Fachbereich Philosophie


Zum Lehramt-Studium

Im Lehramtsstudiengang kann Philosophie/Ethik nur als Hauptfach und in Kombination mit anderen Fächern studiert werden. Das Grundstudium wird – üblicherweise nach dem vierten Semester – mit einer mündlichen Zwischenprüfung abgeschlossen, das Hauptstudium endet, in der Regel nach 8 Semestern, mit dem Staatsexamen. Das empfohlene Programm des Grundstudiums umfasst etwa 30 Semesterwochenstunden. Das Grundstudium vermittelt erste Kenntnisse der Logik und Argumentationslehre, dient dem exemplarischen Kennenlernen traditioneller philosophischer Fragestellungen und führt in die Lektüre und Interpretation philosophischer Autoren und philosophischer Theorien ein. In gemeinsamer Arbeit werden systematische Bereiche der Philosophie, wie die Erkenntnis- oder Wissenschaftstheorie oder die praktische Philosophie und die Ethik, erschlossen. Dabei wird auch der Umgang mit einer leistungsfähigen wissenschaftlichen Bibliothek und modernen Informationstechnologien trainiert.
Bis zum Ende des zweiten Semesters ist eine Orientierungsprüfung, nach dem vierten Semester ist die Zwischenprüfung abzulegen.
Im Hauptstudium werden diese Kenntnisse und Fähigkeiten erweitert und vertieft. Schließlich setzen die Studierenden, ihren jeweiligen Interessen entsprechend, je einen Schwerpunkt auf systematischem und auf historischem Gebiet. Sie verfügen am Ende des Hauptstudiums über Kenntnisse wichtiger Probleme der theoretischen und der praktischen Philosophie, besitzen einen Überblick über die Geschichte der Philosophie und die Hauptströmungen der gegenwärtigen Philosophie und können selbständig arbeiten.
Das Staatsexamen besteht jeweils aus einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung (Klausur). Außerdem muss in einem der Studienfächer eine wissenschaftliche Arbeit ("Zulassungsarbeit") angefertigt werden. Einzelheiten regeln die Zwischenprüfungsordnung bzw. die Staatsexamensordnung mit ihrem fachspezifischen Anhang für Philosophie/Ethik.


Staatsexamensordnung Studienfach Philosophie/Ethik

Die Staatsexamensordnung enthält folgende Regelungen für das Studienfach Philosophie/Ethik:

1
Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
1.1
Latinum oder Lateinkenntnisse, die den Anforderungen des Latinums entsprechen, oder Graecum oder Griechischkenntnisse, die den Anforderungen des Graecums entsprechen.
Soweit diese Kenntnisse nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen sind, soll der Nachweis zu Beginn des Studiums, spätestens zum Zeitpunkt der akademischen Zwischenprüfung erbracht werden.
1.2 Erfolgreiche Teilnahme an
1.2.1 zwei Proseminaren, davon eines in Logik/ Logischer Propädeutik, einschließlich deontischer Logik, und eines in theoretischer  oder in praktischer Philosophie.
1.2.2 drei Hauptseminaren aus den Bereichen der grundlegenden Werke der Geschichte der Philosophie und der systematischen Gebiete, von denen eines der theoretischen Philosophie zugehört und zwei der praktischen Philosophie, davon ein Hauptseminar aus dem Bereich der Angewandten Ethik.
1.2.3 einem weiteren Hauptseminar zu den Hauptlehren des Christentums sowie an zwei weiteren Proseminaren, Hauptseminaren oder Übungen aus den folgenden Bereichen: Weltreligionen, Religionsphilosophie, Religionsgeschichte, moralische Sozialisation, Sozialwissenschaften, Interdisziplinarität der Wissenschaften

 
Die Wahl der Proseminare, Hauptseminare und Übungen ist so zu treffen, dass [auch] Antike und Mittelalter berücksichtigt sind.

1.2.4 einer fachdidaktischen Lehrveranstaltung.
1.2.5 den Lehrveranstaltungen im Rahmen der Pädagogischen Studien und des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums.

