4.3.2

Von Titeln heißt es immer, daß sie vollständig angegeben werden sollen. Was Autoren jedoch als vollständig betrachten, variiert zum Teil erheblich. Was anzugeben ist, hängt wesentlich davon ab, in welcher Form die benutzte Literatur erschienen ist, ob als Monographie oder Aufsatz in einem Sammelband oder in einer Zeitschrift. Dessen ungeachtet ist stets zu fragen,

Fragezeichen

1. welche Elemente aus dem Titel man aufnimmt und welche man ergänzt,

2. in welcher Form man welche Elemente aufnimmt und

3. wie man die Elemente voneinander trennt bzw. miteinander verbindet.
Diese Zeichen (Doppelpunkt, Semikolon, Punkt, Komma, Bindestrich) werden also selbst Elemente der Titelangabe. Hinzu kommen besonders beliebte Schriftsatzelemente wie Kursive oder K
APITÄLCHEN, die häufig bestimmten Elementen (etwa Titel kursiv, AUTOR in Kapitälchen) zugeordnet werden.

Zu jeder dieser Fragen gibt es zahllose verschiedene Auffassungen; da die diversen Lösungsmöglichkeiten nahezu beliebig miteinander kombiniert werden, ist die Zahl der realisierten Gesamtsysteme immens. Sie kann an dieser Stelle nicht erschöpfend erörtert werden und sie soll es auch nicht.

Jeder wird nach Möglichkeit selbst kombinieren, was ihm sinnvoll und ansprechend erscheint und sich unter Umständen an unterschiedliche Konventionen halten müssen. Nachdem man eine Wahl getroffen hat, ist aus den genannten Gründen (siehe Warum ist das wichtig) innerhalb einer schriftlichen Arbeit dann Einheitlichkeit zu wahren.

Warum die Angaben aber so viel Aufwand erfordern, wird kurz erklärt. Die wichtigsten Probleme, die bei den Elementen von Titeln auftauchen, und ihre Lösungen werden an zahlreichen Beispielen vorgeführt:

Zum Einstieg einige wichtige und grundlegende Beispiele.

Überblick

Auch wenn man ein Literaturverwaltungsprogramm benutzt, wird man sich doch mit diesen Problemen zumindest so befassen müssen, dass man innerhalb dieser angemessene Editierungsfunktionen wählt.

 Literaturverwaltungsprogramme kennen die Zitationssysteme verschiedener Zeitschriften und sind in der Lage, die Zitationsweisen vollautomatisch den jeweiligen Anforderungen anzupassen. Die Programme sind zudem in der Lage, Literatur aus elektronischen Datenbanken einzulesen und in die jeweilig gewünschten Fassungen zu bringen. Das bekannteste Programm in diesem Sektor ist "EndNote".

Damit erledigen sich zahllose Probleme mit neuerer Literaturverwaltung. Da Sie aber nicht alle Titel aus elektronischen Verzeichnissen werden einlesen können und da es stets Zweifelsfälle gibt, nehmen diese Verzeichnisse Ihnen die Beschäftigung mit den Grundproblemen nicht ab.

 

Systematik ‘Zitieren’