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Philip Hoffmann, Universität Konstanz

Wohl jeden Studienanfänger dürfte, wenn er sich zum ersten Mal auf den Weg durch die Weiten der Konstanzer Unibibliothek macht, ein gewisses Gefühl der Orientierungs- und Hilflosigkeit überkommen angesichts der endlosen Regale, die mit unzähligen Büchern vollgestellt sind. Und dieses Gefühl verstärkt sich noch, wenn man sich klarmacht, dass in der hiesigen Unibibliothek, die gerade im Bereich der Geschichte gut ausgestattet ist, nur ein Ausschnitt der gesamten bisher erschienenen wissenschaftlichen Literatur vorhanden ist. Darüber hinaus kommt jedes Jahr eine Unmenge an neuen Publikationen hinzu, ja die Menge an Neuerscheinungen nimmt von Jahr zu Jahr zu. 1999 sind allein in Deutschland insgesamt rund 60.000 Erstauflagen veröffentlicht worden. Wenn es sich dabei auch nicht allein um wissenschaftliche Literatur handelt, so ist es aufgrund der “Bücherflut” schon für ein begrenztes wissenschaftliches Fachgebiet nur noch schwer möglich, den Überblick über die vorhandene und neu erscheinende Forschungsliteratur zu behalten; dabei kommen zu den Monographien noch andere Publikationsformen hinzu, v.a. die große Anzahl von Aufsätzen und Artikeln in den Fachzeitschriften.
Angesichts dieser Situation stellt sich jedes Mal, wenn man sich während seines Studiums mit einem Thema auseinander zu setzen hat, die immer gleiche Frage:

Labyrinth

Das Labyrinth im Garten von Versailles.

Wie verschaffe ich mir am besten und schnellsten einen Überblick über das für mein Themengebiet relevante Material, v.a. die wissenschaftliche Literatur, und wie komme ich an die neuesten Publikationen heran? Die Material- und Literatursuche ist demnach auch der erste Schritt bei der Vorbereitung bzw. Anfertigung eines Referates oder einer Hausarbeit. Gerade am Beginn des Geschichtsstudiums ist es demnach von großer Bedeutung, sich zum einen das Wissen darüber anzueignen, wie man auf schnellstem Wege zu den Informationen kommt, die man braucht, und wie man zum anderen dann mit diesen Informationen umgeht und sie verarbeitet. Bei der Material- und Literatursuche gibt es nun verschiedene Wege, die man einschlagen kann. Ein wichtiges Hilfsmittel stellen dabei Bibliographien dar.

 

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