 


Anforderungen

 2
Anforderungen in der Prüfung
 2.1 Überblick über die Grundprobleme und die Geschichte der Philosophie, einschließlich der Ethik, bis zur Gegenwart.
 2.2 Vertrautheit mit vier grundlegenden Werken der Philosophie, von denen zwei der theoretischen und zwei der praktischen Philosophie, insbesondere der Ethik, zugehören (z.B. Platon: Politeia, Aristoteles: Nikomachische Ethik, Augustinus: Confessiones, Thomas von Aquin: Summa Theologica (Artikel zu Ethik, Recht, dem Verhältnis von Glauben und Wissen, der Lehre von Gott, einschließlich der Gottesbeweise), Decartes: Meditationes, Hobbes: Leviathan, Hume: Enquiries, Kant: Kritik der reinen Vernunft, Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Hegel: Phänomenologie des Geistes,  Heidegger: Sein und Zeit, Rawls: Theorie der Gerechtigkeit).
  Bei den grundlegenden Werken müssen verschiedene philosophische Richtungen berücksichtigt  werden. Zwei Werke müssen dem gegenwärtigen Philosophieren und zwei einer älteren Epoche oder älteren Epochen der Philosophie zugehören. Die Vertrautheit mit der Stellung dieser Werke im Gesamtwerk der Autoren wird erwartet.
Bei einem der unter 2.2 gewählten Werke ist der historische oder der systematische Problemzusammenhang aufzuzeigen (Vertiefungsgebiet).
 2.3 Kenntnis wichtiger Probleme und Problemlösungsversuche auf den Gebieten der theoretischen Philosophie und der praktischen Philosophie, insbesondere der Ethik. Vertiefte Kenntnis in je einem Prüfungsgebiet aus der theoretischen und praktischen Philosophie ( z.B. Skeptizismus, Wahrheitstheorien, Kausalität, Freiheitstheorien, ein Teilgebiet der Angewandten Ethik, Utilitarismus, Rechts- und Staatsbegründung).
Insgesamt werden vier Prüfungsgebiete verlangt.
 2.4 Überblick über die Grundanschauungen der Weltreligionen, insbesondere des Christentums. Kenntnis religiöser Strömungen der Gegenwart, Kenntnisse aus dem Gebiet der Religionsphilosophie. Kenntnisse über die interdisziplinäre Verflochtenheit von Philosophie, Logik und Mathematik, Natur-, Geistes-, Sozial- und Religionswissenschaft. Kenntnisse aus dem Bereich der Moralischen Sozialisation und der Sozialwissenschaften (einschließlich Rechts- und Politikwissenschaften).
 2.5 Die Fähigkeit zum Gebrauch der wichtigen wissenschaftlichen Hilfsmittel einschließlich der elektronischen Medien sowie des Internet wird vorausgesetzt.

Durchführung der Prüfung

 3 Durchführung der Prüfung
 3.1 Schriftliche Prüfung mit einer Klausur (4-stündig).

Die Prüfer legen zwei Rahmenthemen aus dem systematischen und zwei aus dem historischen Bereich des Faches fest, aus denen die Aufgaben gestellt werden. Jeweils eine Aufgabe muss eine Textinterpretation sein. Die Rahmenthemen müssen für alle Bewerber dieselben sein. Sie müssen sowohl im historischen als auch im systematischen Teil einen angemessenen Umfang haben (z.B. Platons Frühdialoge; Begründung moralischer Normen).
Im Einvernehmen mit dem Prüfungsamt teilen die Prüfer die Rahmenthemen den Bewerbern etwa 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung in einer gemeinsamen Bekanntmachung mit.
Aus jedem Rahmenthema wird in der Regel je eine Aufgabe für alle Bewerber zur Wahl gestellt. Eine Aufgabe ist zu bearbeiten.

