4.1

Mit dem (vorläufigen) Abschluss der Materialbeschaffung ist dann Punkt erreicht, an dem die Verarbeitung der Informationen aus Quellen und Forschungsliteratur in ein neues Stadium tritt, das schließlich zu einer Gliederung des prospektiven eigenen Textes führt. Es hilft im Regelfall nichts: Das Material muss dazu in wiederholten Durchgängen gesichtet, nach begrifflichen und analytischen Gesichtspunkten sortiert und kombiniert werden. Je konkreter die Vorstellungen von einer künftigen Gliederung werden, desto leichter wird es schließlich, Teile des Materials bestimmten Bereichen der künftigen Darstellung zuzuordnen, die sich dann in der Hauptsache darauf stützen. Wenn eine bestimmte Hypothese als Antwort auf die gefundene Fragestellung begründet werden soll, ergibt es sich beispielsweise schon wie von selbst, dass die Argumente in Forschungsliteratur in zwei große Gruppen zerfallen: Es wird Argumente geben, mit denen die eigenen Ansichten gestützt und gestärkt werden und solche, die man jetzt abweisen (und in der Darstellung entsprechend entkräften) muss. Mit einer Gliederung formen sich Themenfelder, zu denen sich neben dem hauptsächlichen Material meist auch in den übrigen Quellen und Forschungstexten, die man gelesen hat, Informationen finden. Sie können jetzt zugewiesen, ineinandergepasst und auf ihre Stimmigkeit hin geprüft werden.

Wer über kein photographisches Gedächtnis verfügt, der wird bei dieser Ordnungs- und Synthesearbeit viel Papier für Notizen verbrauchen, in denen die entsprechenden Informationen jeweils zusammengefasst werden, man vielleicht auch schon spontan die ersten kleineren Abschnitte des künftigen Textes entwirft, um sich die dann gebrauchte Begriffssprache geläufig zu machen oder prägnante Formulierungen festzuhalten.

Auch jetzt gilt: Wem es jetzt nicht gelingt, Orientierung zu gewinnen, oder wer sie in der Vielfalt möglicher Aspekte verliert, der sollte schleunigst seinen Dozenten um Rat fragen.

 

Gliederung und Weiterverarbeitung