4.3

Ihre Hausarbeit muss gewissen formalen Anforderungen genügen, damit sie wissenschaftlich verwendbar ist, aber auch, um dem Leser die Lektüre zu erleichtern. Überdies werden Historiker mehr und mehr zu Produzenten wissenschaftlichen Schrifttums, die alle Schritte von den ersten Forschungen über die eventuell notwendige Einwerbung finanzieller Mittel bis hin zur Präsentation der Ergebnisse selbst in die Hand nehmen müssen. Wer außerhalb der Geschichtswissenschaft tätig ist, wird um so mehr darauf angewiesen sein, seine Arbeit durch vom Rohentwurf bis zum fertigen Druckerzeugnis selbst hergestellte Schriften zu präsentieren.

Überdies präsentieren Sie sich mit Ihrem Schriftsatz nicht nur als Wissenschaftler, sondern auch als Person. An der Universität mag man Sie als genialen Chaoten dulden, aber wenn Sie Unterrichtsmaterialien an der Schule, eine Pressemitteilung oder eine Broschüre der internen Unternehmenskommunikation in schlampigem Layout und voll von Rechtschreibfehlern und sprachlichen Ungelenkigkeiten verwenden, wird man Sie nicht für jemanden halten, dem der Inhalt wichtiger ist als die Form, sondern vielmehr von der Form auf die Qualität des Inhalts und auf Ihre Einstellung zu Ihrer Aufgabe schließen. Also berücksichtigen Sie, sich selbst und dem Leser Ihrer Arbeit zuliebe, die Hinweise zu Formalia, Zitierweise und Korrektur.

Versuchen Sie, in Stil und Vokabular dem Gegenstand angemessen zu schreiben – und denken Sie beim Schreiben auch über den Sinn der Wörter nach, die Sie verwenden.

Klarheit und Leserfreundlichkeit sind die Kriterien, von denen Sie sich sowohl bezüglich Ihres Stils, insbesondere des Satzbaus, als auch bezüglich der formalen Gestaltung Ihrer Arbeit (Layout) leiten lassen sollten.

Beim Abfassen der Hausarbeit sollten Sie auch auf Rechtschreibung und Zeichensetzung achten. Ob Sie dabei die alte oder die neue Rechtschreibung bevorzugen, sei Ihnen überlassen.