Eine Aufgabe aus einem Rahmenthema, dem das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit zuzuordnen ist, kann nicht gewählt werden.
 3.2 Die mündliche Prüfung dauert etwa 70 Minuten.
Sie erstreckt sich auf die unter 2 genannten Anforderungen. 
Auf die von den Bewerbern mit Zustimmung ihrer Prüfer gewählten vier Prüfungsgebiete aus 2.2 und 2.3 entfallen insgesamt etwa zwei Drittel der Prüfungszeit. Die weitere Prüfungszeit entfällt auf die anderen unter 2 genannten Anforderungen.

Gegenstand und näherer Umkreis der Wissenschaftlichen Arbeit und das Rahmenthema, dem die in der schriftlichen Prüfung bearbeitete Aufgabe entnommen wurde, bleiben außer Betracht.

Bewerbung

Bei Interesse an einem Lehramt Studium an unserem Fachbereich wenden sie sich an die Studienberatung oder schicken sie Ihre Bewerbung an die Universität. (näheres zum Bewerbungsverfahren finden sie auf der Seite der Universität Konstanz)


Prüfungsordnung


Hinweis zu Seminar- und Abschlussarbeiten

Aufgrund des vermehrten Auftretens von Plagiaten bei Seminar- und Abschlussarbeiten gibt es hier ein Merkblatt mit Hinweisen zu prüfungsrechtlichen Folgen, zu den Richtlinien wissenschaftlicher Arbeit und zu Angeboten der Universität zur Vermittlung der Regeln wissenschaftlicher Arbeit.

Zusammen mit jeder Hausarbeit ist diese Erklärung abzugeben, mit der versichert wird, dass die Hausarbeit selbständig verfasst wurde.

Weitere Hinweise und Tipps zum Umgang mit Literatur und Quellen in wissenschaftlichen Arbeiten finden Sie hier.


Attestformular zum Prüfungsrücktritt wegen Prüfungsunfähigkeit

Im Falle eines Prüfungsrücktritts wegen Prüfungsunfähigkeit und der Verlängerung der Bearbeitungszeit von Abschlussarbeiten gibt es ein einheitliches, von allen Studierenden zu nutzendes Attestformular.  Dieses Attestformular inkl. dazugehörigem Merkblatt finden Sie hier.

Bitte reichen Sie im Fall von Prüfungsunfähigkeit dieses Attest beim Fachbereichssekretariat (G 628; FB-Philosophie@uni.kn) ein.


Studieren mit Kind

STUDIEREN MIT KIND und mit dem StEP
Sie haben Kinder und beginnen Ihr Studium an der Universität? Sie werden im Laufe des Studiums Eltern? Die Universität Konstanz freut sich, Sie als Eltern an der Hochschule zu begrüßen. Der Studierenden-Elternpass (StEP) ermöglicht es Ihnen, universitätsweit  auf alle familienfreundlichen Einrichtungen, Maßnahmen und Angebote zuzugreifen.

Angebot des Fachbereichs zur individuellen Studienverlaufsplanung
Individuelle Regelungen für Ihr Philosophie-Studium besprechen Sie bitte mit dem Fachbereichsreferenten Dr. Michael Kieninger.

Prüfungen während der Elternzeit
Es ist grundsätzlich möglich, während der Beurlaubung aufgrund von Mutterschutz/Elternzeit an Lehrveranstaltungen und Prüfungen teilzunehmen.

Studium + Kind + Ausland
Zum Thema Studieren mit Kind im Ausland gibt es eine von der CHE und der Universität Wismar  spezielle Informationsseite. Für weitere Informationen zu Partneruniversitäten der Universität Konstanz und Förderungsmöglichkeiten für den Auslandsaufenthalt wenden Sie sich an die ERASMUS-Beauftragte des Fachbereichs bzw. an das International Office.

Familienförderung der Universität Konstanz
Weitere zentrale Informationen zu Beurlaubung, Kinderbetreuung, Elterngeld etc. finden Sie auf den Seiten der Familienförderung der Universität Konstanz.

Weitere Informationen für studierende Eltern finden Sie hier.