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Konstanz - Kunstwissenschaft |
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Vorlesungsverzeichnis SS 2003 |
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Große Epochen der Kunstgeschichte exemplarisch
Das Proseminar versteht sich als Ergänzung zur "Einführung
in die Kunstwissenschaft" und gibt einen Überblick über
die Epochen der europäischen Kunstgeschichte von der Antike bis zur
Gegenwart. Ziel ist es, die für die jeweiligen Perioden wichtigsten
künstlerischen Konzepte kennenzulernen und in exemplarischen Einzelanalysen
von Werken der drei großen Gattungen – Malerei, Skulptur und Architektur
– zu erproben. Im Mittelpunkt wird die Frage nach dem Raumbezug der ausgewählten
Beispiele stehen. |
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Einführung
in die Analyse ausgewählter Werke der Nachkriegsmalerei J. Stöhr Di 14–16 Uhr, A 704 Das Proseminar bietet in einer Auswahl exemplarischer Werke der Nachkriegsmalerei
einen ersten Einblick in das Spektrum des Kunstschaffens seit 1945. Im
Mittelpunkt dieser Einführung steht die Analyse von Einzelwerken.
Dabei geht es darum, jeweils bildspezifisch den adäquten Zugang zu
den Bildern zu erlernen und in der konkreten Bildanschauung das Vergegenwärtigigungsvermögen
der visuellen Phänomene zu untersuchen. |
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Altar-Bild: kleine Kunstgeschichte des
Altarretabels im Mittelalter Obligatorische Einführungslektüre: Bruno Reudenbach, "Der
Altar als Bildort. Das Flügelretabel und die liturgische Inszenierung
des Kirchenjahres", in: Uwe M. Schneede (Hrsg.): Goldgrund und Himmelslicht.
Die Kunst des Mittelalters in Hamburg, Ausstellungskatalog Hamburger Kunsthalle,
Hamburg 1999, S. 26–33 (Kopiervorlage im Sekretariat). Einen Überblick
über viele der im Seminar zu behandelnden Werke (mit hervorragendem
Bildmaterial) gibt Norbert Wolf, Schnitzretabel des 14. Jahrhunderts,
Berlin 2002.
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Ein Gegenstück zum Genter Altar:der Paramentenschatz
des Ordens vom Golden Vlies Der Kunsthistoriker Otto Pächt hat den im Auftrag von Philipp dem Guten im wesentlichen nach 1432 geschaffenen "Paramentenschatz" mit Recht als ein Werk bezeichnet, dessen Bekanntheit im umgekehrten Verhältnis zu seiner kunsthistorischen Bedeutung steht. Bei den heute in der Weltlichen Schatzkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien aufbewahrten Textilien handelt es sich um ein Ensemble von zwei Altarbehängen, drei Chormänteln, einer Kasel und zwei Dalmatiken, die bei den religiösen Zeremonien des Ordens vom Goldenen Vlies getragen wurden. Was ihr ikonografisches Programm betrifft, bilden die drei Chormäntel, deren Entwurf auf Robert Campin zurückgeht, zusammen ein Gegenstück zur Feiertagsseite des Genter Altars der Brüder van Eyck mit der Allerheiligendarstellung. Durch ihre kostbare Technik – Stickereien aus Silber- und Goldfäden sowie farbiger Siede – sollten sie jedoch das im bürgerlichen Kontext entstandene malerische Vorbild übertreffen. Zur Einführung: Felix Thürlemann, Robert Campin: eine Monographie
mit Werkkatalog, München 2002, S. 155ff.
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"In Between" Architektur in der Kunst
/ Architektur als Kunst In der Moderne haben bildende Künstler in ihren Werken immer wieder
die Grenze zur Architektur gesucht. Sie sind in ihren Installationen,
Räumen oder Häusern zu "Erfahrungsarchitekten" geworden
und haben damit den klassischen Werkbegriff zuletzt radikal aufgelöst.
