Jan gibt die Arbeit ab

30 Grad, Sonne, Sand und Alabasterkörper (zumindest einige): Herz, was brauchst du mehr! Jan wandte seinen Blick von den Flaneuren am Wassersaum ab, drehte sich auf den Rücken und blickte in den Himmel. Das hatte er sich nach dem anstrengenden Semester in Konstanz redlich verdient, fand er. Nach all der Plackerei in Vorlesungen, Seminaren, Tutorien und Bibliotheken waren die paar Tage Italien wirklich nicht zu viel. Zumal er sogar noch Bücher mitgenommen hatte, zum allerersten Mal, schließlich stand noch der letzte Schliff und die Abgabe der Hausarbeit an.
Musste ihm das gerade jetzt einfallen? Doch unerbittlich schlich sich das Datum der Abgabe in sein Gedächtnis. Das konnte nie und nimmer...doch! Er griff nach dem Handy, das ihm seine Eltern, zum Aufbruch des Sohnes in die Welt des Studiums (nicht ohne eigennützige Hintergedanken), geschenkt hatten. Die Nummer des Profs hatte er ordentlich gespeichert und – oh schöne Welt der Telekommunikation – der war sofort selbst dran: “Buongiorno, ich hab ein Problem. Ich habe erhöhte Temperatur und bräuchte noch zwei Wochen Verlängerung bis zur Abgabe.”

Sand am Meer

Der Prof - das Semesterende war erreicht - brummte großmütig gestimmt: “Okay, aber keinen Tag länger”, dann griff er seufzend wieder nach der Tastatur: Nur noch diese E-mail an den Verlag: “Sehr geehrte Frau..., ich habe eine Fülle von Hausarbeiten zur Korrektur erhalten. Daher kann ich den vereinbarten Abgabetermin nicht einhalten. Sie bekommen meinen Aufsatz garantiert gegen Ende der Semesterferien. Beste Grüße Ihr...”

 

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