4.3.6

Nicht immer beschränkt sich das Quellenmaterial auf Texte. Ebenso kommen Gegenstände in Betracht, so etwa Bilder, aber auch Gerätschaften, Bauten oder andere menschliche Eingriffe in die Landschaft wie Hecken.

Als Leitlinie wird man festhalten können, dass für den Fall, daß Sachquellen publiziert sind, die entsprechende Fundstelle aus der Literatur anzugeben ist. Wenn man also über einen Kelch oder ein Bild schreibt, der in einem Museums- oder Ausstellungskatalog abgebildet oder auch nur erwähnt ist, wird man darauf hinweisen. Insofern ergeben sich keine Besonderheiten. Benutzt man mehrere Abbildungen, numeriert man diese durchlaufend und legt neben dem Literaturverzeichnis ein eingenes Abbildungsverzeichnis an.

Sind Gegenstände nicht publiziert, verweist man auf den Besitzer bzw. Eigentümer, häufig also auf Museen und Sammlungen, wenn möglich unter Angabe von Inventarnummern.

Ist auch dies nicht möglich oder wegen der Eigentumslage nicht weiterführend, verweist man auf die äußere Situation, etwa Lage der Gegenstände und beschreibt die Bedingungen, unter denen man sie gesichtet hat (Datum). Hat man selbst Fotos gemacht, wird man diese im Zweifel mit abbilden.

Wer also Reiterdenkmäler, Brunnen, Dachformen oder dergleichen untersucht, wird sich außerhalb der halbwegs klaren Regeln behelfen müssen. Wichtig ist aber auch hier der Grundsatz, dass der Nachweis möglichst langfristig das Auffinden und die Rekonstruktion des Zustands im Zeitpunkt der Untersuchung ermöglichen soll.

 

Systematik ‘Zitieren’