merkt, dass neue Schemata notwendig sind, um ein angemessenes Verständnis zu erreichen, und "entdeckt" solche in der Lernumwelt, die man ausprobiert und besser findet als die alten. (Akkommodation). Ein neues Gleichgewicht ist erreicht.

  6. Nach einer Weile werden aus neuen Schemata 'alte' Schemata, die immer breitere Anwendung finden und die einem helfen, immer mehr Ereignisse und Wahrnehmungen zu verstehen.

  7. Eine neuerliche Diskrepanz entsteht und der Prozess der Gleichgewichtsbildung (Akkommodation und Assimilation) geht weiter.

Quellen:

Sprinthall, N.A., Sprinthall, R.C., & Oja, S.N. (1994). Educational psychology. Sechts Auflage, S. 121