Andererseits gibt es seitens der Architektur immer wieder Konzepte, die
die Bauwerke radikal von ihrer Funktionsgebundenheit lösen und in
"reine" Kunst überführen wollen. Der Kurs analysiert,
ausgehend von Kurt Schwitters‘ "Merzbau", die unsicher gewordene
Grenze der Disziplinen. Zwischen proto-architektonischen Kunstwerken und
trans-architektonischen Gebäuden entfalten sich Zwischenräume,
in denen Künstler und Architekten wie etwa James Turrell, Gerhard
Merz, Gregor Schneider, Eric Owen Moss oder Peter Eisenman an der Auflösung
traditioneller Gattungsgrenzen arbeiten. |
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Bild als Komposition F.Thürlemann Do 14–16 Uhr, H 306 Seit Leon Baptista Alberti 1435 den aus der antiken Architekturtheorie
stammenden Begriff der compositio in die Theorie der Malerei eingeführt
hat, spielt dieser in der abendländischen Reflexion über Malerei,
aber auch in der malerischen Praxis eine bedeutende Rolle. Aufgabe des
Seminars ist es, die wichtigsten theoretischen Ausformungen des Begriffs
in ihrem Verhältnis zur jeweiligen künstlerischen Praxis nachzuzeichnen.
Insbesondere soll dabei untersucht werden, welche Funktionen der Kompositionsbegriff
im Übergang von der traditionellen figürlichen zur sogenannten
abstrakten Malerei, etwa den "Kompositionen" eines Kandinsky
oder Mondrian, spielte.
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Repräsentierte
Zeit und Bewegung in Bildern und Diagrammen: Mittelalter/Moderne J.Paech/S.Bogen Di 10–12 Uhr, H 304 Bilder repräsentieren Zeit und Bewegung, lange bevor sie selbst verzeitlicht und bewegt erscheinen. Im Seminar werden neuere Bild- und Diagrammtheorien (Peirce, Deleuze) in ihren Anwendungsmöglichkeiten auf ein breites historisches Material diskutiert. Vorgesehene Themen sind u.a. die Repräsentation der heilsgeschichtlichen Zeit in mittelalterlichen Bilderzählungen, die graphische Repräsentation technischen und mechanischen Wissens in der Neuzeit (Leonardo u.a.), die Entstehung des Kurvendiagramms im 19. Jahrhundert und die wissenschaftliche Analyse von Bewegung, diagrammatische Darstellungen des Filmbildes [...]. Vor Semesterbeginn ist ein Reader mit den wichtigsten im Seminar diskutierten Texten in den Sekretariaten Kunst- und Medienwissenschaft zu erwerben. |
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Michel Foucault und die bildende Kunst Lässt sich Kunstwissenschaft/-geschichte als Archäologie denken,
als eine diskursive Praxis, die ihre Bedingungen reflektiert? Als ein
spezifisches Wissen? Ausgehend von Michel Foucaults Texten zu Bildern
von Diego Velázquez, Edouard Manet, René Magritte und Marcel
Broodthaers fragt das Seminar nach der Beziehung Michel Foucaults zur
bildenden Kunst und Kunstgeschichtsschreibung sowie dem Status von Bildern
im Denken Foucaults, das sich weitgehend auf sprachlich überlieferte
"Aussagen" bezieht. Foucaults Reflexion der Autorfunktion macht
die Interdiskursivität künstlerischer Produktion deutlich. Sie
ist ebenso Thema wie die in der zeitgenössischen künstlerischen
Arbeit vieldiskutierte Fragestellung, ob Foucaults Texte zur Geschichte
der Sexualität und die damit einhergehende "Ästhetik der
Existenz" für die gegenwärtige Konzeptionalisierung von
Kunst und Künstlerdasein von Bedeutung sind.
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| Forschungskolloquium F. Thürlemann Do 16–18 Uhr, H 304 Das Forschungskolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende, insbesondere an jene, die eine Magisterarbeit oder Dissertation vorbereiten. Voranmeldung beim Dozenten ist erwünscht. |
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