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Universität Konstanz
Heiler - Michels
Aus:
Deskriptive und Explorative

Datenanalyse

Abb. 6.14
Es wurde versucht, stark differenzierende oder wichtige Merkmale mit wesentlichen Gesichtszügen zu verbinden. Die Anteile der Studenten, die ein Fach als Leistungskurs wählten und die Durchschnittspunktzahlen in diesem Fach werden in der Regel zwei unterschiedlichen Details desselben Gesichtsteils zugewiesen. So repräsentieren etwa Krümmung und Größe des Mundes die durchschnittliche Punktzahl und den Leistungskursanteil im Fach Mathematik, die Größe der Pupillen und der Augen die durchschnittliche Punktzahl und den Leistungskursanteil im Fach Deutsch. Man erkennt eine deutliche Differenzierung der Fakultätsgesichter bezüglich dieser Merkmale. Mathematiker und Physiker haben dick ausgeprägte Lippen und lächeln. Da sie Deutsch nur selten als Leistungskurs gewählt haben, besitzen sie kleine schlitzförmige Augen, obwohl auch sie keine schlechten Deutschnoten erzielten. Insbesonder Physiker zeichnen sich durch fehlende Haarpracht aus. Sie haben weder Präferenzen für gesellschaftswissenschaftliche Leistungskurse (untere Haarlinie), noch gibt es viele Frauen in ihren Reihen (obere Haarlinie). Einen ganz anderen Eindruck vermitteln die Geisteswissenschafter. Vor allem die Juristen und Philosophen zeichnen sich durch fehlende Neigung und geringe Punktzahlen in Mathematik (Breite und Krümmung des Mundes) und Präferenzen für das Leistungsfach Deutsch (große, weit aufgerissene Augen) aus. Der üppige Haarwuchs weist auf einen hohen Frauenanteil und auf eine Vorliebe für gesellschaftswissenschaftliche Leistungskurse hin. In analoger Weise können die anderen Gesichtszüge und die Gesichter anderer Fakultäten interpretiert werden. Diese und andere Detailinterpretationen mögen jedoch dem Leser überlassen bleiben. Dabei erweist sich ein Vergleich mit den in Abbildung 6.15 dargestellten extremen Gesichtern (jede Ausprägung nimmt ihr Minimum bzw. ihr Maximum an) und dem Durchschnittsgesicht, das den Durchschnittsausprägungen aller erhobenen Studenten entspricht, als hilfreich.
Abb. 6.15