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Universität Konstanz
Heiler - Michels
Deskriptive und Explorative
Datenanalyse

ISBN 3-486-22786-6
Es ist schon immer, seit praktische Statistik betrieben wird, üblich gewesen, statistische Daten durch geeignete graphische Darstellungen zu veranschaulichen, in Tabellen zu verdichten und schlie▀lich durch einfache Kenngrö▀en zu charakterisieren. Dies gehört zu dem Aufgabenbereich der deskriptiven Statistik. Durch die Verdichtung des Datenmaterials wird ein Verlust an Einzelinformation in Kauf genommen zugunsten eines Gewinns an Aussagekraft

Während für lange Zeit, ausgehend von der englischen Schule, die am Wahrscheinlichkeitsmodell orientierte mathematische Statistik das Bild unseres Faches geprägt hat, stellt man, etwa zu Beginn der 60er Jahre, eine Renaissance der datenorientierten Betrachtungs- und Vorgehensweise fest. Als richtungsweisend wird in diesem Zusammenhang gern ein Artikel von John Wilder Tukey aus dem Jahre 1962 genannt mit dem Titel "The Future of Data Analysis". Zum Aufgabengebiet der deskriptiven Statistik, nämlich der Zusammenfassung, der Konzentration und Präsentation von Daten, kommt das Ziel hinzu, in den Daten vorhandene (häufig versteckte) Strukturen und etwaige Auffälligkeiten, Anomalien, aufzudecken. Dazu wird das Bündel der zur Verfügung stehenden Methoden in vielfältiger Weise erweitert. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die ständig wachsende Einsatzmöglichkeit immer leistungsfähiger werdender Computer. Sie erlaubt früher unmöglich gewesen Kalküle mit hohem Komplexitätsgrad durchzuführen und eröffnet, was vielleicht noch interessanter ist, der graphischen Analyse und Darstellung neue Wege.

Beispiel